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Welches Bayern-Talent schafft als nächstes den Durchbruch?

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Wer schafft als nächstes den Sprung in den Profikader des FC Bayern München?
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München - Nach langen Jahren, in denen es nur selten ein Jugendspieler schaffte, sich in den Bundesligakader beim FC Bayern zu spielen, scheint die Chance für einige Talente nun so groß wie noch nie. Doch wer darf sich am meisten Hoffnungen machen? Wir haben einen Blick auf die Kandidaten geworfen.

Lars Lukas Mai (18)

Lars Lukas Mai.

Der Innenverteidiger galt am Anfang der Saison als einer der Top-Kandidaten auf regelmäßige Bundesligaeinsätze. Damals stand Jerome Boateng kurz vor einem Wechsel zu Paris St.-Germain und die Bayern hatten eine Lücke zu füllen. Mai gab in der vergangenen Saison sein Profidebüt im beim 3:0-Sieg in Hannover. Jupp Heynckes war mit Mai zufrieden: "Natürlich darf er Fehler machen, aber er hat keine gemacht", so der damalige Bayerntrainer nach dem Spiel. Im Sommer unterzeichnete er einen Profivertrag bis 2021. Doch der Juniorennationalspieler muss sich noch weiter gedulden. Unter Niko Kovac wurde er bisher nicht berücksichtigt, für mehr als einen Platz auf der Bank reichte es noch nicht. Bei den Amateuren des FC Bayern wurde er 19 Mal eingesetzt, dabei gelang ihm ein Tor.

Chris Richards (18)

Richards ist ebenfalls auf der Position des Innenverteidigers beheimatet und läuft derzeit noch für die U19 des Rekordmeisters auf. Im Sommer wurde er vom FC Dallas aus den USA ausgeliehen, vor wenigen Wochen wurde das Talent dann fest verpflichtet. "Chris hat sich in dem halben Jahr bei uns sehr gut präsentiert und wir sind überzeugt, dass er sich beim FC Bayern weiter sehr gut entwickeln wird. Wir sehen großes Potential in ihm", so FC-Bayern-Campus-Leiter Jochen Sauer. Auch er könnte ein Kandidat werden, sollten Jerome Boateng und/oder Mats Hummels den Verein im Sommer verlassen. Richards kommt bisher auf 21 Einsätze für die U19 und erzielte zwei Tore.

Meritan Shabani (19)

Meritan Shabani

Der offensive Mittelfeldspieler durchlief seit 2006 alle Jugendmannschaften des FC Bayern und feierte beim 4:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt in der vergangenen Saison sein Profidebüt. Er unterzeichnete daraufhin einen Vertrag bis 2020 beim Rekordmeister. Sportdirektor Hasan Salihamidzic ist überzeugt von dem 18-Jährigen: "Sein Potenzial hat er schon auf höchstem Niveau bei uns im Profitraining und im Ligaspiel gegen Frankfurt unter Beweis gestellt." Shabani durfte in der aktuellen Saison auch schon zweimal für die Profis auflaufen: Beim 3:0-Sieg in Frankfurt, sowie beim 2:1 gegen den SV Rödinghausen im DFB-Pokal wurde er jeweils kurz vor Schluss eingewechselt.

Woo-Yeong Jeong (19)

Der Südkoreaner, der am liebsten auf der linken Außenbahn im Mittelfeld spielt, dürfte eines der größten Talente bei den Bayern sein - Neun Tore in 18 Regionalligaspielen sprechen für sich. Im vergangenen Januar holten ihn die Bayern direkt aus Südkorea an den Campus, in der U19 machte er von Anfang an mit überzeugenden Auftritten auf sich aufmerksam. So holte Jupp Heynckes ihn öfter zu den Profis, für einen Einsatz reichte es im vergangene Jahr aber noch nicht. Schuld daran war vor allem der Riss des Syndesmosebandes, den sich Jeong nach nur einem Monat in München zuzog. Mittlerweile ist er aber wieder voll dabei, im November feierte er endlich sein Profidebüt: Beim 5:1-Sieg im Champions-League-Spiel gegen Benfica Lissabon wurde er in der 81. Minute eingewechselt.

Oliver Batista Meier (17)

Der jüngste der hier vorgestellten Spieler kam im Juli 2017 vom 1. FC Kaiserslautern zum FC Bayern. Obwohl er aufgrund seines Alters noch für die U17 spielberechtigt war, durfte er sofort einige Male für die U19 auflaufen, in 24 Spielen gelangen ihm dort elf Tore. Parallel feierte er mit der U17 die deutsche Vizemeisterschaft, dort erzielte er sogar 22 Tore in nur 17 Spielen. Diese starken Leistungen führten dazu, dass Meier in der laufenden Saison schon für die U23 in der Regionalliga auflaufen durfte. In der A-Jugend Bundesliga traf er bereits vier Mal in acht Spielen, bevor er sich schwer am Knöchel verletzte. Seit November muss der 17-Jährige nun schon pausieren, ein Comeback vor Ende März scheint unwahrscheinlich.

Joshua Zirkzee (17)

Joshua Zirkzee

Zirkzee wechselte im Juli 2017 von Feyernoord Rotterdam in die U17 des FC Bayern. Dort angekommen, begeisterte er sofort mit sehenswerten Tricks und vor allem mit Toren: 16 Tore in 19 Spielen erzielte der Niederländer für die B-Jugend. Und in der laufenden Saison macht er dort weiter, wo er angefangen hat. 18 Mal lief er bereits für die U19 des Rekordmeisters auf, 15 Mal ließ Zirkzee die Rot-Weißen jubeln. Zweimal durfte er bereits für die Regionalligamannschaft des FC Bayern auflaufen. Im Sommer feierte er sein Profidebüt im Vorbereitungsspiel gegen Paris St.-Germain, dort gelang ihm sogar ein Tor.

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dg

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