Klartext: Relegations-Regeln sind inakzeptabel! Der BfV muss handeln

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Beinschuss-Redakteur Tobias Ruf

In der neuen Beinschuss-Rubrik "Klartext" nimmt Beinschuss-Redakteur Tobias Ruf das hiesige Fußballgeschen kritisch unter die Lupe.

Die Abstiegskampf-Tortur für den TSV 1860 Rosenheim und den FC Schweinfurt 05 geht in die nächste Runde. Nach dem verpassten Aufstieg des FC Bayern München II müssen beide Teams zwei weitere Spiele für den Klassenerhalt in der Regionalliga Bayern bestreiten.

Insgesamt vier Relegationsspiele haben die Abstiegsreleganten zu absolvieren. Körperlich und mental ist das für alle Beteiligten eine immense Belastung.

Einer wird dabei auf der Strecke bleiben und in der kommenden Saison in der Bayernliga spielen. Beide Klubs haben dann nur knapp fünf Wochen Zeit, eine konkurrenzfähige Mannschaft für die kommende Saison aufzustellen und vorzubereiten.

Einen Monat? Ja, das ist leider die traurige Wahrheit. Die neue Spielzeit beginnt bereits am 12./13. Juli. Ob nun Ligaverbleib oder Abstieg, das sind Bedingungen, die jeglicher Grundlage des Fair-Play-Gedankens widersprechen.

Die Regionalliga ist keine Profi-Liga. Spieler, Trainer und Verantwortliche haben alle reguläre Jobs, wollen und müssen wie jeder normale Arbeitnehmer auch mal in den Urlaub fahren und sich von der ohnehin stressigen Saison mit über 40 Pflichtspielen erholen.

Wie soll ein Verein die neue Saison planen, wenn er bis fünf Wochen vor Saisonstart nicht weiß, in welcher Spielklasse er an den Start gehen wird? Dies stellt eine unmittelbare Gefahr für die Existenz von Amateurklubs dar, die finanziell ohnehin oft minimalistisch denken müssen.

Der Bayerische Fußball Verband muss an diesen Regularien drehen!

 

 

 

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