So reagieren Promis auf die Ribéry-Affäre

Schuhbeck: "Ribéry hat keinerlei merkwürdige Vorlieben"

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Alfons Schuhbeck: "Ribéry hat keinerlei merkwürdige Vorlieben"
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München/Dubai - Die Affäre um Ribérys Goldsteak, sowie seine anschließende Reaktion, mit der er hart gegen seine Kritiker schoss, nimmt kein Ende. Nun haben sich einige Ex-Profis zu der Sache geäußert.

"F***t eure Mütter und Omas", so reagierte Franck Ribéry auf die Kritik an seinem goldenen Steak, welches er vergangene Woche in Dubai zubereitet bekam. Diese Aussage sorgte für noch mehr Unruhe, als es der eigentliche Post - ein Video, in dem er das Steak in der typischen "Saltbae-Pose" salzen durfte - des Bayernspieler tat. Für seine Aussagen bekam er vom Verein eine Geldstrafe im sechsstelligen Bereich aufgebrummt.

Effenberg hält Strafe für angemessen

Nun haben sich auch einige Ex-Profis, darunter auch ehemaliger Spieler des FC Bayern, zu dem Fall geäußert. Stefan Effenberg, Champions League Sieger von 2001, warf dem Rekordmeister fehlende Transparenz vor. In einer Kolumne für das Nachrichtenportal t-online.de schreibt Effenberg: "Das Strafmaß ist angemessen. Das Problem ist, dass niemand kommuniziert, wie hoch diese Geldstrafe wirklich ist - und wohin das Geld geht. An den FC Bayern oder an einen gemeinnützigen Zweck? Wenn das im Verborgenen bleibt, ist es kein Wunder, dass weiter diskutiert wird. Transparenz wäre hier der wichtigste Punkt", schrieb Effenberg.

Effenberg hält das Strafmaß für angemessen, geht davon aus, dass die milde Strafe vor allem auf die Leistungen des Franzosen zurückzuführen sind. "Wenn Ribéry eine richtig schlechte Hinrunde gespielt hätte, oft ausgefallen und unzufrieden gewesen wäre, wäre die Entscheidung womöglich anders ausgefallen. So aber war die Gefahr zu groß, dass das sportlich in der Rückrunde nicht gut geht." Aus Sicht von Effenberg zurecht: "Wer jetzt seine Suspendierung oder seinen Rauswurf fordert, hat nie selbst professionell Fußball gespielt.

Matthäus kontert kreativ

Lothar Matthäus, von 1984-1988 und 1992 bis 2000 Spieler beim FC Bayern, konterte kreativ: Er postete auf seiner Facebookseite ein Bild von sich mit einem Teller Austern und schrieb dazu: "Familien Dinner - aber nur mit Golden Toast..".

Wiese glaubt nicht an eine Strafe

Der ehemalige Torwart des SV Werder Bremen, Tim Wiese, nahm Ribéry in Schutz. In einem Interview mit Meinwerder.de sprach er sich für den 35-Jährigen aus: "Ist doch eine gute Show, die Ribéry da hingelegt hat. Und richtig gute Unterhaltung ist es auch. Mal ein bisschen die Leute zu provozieren finde ich richtig geil." Außerdem denkt Wiese nicht, das der Franzose die Geldstrafe wirklich zahlen musste: "Ich musste meine Strafen nie bezahlen. Wie das bei Bayern ist, weiß ich nicht. Vorstellen kann ich mir aber nicht, dass Ribéry zahlen muss."

Sogar Starkoch Alfons Schuhbeck meldete sich gegenüber der deutschen Presseagentur: "Als Koch des FC Bayern München kann ich zu Franck Ribérys Essverhalten nur sagen, dass er keinerlei merkwürdige Vorlieben hat". Laut ihm hat das Goldsteak nichts mit Geschmack zu tun, "sondern nur mit schillernden Vorlieben der "Bling-Bling"-Gesellschaft".

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dg (mit Material der dpa)

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