Einsiedler wird Hachings Pokal-Held!

Youtube-Screenshot des Spielberichts der ARD-Sportschau

Der Ex-Rosenheimer Markus Einsiedler sorgt mit seinem Doppelpack gegen den Bundesligisten Ingolstadt für das Erreichen der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals.

Ein Rück- und Ausblick auf den DFB-Pokal von Max Böning

Den Urlaub hat er sich so wie so schon verdient, jetzt aber erst recht. Markus Einsiedler bricht einem Tag nach dem Oberbayern-Derby für drei Wochen auf – als Hachinger Pokalheld!

Es war eine sehr schmerzliche Mitteilung, die der TSV 1860 Rosenheim in der spielfreien Zeit verkünden musste: Der „Siedler“, wie er am Inn genannt wurde, verlässt den Bayernligisten. Die traditionsreiche Spielvereinigung aus Haching hat das Rennen um den Goalgetter, der einen nicht unwesentlichen Anteil am Klassenerhalt der Rothosen hatte, gemacht.

Erst Weiden, dann Ingolstadt

Und eben dort, in Unterhaching, wurde am Wochenende auch DFB-Pokal gespielt. Zwar bekleckerte sich die Schromm-Elf in der Qualifikation keineswegs mit Ruhm, sondern erreichte den Gewinn des Toto-Pokals nur über das Elfmeterschießen in Weiden, doch Pokal ist eben Pokal – mit allem drum und dran.

FC Ingolstadt hieß der Gegner in der ersten Hauptrunde. Oberbayern-Derby, zudem noch ein Bundesligist, der im Sportpark des Regionalligisten zu Gast sein dürfte. Die Mannschaft von Ralph Hasenhüttl, der an seinem Geburtstag an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte, der haushohe (weil drei Spielklassen höher spielend) Favorit. Doch der Pokal hat eben seine eigenen Gesetze – und so kam es auch:

Abwehrfehler eiskalt bestraft

Denn die Abwehr der „Schanzer“ zeigte weder bundesligataugliches, noch "pokal-taugliches" Abwehrverhalten: Markus Einsiedler sprintete zwischen einen kläglichen Querball, sprintete auf den Gäste-Kasten und konnte den norwegischen Nationaltorhüter Örjan Nyland nach einer halben Stunde problemlos überwinden. Der Underdog in Führung, Jubel im Münchner Süden.

Doch es kam noch besser - hielt man es mit der Spielvereinigung oder einfach mit Markus Einsiedler: Direkt nach dem Seitenwechsel narrte der Hachinger Piller die Ingolstädter Defensive, brachte den Ball zu dem Ex-Rosenheimer (der allerdings deutlich im Abseits stand). Einsiedler, abgezockt wie in seinen sechs Jahren beim TSV 1860 Rosenheim, verzögerte einen Moment, ehe er in das lange Eck einnetzte. Zwei Treffer nun Vorsprung, der „Siedler“ schießt die „Schanzer“ raus.

Siedler, du bist der Geilste!“

Ingolstadt, sichtlich bemüht doch noch die Wende zu schaffen, doch am Ende reichte es nicht mehr – 2:1 der Endstand für die Spielvereinigung Unterhaching. Auch Markus Einsiedlers alte Mannschaftkollegen aus der Innstadt verfolgten selbstverständlich das höchst erfolgreiche Pokal-Spiel „ihres“ alten Stürmers. Auf der Facebook-Seite der Rosenheimer wurde getitelt: „Siedler, du bist der Geilste!“

Drei Wochen kann sich der „Siedler“ jetzt erstmal von der Pokal-Sensation erholen. Nach Informationen der ARD-Sportschau soll es nach Vietnam gehen. In der Regionalliga Bayern muss Coach Claus Schromm erstmal ohne seinen Helden vom Sonntag auskommen. Doch allerspätestens am 27. Oktober muss Markus Einsiedler wieder seine Fußballschuhe schnüren. Dann steigt im Sportpark nämlich die zweite Runde des DFB-Pokals - genau die Spiele für einen Pokal-Star wie den "Siedler".

Wer den Doppelpack von Markus Einsiedler nicht sehen konnte, hier geht es zum Spielbericht der Sportschau auf Youtube.

 

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