Gerichtsverhandlung am 28. September

Streit zwischen Schweinfurt und Türkgücü: Bekommt Schalke ein Freilos im DFB-Pokal?

Eintracht Frankfurt ist bei der Auslosung der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals im Lostopf.
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Der Streit zwischen Türkgücü München und dem FC Schweinfurt 05 um den Startplatz im DFB-Pokal geht in die nächste Runde.

München - Der Streit zwischen Türkgücü München und dem FC Schweinfurt 05 um den Startplatz im DFB-Pokal geht in die nächste Runde. Kommende Woche findet die Gerichtsverhandlung statt, mittlerweile ist sogar ein Freilos für den FC Schalke 04 möglich.

Eine Lösung werde „schwierig“, sagte BFV-Präsident Rainer Koch in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag). Man könne „jetzt nur hoffen, dass die Gerichte zeitnah zu einer Entscheidung kommen. Dass wir nicht gänzlich ohne bayerischen Teilnehmer dastehen. Nicht, dass Schalke 04 kampflos in die zweite Runde einzieht“, sagte der 61-Jährige.

Der Drittliga-Aufsteiger Türkgücü hatte mit einer Einstweiligen Verfügung die Austragung des Erstrundenspiels zwischen dem Bundesligisten FC Schalke 04 und dem Viertligisten Schweinfurt gestoppt. Streitpunkt ist ein Kompromiss, den der BFV mit den beiden Clubs in der wegen Corona ausgesetzten Regionalligasaison vereinbart hatte. Türkgücü durfte als Erster aufsteigen, Verfolger Schweinfurt wurde zum inoffiziellen bayerischen Amateurmeister erklärt.

„Hätten einen Kriegszustand heraufbeschworen“

Die Unterfranken hinterfragten später beim DFB die Lizenzierung von Türkgücü. Seitdem fühlt sich der Münchner Verein nicht mehr an die Absprache gebunden und versucht sich nun, in das lukrative Pokalspiel gegen Schalke einzuklagen. Hätte der Verband beschlossen, den Ersten Türkgücü aufsteigen und den Pokal spielen zu lassen, „hätten wir einen Kriegszustand heraufbeschworen“, sagte Koch. Der FC Schweinfurt 05 kündigte mittlerweile an, gegen den Aufstieg von Türkgücü keinen Einspruch mehr einzulegen. Man wolle „keinen weiteren Imageschaden für den Fußball“.

Den von Türkgücüs Präsident Hasan Kivran in einem Interview erhobenen Rassismusvorwurf wies er energisch zurück. „Das ist etwas, das ich extrem unschön finde. Immerhin hat Hasan Kivran mir gegenüber versichert, sein Verhalten habe nichts mit dem BFV oder mir zu tun“, sagte der Vize-Chef des Deutschen Fußball-Bundes.

dg (mit Material der dpa)

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