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Teure Schnapsidee

Grassau setzt Spieler unter falschem Namen ein: Sieben Tore und sechs Wochen Sperre

Richterhammer
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Sportgericht (Symbolbild)

Die Partie zwischen dem ASV Grassau II und dem DJK Traunstein II war das vielleicht unwichtigste Spiel des Jahres. Dennoch lief ein nicht spielberechtigter Spieler für die Grassauer auf, was sowohl für den Verein als auch für den Spieler Konsequenzen nach sich zog.

Grassau - Für die zweite Mannschaft des ASV Grassau ging es in der C-Klasse 7 um nichts mehr, und auch der DJK Traunstein II konnte nicht mehr aufsteigen.

Der Grassauer schoss sieben der acht Treffer

Entsprechend ernst nahm man das Nachholspiel, wie am Ergebnis von 8:7 für die Grassauer abzulesen ist. Wäre da nicht Mohamad A. gewesen, der laut Spielbericht gleich sieben der acht Treffer für die Achentaler beisteuerte. Das Problem: Der 20-Jährige hatte gar nicht mitgespielt.

Einige Traunsteiner Spieler erkannten, dass auf seinen Spielerpass ein 19-Jähriger auf dem Platz stand und fleißig Tore schoss, der zwar aus Grassau kommt, aber für die Mannschaft des Deutschen Fußball-Internats (DFI) aus Bad Aibling spielberechtigt ist – und eben nicht für den ASV.

Punktabzug für den Verein - Sechs-Wochen-Sperre für den Spieler

Sein Trainer gab den Einsatz vor dem Sportgericht unumwunden zu. Eine teure Schnapsidee: Neben Geldstrafen für Verein und Trainer verhängten Sportrichter Stephan Bierschneider (Altenmarkt) und seine Kollegen eine 0:2-Wertung und einen Abzug von drei Punkten, durch den Grassau II in der Abschlusstabelle vom sechsten auf den vorletzten Platz abstürzt.

Der „Gastspieler“ darf zudem sechs Wochen lang nicht für das DFI auflaufen. Bierschneider verband das Urteil mit einer Mahnung vor solchen Einsätzen: So habe ein Spieler, der unter falschem Namen spiele und sich im Spiel verletze, keinerlei Versicherungsschutz.

ah

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