Neuartiges Urteil in Niedersachsen

Nach Frustfoul: Amateurfußballer nach roter Karte nun vorbestraft

Celle - In Niedersachsen fällte das Oberlandesgericht Celle ein bisher neuartiges Urteil. Weil ein Spieler seinen Gegenspieler grob foulte, ist er nun wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt.

Furstfouls kommen - gerade im Amateurbereich - leider viel zu häufig vor. So auch in einem Spiel in Niedersachsen, als ein Spieler seine Nerven beim Stand von 1:5 aus Sicht seiner Mannschaft nicht mehr unter Kontrolle hatte und seinen Gegenspieler brutal foulte. Der Geschädigte brach sich dabei das Schien- und Wadenbein, das berichtet der NDR. Auf dem Platz sah der Täter direkt die rote Karte, dazu musste er sich vor Gericht behaupten. Der gefoulte Spieler war laut NDR knapp zwei Monate lang arbeitsunfähig und zeigte seinen Gegenspieler deshalb an.

Lebenslängliche Sperre kommt nicht in Frage

Wie der NDR weiter berichtet, sei der Spieler 2019 wegen gefährlicher Körperverletzung zu 120 Tagessätzen á 40€ verurteilt, die Revision wurde nun auch verworfen, womit das Urteil jetzt rechtskräftig ist. Damit ist der Täter nun zwar vorbestraft, darf aber schon seit August 2019 wieder spielen. Grund dafür sei, dass es sich um ein Foul und keine Tätlichkeit handelte, weshalb keine lebenslängliche Strafe zur Auswahl stehe. Das Foul passierte bereits im November 2018, der Täter wurde bis August 2019 aufgrund der roten Karte gesperrt.

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dg

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)



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