Nur 11,6 Prozent stimmten für Saison-Fortsetzung

Klare Mehrheit der Amateurvereine in Westfalen für Saison-Abbruch

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Eine deutliche Mehrheit der Vereine in Nordrhein-Westfalen stimmten für einen Saisonabbruch.

Kamen - Auch der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) hat seine Vereine gefragt, wie es mit der Saison weitergehen soll. Anders als in Bayern stimmten dabei eine deutliche Mehrheit für einen Abbruch der Spielzeit.

Wie soll es mit der Saison 2019/20 weitergehen? Dieser Frage stellte der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) seinen Fußballvereinen. Während in Bayern eine Zwei-Drittel-Mehrheit für die Saison-Fortsetzung gestimmt hat, waren in Westfalen 88,4 Prozent für einen Abbruch der Spielzeit. "Der FLVW ist - gemessen an den Mitgliederzahlen - der zweitgrößte Landesverband innerhalb des DFB. Mit der internetgestützten Umfrage möchte der Verband ein Stimmungsbild einholen, das uns bei der Entscheidungsfindung über eine mögliche Fortführung der Saison helfen soll", sagt FLVW-Präsident Walaschewski. Für den Verband ist die es wichtig, dass alle Vereine in die Entscheidung mit eingebunden werden.


"Das Ergebnis der Befragung ist eindeutig" 

Dabei hatten die rund 1.596 Vereinsvertreter vier unterschiedliche Szenarien zur Abstimmung: Eine Saison-Fortsetzung ab September (11,6 Prozent),  Abbruch und aktuellen Tabellenstand werten, nur Aufsteiger (24,2 Prozent), Abbruch und Hinrunde werten, nur Aufsteiger (30 Prozent), Abbruch und Saison annullieren, keine Auf-und Absteiger (34,2 Prozent). Wie genau also der Abbruch der begonnen Saison ablaufen soll, darüber herrscht unter den Clubs keine Einigkeit. "Das Ergebnis der Befragung ist eindeutig. Die Fortführung der Saison wird von den Vereinen nicht befürwortet. Dies wird der Entscheidungsvorschlag des Verbands-Fußball-Ausschusses berücksichtigen", sagt FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders.

Der Verband prüft zurzeit noch die rechtlichen Gegebenheiten für einen Abbruch. Da aber in den Statuten der Verbände eine solches Szenario nicht vorgesehen ist, bittet der FLVW um Geduld bis zur endgültigen Entscheidung. "Leider können wir nicht allen Vereinen gerecht werden - das zeigt allein schon das ausgeglichene Meinungsbild zur Wertung der Saison bei einem möglichen Abbruch. Umso mehr hoffen wir auf die Solidarität untereinander - und Verständnis für die Entscheidungen der ehrenamtlichen Verantwortungsträgerinnen und -träger", so Walaschewski.

ma/FLVW



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