"In der Hinrunde ist noch niemand Meister geworden!"

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Hat den Spitzenreiter aus Neuötting noch im Blick: Der FC Mühldorf

Zwei Mannschaften machen die Meisterschaft in der Kreisklasse 3 wohl unter sich aus. Im Abstiegskampf sind aber deutlich mehr Teams beteiligt. So sieht es aus zum Auftakt in die Frühjahrsrunde:

Endlich geht es wieder los: Die Zeit ohne Fußball ist nun auch in der Kreisklasse 3 Geschichte. Wir schauen nochmal zurück auf die Herbstrunde - aber natürlich wagen wir auch schon einen Blick in die Zukunft:

Das Führungsduo

Den Platz an der Sonne machen wohl nur diese zwei Mannschaften unter sich aus. Neuötting und Mühldorf waren in der ersten Saisonhälfte die Überflieger. Die Konkurrenten waren einfach nicht zur Stelle, als diese Punkte ließen. Keiner konnte oder wollte sich in diesen Titelkampf einmischen.

Neuötting thront mit 30 Zählern und einem fantastischen Torverhältnis von 34:10 über dem Rest des Klassements. Das ist die beste Offensive und die beste Defensive. Die Kagerer-Auswahl hat als Saisonziel einen Platz im Mittelfeld ausgegeben. Zumindest zur Pause hat der TSV diese Vorgaben mehr als übertroffen.

FC mit neuem Coach

Ein Pünktchen dahiner, aber auch eine Partie mehr absolviert, folgt der FC Mühldorf. Dass die Truppe oben mitspielt, ist eher wenig überraschend. Mit sehr viel Pech vergab der FC die Relegation zur Kreisliga im Juni des letzten Jahres. Siegsdorf drehte auf heimischen Rasen ein 1:3 aus dem Hinspiel. Die Enttäuschung beim FCM war riesig.

Mühldorf wird wohl alles daran setzen, nicht wieder über den Zweiten Rang in die „Playoffs“ zu müssen. Seit Ende der Winterpause ist Herbert Vorwallner Coach des FC, Jens Kern stellte sein Traineramt zur Verfügung.

Neue Spieler, neuer Trainer

„Wir wollen jetzt erstmal gut in die Rückrunde starten. Es warten gleich harte Gegner auf uns. Außerdem muss sich die neue Mannschaft erst finden“, gibt sich Vorwallner im Interview mit dem Beinschuss recht bedächtig. Der neue Mann an der Seitenlinie war zuvor für die zweite Mannschaft verantwortlich, jetzt hat er im Kreisklassen-Team das Sagen.

Ziel sei es gewesen, unter die ersten Drei zu kommen. Das sollte durchaus möglich sein für die Mühldorfer. Beim Blick auf den deutlichen Abstand nach unten meint Vorwallner: „In der Vorrunde ist noch niemand Meister geworden“. Es ist also noch ein weites Stück bis zur Entscheidung.

Die Verfolger

Sie haben noch eine Chance auf einen der ersten Plätze, doch wird diese Möglichkeit wohl eher theoretisch sein und bleiben. Denn das Duo aus Tüßling (24) und Reischach (20) muss auf gehörige Patzer warten – das scheint eigentlich nicht sehr wahrscheinlich.

Logischerweise hat der SV Tüßling dennoch die besten Karten, einen Ausrutscher nutzen zu können. Der SV ist der Minimalist unter den Kreisklassisten. Wenige Tore selber geschossen, wenige kassiert. Doch auch das reicht halt ab und an – 21:11 das Verhältnis der Treffer.

Gegen Neuötting konnten die Tüßlinger sogar einen Punkt erkämpfen, gegen Mühldorf kam der SVT aber wieder schnell auf den Boden der Tatsachen an. Aber: Spätestens im Topspiel in drei Wochen lässt eines der beiden (oder sogar beide?) Mannschaften Zähler liegen. Dann muss Tüßling da sein!

Das Mittelfeld

Die Grenze hier zu ziehen fällt schon schwerer. In der Mitte der Rangliste der Kreisklasse 3 finden sich am ehesten Altötting und Winhöring wieder. Mit 17 beziehungsweise 16 Zählern reicht es für Platz sieben und acht.

Beide Mannschaften weisen eine fast neutrale Statistik auf und können auf eine Hinserie zurückblicken, die sowohl von einigen Siegen, wie auch einigen Pleiten geprägt war. Nach oben wird nichts mehr möglich sein – der Abstand schlichtweg zu groß.

Und wenn schon nach oben hin nichts mehr drin ist, sollte man zumindest den Rückspiegel und die Verfolgervereine beachten: Denn der Rückstand zu

der Gefahrenzone

ist überschaubar klein. Hier tummeln sich die Teams aus Unterneukirchen und der SV Oberbergkirchen. Der SVU sogar nur einen Zähler von Winhöring getrennt. Es ist eng im Keller! Patzer werden sofort bestraft und plötzlich steht man auf einem der Abstiegsrelegationsplätzen.

Dort rangieren zur Winterpause die Zweitvertretung des Bayernligisten aus Erlbach (13 Punkte) und auch Linde Tacherting (10) hält sich unfreiwillig im rot markierten Bereich auf. Erst am achten Spieltag war es übrigens soweit, als der SVT seinen ersten Dreier einfahren konnte.

Gegen Oberbergkirchen konnte Tacherting erstmals dreifach punkten und kurz darauf die rote Laterne abgeben. Am kommenden Sonntag wartet mit Reischach aber gleich mal ein mehr als unangenehmer Gegner.

Das Schlusslicht

Die rote Laterne trägt der TuS Mettenheim. Bereits etwas abgeschlagen ist das Schlusslicht. Erst einmal ging der TuS als Sieger vom Platz: Am 12. September 2015 hieß es gegen Tacherting 1:0. Dazu gab es noch zwei Remis, dementsprechend nur fünf Zähler für die Mannschaft.

Dringend muss in der Gemeinde wieder gewonnen werden – und zwar mehr als einmal. Der Witterung zum Opfer gefallene letzte Spieltag vor dem Winter wäre ideal gewesen, ein Zeichen zu setzen, doch die Partie gegen den direkten Konkurrenten Unterneukirchen fand witterungsbedingt nicht statt.

Vielleicht hebt sich das Sorgenkind die Erfolge auch einfach für die Frühjahrsrunde auf. Nachholtermin ist übrigens der 24. März. Das ist übrigens auch der Auftakt für den Letzten des Klassements. Regulär startet Mettenheim nämlich spielfrei in die Mission Klassenerhalt. Dass der TuS aber weiterhin ein Kreisklassist bleibt, dafür braucht es fast schon ein kleines Wunder.

 

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