Flick-Aus sorgt weiter für Diskussionen

Ex-Profi Scholl kritisiert den FC Bayern: „Auch zerrieben durch Konflikte“

Trotz des Sieges nicht gut auf Joachim Löw zu sprechen: Mehmet Scholl versteht die DFB-Taktik gegen Italien nicht.
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Mehmet Scholl kann den monatelangen Konflikt zwischen Flick und Salihamizdic nicht verstehen.

Nun meldet sich Mehmet Scholl zum Streit zwischen Trainer Hansi Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic zu Wort und beschreibt, wie er in seiner Zeit als U23-Coach selber mit Konflikten im Verein zu kämpfen hatte.

Berlin (dpa) - Die Diskussionen beim FC Bayen München über die Bitte von Cheftrainer Hansi Flick, seinen bis 2023 datierten Vertrag bereits im Sommer aufzulösen, lassen nicht nach. Während zahlreiche Fans in einer Petition mit dem Titel „pro Hansi Flick, Brazzo raus“ den Rauswurf von Hasan Salihamidzic fordern, verteidigen die Verantwortlichen des Rekordmeisters ihren Sportvorstand. Nun meldet sich auch ein ehemaliger Spieler und Trainer der Münchner zu Wort.

„Da wird mit Gerüchten, Verleumdungen, Lügen und Intrigen gearbeitet“

Der langjährige Bayern-Profi Mehmet Scholl hat seinen ehemaligen Verein scharf kritisiert und beschreibt, wie er selbst in mit Streitigkeiten zu kämpfen hatte. „Ich habe ja vor sechs Jahren die zweite Mannschaft trainiert, und ich wurde auch zerrieben durch diese ganzen internen Konflikte“, sagte der 50-Jährige im Podcast „Bayern Insider“ der Bild-Zeitung.

„Da wird gearbeitet mit Gerüchten, Verleumdungen, mit Lügen, Intrigen, alles. Und das zermürbt auf lange Zeit“, beklagte der Champions-League-Gewinner und Europameister. „Und wenn du da nicht stabil bist - also miteinander auch, als Verein in der obersten Etage - dann passiert so was, was wir jetzt sehen.“

„Viele junge Leute reingedrängt, die das nicht begreifen“

Wie es zu dem monatelangen Konflikt zwischen Flick und Salihamidzic gekommen ist, könne sich Scholl eigentlich nicht erklären. „Das sind beides überragende Typen“, sagte er. „Es geht ein Trainer, der alles gewonnen hat, der wieder Meister wird. Mit einem, eigentlich, so wie ich ihn kenne, Supertypen an der Seite, der Brazzo. Also, das hätte eigentlich funktionieren können und müssen.“

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Scholl spielte 15 Jahre lang - von 1992 bis 2007 - für den deutschen Rekordmeister. Schon vor Jahren habe er zu Uli Hoeneß gesagt, es gebe einen großen Fehler in diesem Verein: „Ihr habt zu viel Geld! Ihr könnt jeden Fehler dieser Welt wieder mit Geld beheben“, erzählte Scholl. „Die Bayern-Familie, glaube ich, die gibt‘s im Kern immer noch. Nur: Es sind so viele neue junge Leute reingedrängt, die das nicht begreifen.“

ma/dpa

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