Der Oberaudorfer ist seit Sommer beim 1. FC Nürnberg

„Lässt uns viel machen“: Tobias Schweinsteiger über seine Rolle als Co-Trainer

Ist seit Sommer Co-Trainer beim 1. FC Nürnberg: der Oberaudorfer Tobias Schweinsteiger.
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Ist seit Sommer Co-Trainer beim 1. FC Nürnberg: der Oberaudorfer Tobias Schweinsteiger.

Nürnberg - Seit Sommer ist Tobias Schweinsteiger Co-Trainer beim 1. FC Nürnberg. „Robert lässt uns viel Einfluss nehmen, uns viel machen“, verrät der 38-Jährige, der aktuell mit einem Weltmeister die Ausbildung zum Fußballlehrer absolviert.

Tobias Schweinsteiger (38), Bruder des Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger, ist seit diesem Sommer Co-Trainer beim 1. FC Nürnberg und unterstützt den Cheftrainer Robert Klauß. Nachdem die Franken in der vergangenen Saison den Klassenerhalt erst in der Relegation geschafft haben, baute der Zweitligist sein Trainerteam um. Der Club überwintert auf einem guten siebten Platz und beende das Jahr mit einem 1:0-Heimsieg gegen Erzgebirge Aue.

Nürnbergs Cheftrainer Klauß: „Unsere Idee von Fußball ist sehr ähnlich“

„Ich habe ihn bewusst ausgewählt, weil ich ihn sehr mag und sehr schätze, weil unsere Idee von Fußball sehr ähnlich ist, auch unsere Idee, wie wir Trainingseinheiten gestalten», sagte Cheftrainer Klauß gegenüber der Deutschen Presse Agentur über seinen Assistenten Tobias Schweinsteiger.

Schweinsteiger war zuvor Co-Trainer von Dieter Hecking beim HSV, wo beiden aber nicht der erhoffte Aufstieg in die Bundesliga gelang und es deshalb zu einem Wechsel auf der Trainerbank gab. Hecking wurde daraufhin Sportvorstand in Nürnberg, entscheidend für den Wechsel seien aber die Gespräche mit Klauß gewesen, wie Schweinsteiger zuletzt in einer Medienrunde verriet.

Nürnbergs Co-Trainer Schweinsteiger: „Cheftrainer ist in meinem Kopf drin“

„Robert lässt uns viel Einfluss nehmen, uns viel machen“, verrät der 38-Jährige, der sich um die Individualanalyse und die Weiterentwicklung der Spieler kümmert. Zudem darf er Teile der Einheiten selbstständig leiten. „Ich binde beide Co-Trainer viel in meine Übungen ein und lasse sie teilhaben“, betont Klauß, „mir ist als Cheftrainer wichtig, dass die Jungs auch andere Stimmen, andere Ansprachen hören.“

Dass er sich irgendwann wieder eine Rolle als Boss, wie beim FC Juniors OÖ in Österreich, vorstellen kann, verheimlicht Schweinsteiger nicht: „Cheftrainer ist in meinem Kopf drin.“

Schweinsteiger hat eine spannende Vita

Die Karriere von Tobias Schweinsteiger hat einiges vorzuweisen. Er wurde dreimal deutscher Vizemeister bei den Ski-Junioren und konzentrierte sich zwischen 1998 und 2002 voll auf das Skifahren, weshalb er kaum noch Fußball spielte. 2002 allerdings beendete Tobias Schweinsteiger seine Ski-Karriere, weil er nicht mehr unter die Besten fahren konnte.

Diese vier Jahre ohne Fußball fehlten Tobias Schweinsteiger in seiner Entwicklung. So lauteten seine Karrierestationen bis zum Laufbahnende 2015 unter anderem nur FC Falke Markt Schwaben, FC Ismaning, VfB Lübeck und FC Bayern II. Aktuell macht er zusammen mit Miroslav Klose die Ausbildung zum Fußballlehrer und kann im kommenden Jahr seinen Abschluss machen. Dann könnte der 38-Jährige in Zukunft auch Cheftrainer bei einem Proficlub werden.

ma

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