Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

BFV-Präsident Koch meldet sich zu Wort

DFB-Pokal-Streit: „Überlegen nun, mit gleichen Geschossen zurückzuschießen“

DFB-Pokal
+
Der DFB-Pokal.

Das DFB-Pokalspiel zwischen Schalke 04 und Schweinfurt musste abgesagt werden, weil Türkgücü gegen die Nichtberücksichtung gerichtlich vorging und Recht bekam. Nun meldete sich BFV-Präsident Koch zu Wort und wirft dem Drittligisten Wortbruch vor.

Es sollte das Spiel des Jahres werden für den 1. FC Schweinfurt. Der Regionalligist wurde vom Bayerischen Fußball-Verband für die 1. Runde des DFB-Pokals gemeldet und wäre am Sonntag, den 13. September, in der Veltins-Arena auf den Bundesligisten FC Schalke getroffen. Doch nur zwei Tage vor dem Pokalduell kam die überraschende Nachricht, dass Türkgücü München diese Entscheidung des Verbandes angefochten hat und vor dem Landgericht München per einstweiliger Verfügung recht erhielt. Dadurch wurde die Begegnung abgesagt. Nun stellt sich die Frage: Wie geht die Posse um den DFB-Pokalplatz weiter?

Während der Coronapause entschied der BFV, dass Türkgücü München in die dritte Liga und damit in den Profibereich aufsteigt und im Gegenzug die Schnüdel aus Schweinfurt im DFB-Pokal starten dürfen. „Wir haben gemacht, was jeder als sportlich fair empfindet“, sagte BFV-Präsident Reiner Koch im Bayerischen Fernsehen. „In einer solchen Situation musst du als Vorstand eine Entscheidung treffen. Wir saßen zwischen den Stühlen."

„Wir waren am Freitagnachmittag von der Absage extrem schockiert“

Selbst für Koch kam die Gerichtsentscheidung aus dem Nichts und der Präsident wirft dem Drittligisten Wortbruch vor. „Bei Türkgücü hat nur einer das sagen: Hasan Kivran. Wir haben am 31. Juli eine klare Vereinbarung getroffen. Ich habe ihn gebeten, dass er, wenn er klagen will, das schnell machen soll, damit wir keine Verzögerungen haben.“

Auch für die Schweinfurter kam diese Wendung überraschend. „Wir waren am Freitagnachmittag von der Absage extrem schockiert“, sagte Vereinsvorsitzender Markus Wolf gegenüber dem BR. Türkgücü wehrt sich gegen die Kritik und sagt, sie hätten nicht früher Klage einreichen können, weil der BFV erst am 6. September den DFB-Starter bekannt gegeben hat. „Wir haben frühzeitig Einspruch beim Verbandsgericht eingelegt. Das war nicht letzte Woche, sondern weit davor. Dementsprechend konnten wir erst nach der Entscheidung von letzten Sonntag Einspruch einlegen. Es blieb uns also gar nichts anderes übrig“, sagt Türkgücüs Geschäftsführer Max Kothny gegenüber dem BR-

Schalke sieht die Schuld beim Bayerischen Fußball-Verband

Auf Schalke sehen die Verantwortlichen die Schuld nicht bei Türkgücü sondern beim BFV. „Ausdrücklich betonen möchte ich, dass sich meine Kritik nur auf den Verband, nicht aber auf Türkgücü München bezieht“, sagte Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider gegenüber Sport1. Er könne nicht nachvollziehen, „warum der Bayerische Fußballverband jetzt versucht, den Fehler bei Türkgücü zu suchen“. Schneider zeigt Unverständnis darüber, warum „der bayerische Vertreter erst eine Woche vor Austragung der ersten DFB-Pokal-Runde bestimmt wurde.“

War die Aktion eine Retourkutsche von Türkgücü?

Nun stellt sich die Frage, ob dies eine Retourkutsche von Türkgücü gegen Schweinfurt war. Die Schnüdel haben den Drittliga-Aufstieg der Münchner in Frage gestellt. „Wir haben das Lizenzierungs-Verfahren von Türkgücü bezüglich des Aufstiegs in die 3. Liga hinterfragt. Aber: Wir haben zu keiner Zeit Klage eingereicht“, sagt Schweinfurts Wolf gegenüber FuPa. „Meiner Meinung nach ist das nicht berechtigt. Türkgücü verfügt zum Beispiel nicht uneingeschränkt über ein Heimspielstadion. Ich bin überzeugt: Kein anderer Verein in Deutschland hätte so die Lizenz erhalten.“

Wolf droht nun sogar Richtung Türkgücü: „Wir überlegen natürlich nun auch, mit gleichen Geschossen zurückzuschießen.“ Die Schnüdel könnten also nun eine Klage gegen den Aufstieg von Türkgücü einlegen. Nun veröffentlichte der Regionalligist ein Statement, in dem der FC „keinen weiteren Imageschaden für den Fußball“ will.

Der Streit droht nun komplett zu eskalieren.

Für BFV-Präsident Koch könnte eine Entscheidung bezüglich des DFB-Pokals noch einige Wochen dauern. Der BFV sieht dabei die Schuld nicht bei sich. „Hier wird eine massive Auseinandersetzung zwischen Türkgücü und Schweinfurt 05 auf dem Rücken des Bayerischen Fußball-Verbands ausgetragen", sagt Koch.

Der Streit zwischen Türkgücü und Schweinfurt droht nun komplett zu eskalieren. Am Ende könnte es auf beiden Seiten nur Verlierer geben.

ma

Kommentare