Offizielle BFV-Hallenmeisterschaft im Spielkreis Inn/Salzach

Sechziger sind Kreismeister! Auch Traunreut bei der Oberbayerischen

+
Zwei der auffälligsten Ballkünstler des Tages im direkten Duell: Traunreuts Ersel Aydinalp (grün) und Sechzig Rosenheims Pius Krätschmer (weiß).
  • schließen

Rosenheim - Einen Tag vor der Zwischenrunde im privat organisierten Sparkassenpokal am Sonntag spielte der Fußballkreis Inn/Salzach am Dreikönigstag in der Rosenheimer Gabor-Halle seinen offiziellen Hallenmeister aus. Den Titel des Hallen-Kreismeisters sicherte sich, wie zu erwarten war, der Hochkaräter des Teilnehmerfeldes - Viertligist TSV 1860 Rosenheim. Damit vertreten die Rosenheimer den Spielkreis auch bei der Oberbayerischen Meisterschaft des BFV in Manching bei Ingolstadt am Samstag, dem 13. Januar - nur einen Tag nach der abendlichen Finalrunde des prestigeträchtigen heimischen Sparkassencups. Ebenfalls nach Manching reisen wird der TuS Traunreut - die im Endspiel unterlegenen Hallenspezialisten konnten sich durch die Finalteilnahme qualifizieren.

Als klassenhöchste der teilnehmenden Mannschaften waren die Rosenheimer Rothemden schon von Natur aus der heißeste Anwärter auf den Titelgewinn. Mitbewerber in der Endrunde des Spielkreises waren Ortsrivale SB DJK Rosenheim (Landesliga Südost), der TuS Traunreut (Kreisliga 2), die Teams des TV Altötting und des TuS Alztal Garching (beide Kreisklasse) sowie Überraschungsteam TSV Rimsting (A-Klasse). Mit dem Sportbund, Traunreut und Altötting waren drei der Teilnehmer bereits in der vergangenen Hallensaison dabei, mit 1860 diesmal sogar ein Regionalligist am Start - Budenzauber also garantiert.

Modus der Kreismeisterschaft

Zunächst wurden zwei Dreiergruppen im Modus „Jeder-gegen-Jeden“ ausgetragen. Die beiden Gruppenletzten schieden dann aus dem Rennen um den Titel aus - und trafen sich später im Platzierungsmatch um Rang Fünf.

Die Ersten und Zweiten der Gruppen ermittelten hingegen überkreuz in Halbfinal-Partien die Teilnehmer am Spiel um Platz Drei sowie am Finale um den Titel - bei welchem die Teilnahme bereits die Qualifikation für die Oberbayerische Meisterschaft am 13. Januar bedeutete.

Gruppe A

In Gruppe A kristallisierte sich trotz der, zumindest gemessen an der Ligenzugehörigkeit bestehenden, Favoritenstellung schnell der auf dem Hallenparkett erfahrene und traditionell versierte TuS aus Traunreut als beste Mannschaft heraus. Nach zwei Auftritten hatten die TuS-Kicker zwei 2:1 Erfolge und damit als Gruppenerster die Teilnahme am Halbfinale in der Tasche. In beiden Partien gingen die Akteure von der Traun mit zwei Treffern in Front - ihre Gegner konnten nur mehr einfach zurückschlagen.

Den zweiten Rang und damit den zweiten Teilnehmer am Semifinale machten dann der TuS Alztal Garching und der SB Rosenheim im letzten Match der Gruppe unter sich aus. Der SBR lag fast die komplette Spielzeit über zurück und schien schon aus dem Titelkampf ausgeschieden - trumpfte dann aber kurz vor Ultimo auf und sicherte sich durch zwei aufeinanderfolgende Treffer von Semmler und Oberberger kurz vor Schluss doch noch Sieg und Weiterkommen.

Gruppenspiele:

TuS Garching - TuS Traunreut 1:2

TuS Traunreut - SB Rosenheim 2:1

SB Rosenheim - TuS Garching 2:1

Tabelle:

1. TuS Traunreut 4:2 Tore, 6 Punkte

2. SB Rosenheim 3:3, 3

3. TuS Alztal Garching 2:4, 0

Hallen-Kreismeisterschaft 2018

Gruppe B

In Gruppe B schien zunächst alles nach dem zu erwartenden Drehbuch zu verlaufen - vielleicht sogar ein wenig zu eindeutig. Mit einem heftigen 9:1 deklassierte Regionaligist TSV 1860 Rosenheim einen chancenlosen TV Altötting. Kurioserweise eröffnete zwar TVA-Kicker Matthias Galler den Torreigen - doch dann machten Pius Krätschmer und Danijel Majdancevic mit je zwei Treffern sowie der erst vor dieser Saison der A-Jugend des Vereins entwachsene Markus Hartl mit gleich fünf Kisten alles klar. 1860-Coach Tobias Strobl, der das komplette Turnier über im Tor der Roten auflief, musste nicht wirklich eingreifen.

Danach stand ein richtig spannendes und toughes Match an - den sowohl für Altötting als auch für die Rimstinger ging es scheinbar schon um alles oder nichts. In einem packenden Spiel, welches beide Seiten hätten für sich entscheiden können, waren schließlich die Kicker aus dem Wallfahrtsort mit 2:1 siegreich. Die Entscheidung besorgte Egzon Xhemajlaj in der Schlussminute.

Trotz ihrer herben Auftaktniederlage schien damit ihr Weg ins Halbfinale geebnet. Doch sie hatten die Rechnung ohne den wackeren und frech aufspielenden TSV Rismting gemacht. Der A-Klassist verkaufte sich auf dem Hallenboden hervorragend - und schaffte es doch tatsächlich den im Feld sechs Klassen höher spielenden TSV 1860 Rosenheim zu mit 3:1 besiegen. Chapeau! Robert Sterk, Constantin Leutloff und Marcus Ganter trafen gegen die Sechziger, für die Krätschmer nur noch den "Ehrentreffer" beisteuern konnte. Da hatte sich der haushohe Favorit wohl angesichts des locker leichten Erfolgs im ersten Kick ein wenig zu sicher gefühlt - zwar hatten die Rosenheimer gefühlt 95 Prozent Ballbesitz, aber Rimsting setzte die Konter und beide qualifizierten sich dank des Torverhältnisses für die nächste Runde.

Gruppenspiele:

1860 Rosenheim - TV Altötting 9:1

Altötting - Rimsting 2:1

Rimsting - 1860 Rosenheim 3:1

Tabelle:

1. 1860 Rosenheim 10:4 Tore, 3 Punkte

2. TSV Rimsting 4:3, 3

3. TV Altötting 3:10, 3

Die K.O.-Spiele

Halbfinale:

TuS Traunreut - TSV Rimsting 2:1

SB Rosenheim - 1860 Rosenheim 0:2

Kurioser Weise bescherten die Halbfinalbegegnungen exakt die Neuauflagen der letztjährigen Endspiele in den Gruppen Ruperti und Chiem, durch welche sich die Mannschaften für die diesjährige Kreismeisterschaft qualifiziert hatten. Und beide Duelle brachten auch das gleiche Ergebnis. Relativ eindeutig konnten sich die Titelträger der Gruppen auch diesmal durchsetzen.

Für Traunreut stellten Edeltechniker Ersel Aydinalp und Anton Mook die Weichen auf Sieg, die Rimstinger brachten es anschließend nur auf einen Treffer durch Leutloff. Und im "Rosenheimer Derby" sorgten Buden von Robert Köhler und Danijel Majdancevic für den Finaleinzug der klar überlegenen Sechziger, die keinen Gegentreffer des SBR zuließen.

Spiel um Platz Fünf:

TuS Garching - TV Altötting 1:5

Spiel um Platz Drei:

TSV Rimsting - SB Rosenheim 2:3

Finale:

TuS Traunreut - 1860 Rosenheim 0:4

Das Endspiel um die Kreismeisterschaft war eine engagierte und gut anzuschauende Angelegenheit, bei der vor allem die Traunreuter - ungeachtet des Fakts, dass sie für die Oberbayerische Meisterschaft bereits ebenso qualifiziert waren, wie die Rosenheimer - noch einmal alles reinwarfen.

Einige Zeit ging es hin und her - und obwohl die Sechziger die Federführung übernahmen, hatte auch der TuS seine Chancen. Nach zehn Minuten legte der Favorit dann noch mal einen Zahn zu - und traf durch Majdancevic zunächst den linken Pfosten. Dann ging es Schlag auf Schlag: Erst erwies sich ausgerechnet eine hoch gespielte Ecke als Türöffner für den Regionalligisten - Majdancevic traf tatsächlich per geistesgegenwärtiger Kopfballreaktion (13.). Nur kurz darauf legte er blitzsauber quer für Krätschmer, den vielleicht besten Akteur des Turniers - und dieser setzte den halbhohen Ball per volley satt in die Maschen (14.).

Damit war das Endspiel entschieden. Die Rothemden zeigten noch eine Reihe weiterer toller Spielzüge und schloßen sie auch erfolgreich ab: Johannes "Joey" Zottl und Youngster Markus Hartl, der sich die Torjägerkrone des Turniers sicherte, sorgten in der Schlussminute für einen deutlichen und hochverdienten Endstand. Der Favorit war seiner Stellung gerecht geworden und schnappte sich den Titel - die Traunreuter freuten sich über ihre Teilnahme an der Oberbayerischen.

Die Hallen-Kreismeister 2018 vom TSV 1860 Rosenheim in Jubellaune.

Zurück zur Übersicht: Magazin

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare