Große Erleichterung bei 1860 - Stadt kauft Jahnstadion

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Die Stadt Rosenheim hat dem Kauf des Jahnstadions zugestimmt

Die sportliche Zukunft des TSV 1860 Rosenheim ist gesichert. Die Stadt Rosenheim hat am Mittwochabend dem Kauf des Jahnstadions zugestimmt.

Aus Rosenheim berichtet Tobias Ruf

Die sportliche Zukunft des TSV 1860 Rosenheim ist gesichert. Die Stadt Rosenheim hat am Mittwochabend dem Kauf des Jahnstadions zugestimmt.

"Endlich ist eine Entscheidung gefallen und wir können uns in aller Ruhe den künftigen Aufgaben widmen", sagte Nicoals Foltin nach dem Beschluss gegenüber beinschuss.de. Das Vorstandsmitglied ergänzte, "dass die negativen Schlagzeilen rund um den Stadionverkauf nun endlich ein Ende haben, die Altlasten der alten Fußballabteilung ad Acta gelegt werden können und damit auch die Sponsorensuche vorangetrieben werden kann."

Eine konkrete Zahl wurde auf der Stadtratssitzung nicht genannt. Es soll sich nach Sitzungsangaben um die Hälfte des ursprünglichen Wertes handeln. Dieser war zu Beginn der Verhandlungen auf eine Million Euro taxiert worden.

Verein finanziell im Soll

Die Schulden der Fußballabteilung sind damit komplett getilgt, nach Angaben von Vorstandsmitglied Sandro Sacco ist die Fußballabteilung "finanziell im Soll, der anvisierte Budgetplan ist seit dem Vorstandswechsel im Juni 2014 komplett eingehalten worden."

Die Stadt Rosenheim erwirbt laut Beschluss mit seinen Ablöseleistungen den sogenannten Bodenwertanteil für das Baurecht und den Wert der Außenanlagen. Konkret bedeutet das, dass die Stadt das Grundstück und alle Anlagen, die "für den Schulbetrieb notwendig sind" vom Verein ablöst. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die Rasenspielfläche und die Laufbahn.

Das Vereinsheim und die Tribünenanlagen bleiben in Vereinsbesitz. Der TSV 1860 hat mit der Stadt einen Mietvertrag abgeschlossen, der auf unbestimmte Zeit läuft.

Oberbürgermeisterin begründet Beschluss

Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer begründete die Initiative zum Stadionerwerb damit, dass der Gesamtverein in Gefahr war und das Jahnstadion nicht nur vom Verein gebraucht würde, sondern auch als Schulsportanlage von Nöten sei.

Die Grünen, die sich gegen den Stadionkauf wendeten, wollen den Beschluss überprüfen lassen. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass sich an der Entscheidung noch etwas ändern wird. Die Stadt hat sich während des Verfahrens jursitisch beraten lassen und hat laut OB Bauer keine Bedenken, dass der Beschluss unrechtens sei.

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