Unter den Vereinen im Raum Mühldorf

Blitzumfrage zu Amateursport-Lockerungen: „Ein Signal in die richtige Richtung“

Georg Hanslmaier (l.) vom TSV Buchbach und Christoph Wierer vom FC Maitenbeth.
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Georg Hanslmaier (l.) vom TSV Buchbach und Christoph Wierer vom FC Maitenbeth.

Der Stufenplan im Amateur- und Breitensport sieht eine schrittweise Öffnung anhand von Inzidenzwerten vor. beinschuss.de hat in einer Blitzumfrage unter einigen Vereinsvertretern aus dem Raum Mühldorf nachgefragt, wie sie zu den Beschlüssen stehen.

Landkreis Mühldorf - Bei der Bund-Länder-Konferenz am vergangenen Mittwoch beschloss die Politik einen Stufenplan, der schrittweise Öffnungen vorsieht. Ab dem Montag, den 8. März, wird bei einer Inzidenz unter 50 kontaktfreier Sport unter freiem Himmel in Gruppen bis maximal zehn Personen wieder erlaubt sein. Bei Inzidenzen zwischen 50 und 100 wird Außensport mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten und „maximal von bis zu 20 Kindern bis 14 Jahren im Außenbereich“ kontaktfrei ermöglicht. Stand Montag (8. März) hat der Landkreis Mühldorf eine 7-Tage-Inzidenz von 92,3.

Die Meinungen von Vereinsvertretern in der Blitzumfrage

Bleibt der Inzidenzwert über 14 Tage stabil, erfolgen weitere Lockerungsschritte. beinschuss.de hat in einer Blitzumfrage unter einigen Vereinsvertretern aus dem Landkreis Mühldorf nachgefragt, wie sie die beschloßenen Maßnahmen einschätzen und ob sie damit zufrieden sind.

Georg Hanslmaier (Sportlicher Leiter des TSV Buchbach):

„Ich bin überrascht, dass das Thema Sport jetzt schon auf der Agenda stand und behandelt wurde. Da sind wird deutlich früher dran, als noch im vergangenen Jahr und vielleicht klappt es mit dem Re-Start im Mai. Inwiefern die Lockerungen uns jetzt weiterhelfen, werden die Inzidenzwerte in den kommenden Wochen zeigen. Wir hoffen natürlich, dass sich diese nach unten bewegen. Die Maßnahmen sind auf alle Fälle ein Hoffnungsschimmer und ein Signal in die richtige Richtung. Allen voran für die Kinder und Jugendliche.“

Robert Salzberger (1. Vorstand des FC Mühldorf):

„Grundsätzlich ist ein Licht am Ende des Tunnels zu erkennen und wir haben jetzt eine Öffnungsperspektiv bekommen. Dennoch sind die einzelnen Schritte und deren Umsetzung sehr verwirrend und viele Fragen sind für uns noch offen, wie beispielweíse das Hygienekonzept genau aussehen soll. Wir warten diesbezüglich auf weitere Informationen des BFV. Am kommenden Freitagabend werden wir eine Online-Sitzung mit den Trainern abhalten und dann hoffen wir, dass viele Fragen bereits beantwortet sind. Wir wollen erst nächste Woche, wenn das mit den Inzidenzwerten passt, mit den Kindern unter 14 Jahren beginnen. Wir haben zudem die Hoffnung, dass wir ab Ostern wieder richtig starten können und die Saison sportlich beendet werden kann.“

Christoph Wierer (Abteilungsleitung FC Maitenbeth):

„Wir haben noch keinen konkreten Plan und warten erst auf genauere Vorgaben von Seiten des BFV. Aktuell ist für uns mehr unklar als klar. Zudem sind für mich persönlich in der aktuellen Situation andere Sachen wichtiger als das Fußballtraining. Wir warten jetzt erst einmal ab, was die nächsten Wochen bringen.“

Markus Wintersteiger (2. Abteilungsleiter SV Aschau am Inn):

„Die beschlossenen Lockerungen sind aus unserer Sicht eine Öffnungsperspektive, auch wenn die aktuellen Regelungen für einen Spielbetrieb noch zu schwammig sind. Uns als Verein ist aber sehr wichtig, dass die Kinder wieder nach draußen kommen und Sport machen können. Das sollte derzeit das Hauptziel sein.“

Julian Burghart (Abteilungsleiter SV Schwindegg):

„Wir haben bereits beschlossen, dass wir im Herrenbereich nicht vor April starten werden. Anders ist das bei den Kindern unter 14 Jahren, hier besprechen wir am kommenden Freitag mit den anderen Vereinen der Spielgemeinschaft das weitere Vorgehen. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass die Kinder wieder Sport treiben können, die Erwachsenen sollen dann Stück für Stück wieder auf den Platz zurückkehren. Uns fehlen aktuell noch genauere Vorgaben des BFV, aber wir hoffen, dass wir unser gutes Hygienekonzept aus dem vergangenen Jahr so wieder umsetzen können. Mich stört allerdings, dass die Verantwortung immer wieder auf die Vereine geschoben wird und alles am Ehrenamt hängen bleibt.“

Florian Grassler (Abteilungsleiter Herren TSV Polling):

„Einerseits sind wird erleichtert, dass es wieder vorangeht und wir eine Perspektive haben. Auf der anderen Seite ist und bleibt die Situation schwierig und unübersichtlich. Es sind aus unserer Sicht noch viele Fragen offen. Wir werden in der nächsten Zeit eine interne Sitzung mit dem Team und den Trainern abhalten und dann besprechen wir, wie es weitergeht. Wir sind aber sehr froh, dass die Kinder wieder Sport treiben dürfen und hier wollen wir auf alle Fälle was anbieten. Wie genau, müssen wir aber erst noch intern klären. Fest steht: alle im Verein sind sind heiß und sehnen sich wieder nach Fußball.“

ma

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