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Zum Streikaufruf der IG Schiedsrichter

Schiedsrichterobmann Kurzmeier im Interview: „Können Probleme nur miteinander lösen“

Schiedsrichterobmann Josef Kurzmeier im Interview.
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Schiedsrichterobmann Josef Kurzmeier im Interview.

Die Interessensgemeinschaft Schiedsrichter hat für den 15. Mai alle Schiedsrichter in Deutschland zum Streik aufgerufen. Damit sollen Reformen zum Schutz der Schiedsrichter angestoßen werden. Betroffen wären davon auch viele Spiele in der Region. beinschuss.de sprach mit Schiedsrichterobmann Josef Kurzmeier über seine Meinung zum Streikaufruf.

Rosenheim - Die Interessengemeinschaft Schiedsrichter hat über die sozialen Medien alle Schiedsrichter für Sonntag, 15. Mai, zu einem Streik aufgerufen. So soll auf die teilweise völlig überzogene Kritik und die Gewalt gegen die Unparteiischen aufmerksam gemacht werden.

Kritik wird immer härter

Man konnte in der letzten Zeit wirklich das Gefühl bekommen, dass der Umgangston rauer geworden ist und immer öfter kommen nun Meldungen, dass Schiedsrichter auf dem Feld verbal oder tätlich angegriffen werden. Öffentliche Kritik von Spielern oder Funktionären aus den Profiligen ist keine Seltenheit mehr. Gegen diese Behandlung will sich die IG Schiedsrichter, die von einer Privatperson aus Sachsen ins Leben gerufen wurde, jetzt wehren.

Von den Streiks wären dann natürlich auch Spiele im Spielkreis Inn/Salzach betroffen. Muss man sich in der Region also darauf einstellen, dass es für die Spiele am Sonntag keine Schiedsrichter gibt? beinschuss.de sprach mit Schiedsrichterobmann Josef Kurzmeier über die Forderungen der IG Schiedsrichter und über die Sinnhaftigkeit der Streiks.

Einen Streik sehen wir als völlig falschen Weg

Schiedsrichterobmann Josef Kurzmeier zum Streikaufruf

Hallo Josef, die IG Schiedsrichter hat für den 15. Mai in ganz Deutschland zu Schiedsrichterstreiks aufgerufen. Was sagst du zu diesem Aufruf?

Josef Kurzmeier: Von mir kommt da eine ganz klare Ansage: Wir als Schiedsrichtergruppe Chiem unterstützen den Aufruf nicht. Klar kommt es immer wieder zu vereinzelten Fällen von verbaler oder physischer Gewalt gegen Schiedsrichter, die schärfer sanktioniert werden müssten. Aber einen Streik sehen wir als völlig falschen Weg. Man muss auch noch einmal sagen, dass die IG Schiedsrichter von einer Privatperson gegründet wurde, es ist also keine offizielle Interessensvertretung aller Schiedsrichter. Meiner Meinung nach kann man solche Probleme nur miteinander und nicht gegeneinander.

Was hältst du von dem Forderungskatalog, der zusammen mit dem Streikaufruf veröffentlicht wurde?

Kurzmeier: Teile dieser Forderungen halte ich schon für richtig und es wäre auch wichtig, diese bald anzugehen. Die Versicherung der Schiedsrichter muss jetzt mal in Angriff genommen werden. Wobei ich hier auch erwähnen muss, dass der Bayrische Fußball-Verband eh schon sehr viel für seine Schiedsrichter tut. Wir haben zum Beispiel einen Rechtsschutz für Schiedsrichter. Man muss sich dabei nur an den offiziellen Weg halten und sich nicht direkt selbst einen Anwalt holen. Wir hatten da auch schon Fälle, in denen der Rechtsschutz zum Einsatz kam.

Muss jeder für sich selbst entscheiden

Kurzmeier, über Streiks in der SRG Chiem

Haben sich bei dir bereits Schiedsrichter gemeldet, die am Streik teilnehmen wollen?

Kurzmeier: Also bei mir hat derzeit noch niemand abgesagt. Falls jemand streiken will, wäre das für mich auch kein Problem. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Was aber überhaupt nicht geht, ist einfach nicht zu erscheinen. Vorher absagen müssten die Schiedsrichter, die teilnehmen wollen, schon.

Es wird immer wieder von Schiedsrichterseite kritisiert, dass der Umgangston rauer geworden ist. Ist dir das auch schon aufgefallen?

Kurzmeier: Ja, das konnte man leider schon feststellen. In der Endphase der Saison geht es ja grundsätzlich etwas härter zur Sache, weil es um viel geht. Aber seit der Coronapandemie muss man schon sagen, dass es alles etwas rauer geworden ist. Woran das liegt, kann ich nicht sagen. Vielleicht hat sich da bei einigen so viel Energie angestaut und das muss jetzt alles raus. Aber grundsätzlich kommen wir aber immer noch gut mit den Vereinen und den Spielern klar. Problemfälle gibt es immer, das wird man aber auch mit einem Streik nicht lösen können.

Josef Kurzmeier, vielen Dank für das Gespräch.

 

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