Beim Spiel gegen Tottenham

"Eine Schande!" - Antonio Rüdiger während Premier League-Spiel rassistisch beleidigt

Fußballspieler Antonio Rüdiger
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Antonio Rüdiger verurteilt die rassisteischen Beledigungen.

London - Nach den rassistischen Beleidigungen gegen Chelsea-Profi Antonio Rüdiger hat die Vereinigung der englischen Profi-Fußballer (PFA) die Regierung aufgefordert, das Problem Rassismus im Fußball zu untersuchen und Lösungen herbeizuführen.

"Die PFA fordert eine Untersuchung der Regierung zu Rassismus und der Zunahme von Hassverbrechen im Fußball sowie sofortige und dringende Maßnahmen einer Allparteiengruppe im Ministerium für Kultur, Medien und Sport, um dieses dringende Problem anzugehen", schrieb die PFA auf ihrer Internetseite. Der deutsche Nationalspieler war beim 2:0-Erfolg des FC Chelsea bei Tottenham Hotspur mehrfach von Spurs-Fans rassistisch beleidigt worden.

Bereits im Vorjahr hatten einige Profis die Verantwortlichen der Premier League und des englischen Fußballverbandes FA aufgefordert, Maßnahmen in den Stadien gegen den kontinuierlichen Rassismus zu ergreifen. Nach den Beleidigungen gegen Rüdiger gab es bisher keine Stellungnahmen der Liga und der FA. Die FA hatte nach rassistischen Vorfällen beim EM-Qualifikationsspiel der Nationalmannschaft in Bulgarien im Oktober Konsequenzen von der UEFA gefordert.

Tottenham kündigt Untersuchungen an

"Es ist eine Schande, dass es 2019 immer noch Rassismus gibt. Wann hört dieser Unsinn auf?", schrieb Rüdiger auf Twitter. "Ich hoffe wirklich, dass die Täter bald gefunden und bestraft werden." Der 26-Jährige bedankte sich über den Zuspruch von vielen Tottenham-Fans und hofft auf die Ermittlung "der einzelnen Idioten" über die zahlreichen Fernseh- und Sicherheitskameras im Stadion. "Wenn nicht, dann muss es im Stadion Zeugen gegeben haben, die den Vorfall gesehen und gehört haben."

Tottenham kündigte bereits am Sonntagabend Untersuchungen an. "Jede Form von Rassismus ist völlig inakzeptabel und wird in unserem Stadion nicht toleriert", schreibt der Verein auf seiner Internetseite. Als Maßnahmen kündigte der Club Stadionverbote an. Der Club ist eigentlich bekannt für seine jüdische Identität. Eine Flagge Israels ist im Stadion bei den Heimspielen immer zu sehen. Chelsea-Fans hatten im letzten Jahr mit rassistischen Beschimpfungen gegen Stürmer Raheem Sterling von Manchester City für Empörung gesorgt.

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dg (mit Material der dpa)



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