Klartext: Dieses Urteil schützt die Schiedsrichter nicht!

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Beinschuss-Reporter Mano Bonke

„Das Gericht bedauert, dass man an gewissen Orten wie im Nachtleben oder bei manchen Fußballspielen mit Übergriffen rechnen müsse.“ Dieser Satz ist ein Schlag ins Gesicht für hunderte von Schiedsrichtern, die regelmäßig am Wochenende auf den Fußballplätzen der Region stehen.

Das Urteil im Prozess gegen einen Spieler von Iliria Rosenheim, der einen Schiedsrichter im Jahr 2012 niederschlug, ist gefallen. Somit hilft es niemanden mehr, darüber zu diskutieren, ob das Strafmaß angebracht ist oder nicht.

Unangebracht war hingegen eine Aussage des Gerichts bei der Urteilsverkündung: „Das Gericht bedauert, dass man an gewissen Orten wie im Nachtleben oder bei manchen Fußballspielen mit Übergriffen rechnen müsse.“ Dieser Satz ist ein Schlag ins Gesicht für hunderte von Schiedsrichtern, die regelmäßig am Wochenende auf den Fußballplätzen der Region stehen und einen reibungslosen Liga-Ablauf überhaupt erst ermöglichen.

Es darf nicht sein, dass Schiedsrichter nach Spielende damit rechnen müssen, auf einem Ohr nur noch 25 Prozent zu hören oder mit einem geschädigten Auge zu leben.

Ein Vergleich mit dem Nachtleben, das oft von Alkohol- oder Dorgeneinfluss geprägt ist, und der Schiedsrichter-Tätigkeit, ist ebenfalls mehr als unangebracht. Das Schiedsrichterwesen tut sich nach wie vor schwer, Nachwuchs zu gewinnen. Aussagen wie vom Traunsteiner Landgericht helfen dem Verband bestimmt nicht, junge Leute für das Schiedsrichteramt zu begeistern und die Unparteiischen zu schützen.

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