Nach der Corona-Zwangspause

Wiedereinstieg ins Training: DFB präsentiert Leitfaden für Amateurvereine

Frankfurt - Der Amateurfußball in Deutschland gleicht derzeit einem Flickenteppich. In manchen Bundesländern könnte bald Mannschaftstraining auf dem Platz wieder möglich sein. Der DFB hat dazu einen Leitfaden veröffentlicht.

Nach mehreren Wochen Pause kommt auch das Leben in den Sportvereinen wieder Schritt für Schritt zurück. Ab Montag, den 11. Mai, ist in Bayern wieder Einzelsport unter freiem Himmel erlaubt. Dabei gelten weiterhin die Abstandsregeln und die Hygienevorschriften. Das gilt beispielsweise für Sportarten wie Tennis oder Golf. Bei Mannschaftssportarten geht die Öffnung noch nicht soweit. Zwar könnte es in manchen Bundesländern bald wieder soweit sein, dass die Vereine im Team trainieren dürfen, andere Bundesländer wiederum zögern noch. Sicher ist aber, dass auch beim Teamsport nur kontaktlos und mit dem nötigen Abstand trainier werden darf. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat nun einen übergreifenden Leitfaden veröffentlicht, der den Vereinen zum Wiedereinstieg in das Training nach der Corona-Zwangspause behilflich sein soll.


Dabei orientiert sich der DFB an den zehn Leitplanken des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Neben dem Hinweis, das bei auffälligen Krankheitssymptomen die Person nicht am Training teilnehmen soll, verweist der DFB darauf, dass die Vereine abklären sollten, ob einer ihrer Mitglieder aus einer Risikogruppe kommt. "Auch für Angehörige von Risikogruppen ist die Teilnahme am Training von großer Bedeutung, weil eine gute Fitness vor Komplikationen der Corona-Erkrankung schützen kann. Umso wichtiger ist es, ganz besonders für sie das Risiko bestmöglich zu minimieren. In diesen Fällen ist nur geschütztes Individualtraining möglich", teilt der Deutsche Fußball-Bund mit. 

Zudem müssen die Vereine sicher gehen, dass der Trainingsbetrieb in ihrer Kommune gestattet ist. Auch zur organistorischen Umsetzung des Trainings gibt der Verband einige Tipps. "Eine Platzhälfte soll von maximal einer Trainingsgruppe genutzt werden. Die Trainingszeiten sind so zu organisieren, dass ein Aufeinandertreffen mehrerer Trainingsgruppen bestmöglich vermieden wird." Die Spieler sollen dabei kurz vor dem Training bereits umgezogen erscheinen und ohne Duschen direkt nach dem Training wieder nach Hause fahren. Das Training auf dem Platz sollte nur in kleinen Gruppen stattfinden und unter Einbehaltung der Abstandsregel. "Die aktuell empfohlene Größe der Kleingruppen liegt laut DOSB-Leitplanken bei maximal fünf Personen", so der DFB weiter. Der Link zum kompletten Leitfaden finden Sie hier.


Ob diese Regeln für einen Fußballverein tatsächlich umzusetzen sind, bleibt zu bezweifeln. In Bayern entschied der Landesfußballverband, dass die Saison bis zum 31. August ausgesetzt und anschließend fortgesetzt wird. Ab wann allerdings ein geregeltes Training stattfinden kann, bleibt abzuwarten.

ma 

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)



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