Sechs Vereine klagten vergeblich gegen die Fortsetzung

Re-Start in der RL-Südwest - ein bayerischer Klub bestreitet 2020 noch Ligaspiele

Abschlag des Torwarts.
+
Fußball (Symbolbild)

Mannheim - Am Freitag startet trotz einigen Widerständen die Regionalliga Südwest wieder mit dem Spielbetrieb. Mit dabei der FC Bayern Alzenau. Der einzige bayerische Vertretet in der Südwest-Staffel ist damit der einzige Verein im Freistaat, der aktuell Punktspiele austrägt.

Am Freitag startet die Regionalliga Südwest wieder mit dem Spielbetrieb. Dies ist nur möglich, weil diese als Profi-Liga eingestuft wurde. Zuletzt stellten die Vereine Schott Mainz, Bahlinger SC, Astoria Walldorf, FC Gießen, TSV Steinbach Haiger und Eintracht Stadtallendorf einen Antrag auf einen Erlass einer einstweiligen Verfügung, um die Wiederaufnahme des Spielbetriebs zu verhindern. Doch das Landgericht Mannheim wies diesen Antrag ab.

FC Bayern Alzenau einziger bayerischer Klub, der 2020 Ligaspiele bestreitet

Die sechs Klubs sahen in dem Re-Start vor Weihnachten aufgrund der hohen Corona-Fallzahlen eine Unzumutbarkeit und sprachen sich dafür aus, erst Ende Januar den Spielbetrieb wieder fortzusetzen. Das Landgericht allerdings sah die Saisonfortsetzung als rechtens an und gab der Regionalliga Südwest GbR damit Recht. Zum Re-Start gehören auch Testungen von Spielern und Team- offiziellen, die vor den Spielen durchgeführt werden.

Diese Entscheidung hat auch zur Folge, dass ein bayerischer Verein weiter am Spielbetrieb teilnehmen wird. Während alle anderen Klubs im Freistaat bereits in der Winterpause sind, gehört Bayern Alzenau der Südwest-Staffel an und wird ab Freitag wieder Spiele austragen können. Doch von der bayerischen Staatsregierung erhielt der Regionalligist keine Ausnahmegenehmigung, um auf dem eigenen Vereinsgelände trainieren und Spiele austragen zu dürfen. Deshalb zieht Bayern Alzenau ins knapp 50 Kilometer entfernte hessische Walldorf.

„Was da alles an Aufwand wieder auf uns zukommt“

„Wir stehen nicht hinter dieser Entscheidung. Gesellschaftspolitisch kann man nicht vertreten, dass Restaurants, Kulturstätten und viele weitere Einrichtungen deutschlandweit geschlossen bleiben, aber in der 4. Liga Fußball gespielt wird“, sagte Klubchef Andreas Trageser zuletzt gegenüber FuPa.net. „Wir haben einige Klubs in der Liga, die unter Profibedingungen arbeiten, die haben ihre Interessen durchgesetzt. Jetzt sind wir eben eine Profiliga.“

Zudem weist der Klubchef auf die enorme Belastung hin, die der Verein aufgrund des Re-Start stemmen muss. „Was da alles an Aufwand wieder auf uns zukommt. Wir müssen zum Beispiel alle paar Tage Testungen durchführen. Auf der anderen Seite müssen wir aber ohne Zuschauer auskommen und haben null Einnahmen. Wie soll das funktionieren?“

Doch es hilft alles nichts. Nach der Entscheidung des Landgerichts Mannheim muss Bayern Alzenau ab dem kommenden Wochenende wieder mit dem Spielbetrieb starten. Es wird spannend, wie der Re-Start in der Regionalliga Südwest gelingt.

ma

Kommentare