Klare Linie des Verbandes?

Türk Sport Garching: "Vaterland ist unteilbar" - Debatte um Militärgruß spaltet

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Die Spieler von Türk Sport Garching salutierten vor dem Spiel gegen den VfR Garching II.

Garching - Die Debatte um den Salut-Gruß geht in die nächste Runde. Nun zeigten Spieler des Kreisklassisten Türk Sport Garching die Geste vor einem Spiel, der Verband ist davon ganz und gar nicht begeistert.

Am vergangenen Sonntag fand in der Münchner Kreisklasse das Stadtderby zwischen dem VfR Garching II und Türk Sport Garching statt. Vor dem Spiel posierten die Gästespieler mit dem mittlerweile bekannten - und sehr umstrittenen - Salut-Gruß und ließen sich dabei ablichten. Voller Stolz posteten sie das Bild auf Instagram, mit folgender Beschreibung: "Möge Gott euer Verbündeter sein! Gefallene sind unsterblich, das Vaterland ist unteilbar!"

"Dass sie selbst salutiert hatten, davon sagte er mir nichts"

Das Thema sorgt seit Tagen für Ärger, erst Anfang der Woche hatte der Bayerische Fußballverband Nachahmer der türkischen Nationalmannschaft gewarnt. Der BFV drohte mit empfindlichen Strafen, diese bleiben in diesem Fall aber wohl aus. Vereinsvorstand Hasan Celik erklärte gegenüber unserem Partnerportal tz.de, dass Ligaobmann Bernhard Slawinski dem Verein keine Strafen angedroht hätte.

Der Verband hat aber eine etwas andere Sichtweise auf die Dinge: „Wir hatten am Wochenende zwei andere Fälle im Landkreis München“, sagte Slawinski gegenüber tz.de. Daraufhin ging eine E-Mail an alle Vereine, um den Standpunkt des Verbandes klar zu machen. Celik habe ihn kurz darauf angerufen und ihm versichert, dass sein Club voll die Linie des Verbandes vertrete. Dass sein Team selbst salutiert hätte, davon war laut dem Funktionär jedoch nie die Rede.

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dg/tz.de

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