Geschäftsführer Max Kothny zeigt sich optimistisch

Aufatmen bei Türkgücü: „Können Spielbetrieb bis Saisonende fortführen“

Türkgücüs Geschäftsführer Max Kothny: „Es gehört jetzt zu meinen Aufgaben, den Verein so gut es geht zu retten“
+
Türkgücüs Geschäftsführer Max Kothny kümmert sich aktuell um das Überleben des Vereins.

München - Türkgücü München startet am Montag gegen Dresden mit einem Heimspiel in das neue Jahr und will in der 3. Liga weiter für Furore sorgen. In der Winterpause sorgte das Aus von Präsident und Investor Hasan Kivran für Aufsehen. Nun zeigt sich aber Geschäftsführer Max Kothny optimistisch.

Türkgücü München erlebt aktuell turbulente Zeiten. Kurz vor der Winterpause wurde bekannt, dass sich Präsident und Investor Hasan Kivran zurückziehen und seine Anteile in Höhe von 89 Prozent an der Türkgücü Fußball GmbH verkaufen will. Dieser Schritt des Vereins-Bosses war nicht zu erwarten.

Türkgücü Geschäftsführer Kothny: „Wir sind in positiven Gesprächen“

Daraufhin wurde darüber spekuliert, ob dem Drittliga-Aufsteiger ein Ende bevorsteht. Am 21. Januar muss Türkgücü beim Deutschen Fußball-Bund seine Zahlungsfähigkeit bis zum Saisonende nachweisen.

Nach den neusten Aussagen von Geschäftsführer May Kothny scheint dieser optimistisch zu sein. „Die Hälfte der Drittligisten muss seine Liquidität in diesem coronageprägten Jahr noch nachweisen“, sagte Kothny gegenüber dem BR. „Bei uns ist es ähnlich ernst, aber wir sind in positiven Gesprächen und haben ja auch noch zwei Wochen Zeit, diese zu finalisieren.“

Kothny: „Es bleibt trotzdem eine Liquiditätslücke, die gilt es zu schließen“

Ein neuer Investor oder ein neues Konsortium wurde allerdings noch nicht gefunden. Am 1. Januar 2016 stieg Hasan Kivran bei Türkgücü München ein und führte dank großer finanzieller Unterstützung den Klub ab 2017 von der Landesliga bis in die 3. Liga. „Es gab schon Gespräche mit neuen Interessenten und es laufen auch weiterhin Gespräche. Aktuell ist aber noch alles offen“, sagte Kothny.

Doch für Türkgücüs Geschäftsführer spiegelt sich die aktuelle Situation nicht so dramatisch dar, wie es zuletzt in den Medien aufgezeigt wurde. „Es kommen ja Gelder rein, Sponsoren - und TV-Gelder. Es bleibt trotzdem eine Liquiditätslücke, die gilt es zu schließen“, so Kothny, der versicherte, dass man „den Spielbetrieb definitiv bis Saisonende fortführen könne.“

Tim Boere verließ den Aufsteiger in der Winterpause

Unterdessen bereitet sich die Mannschaft zusammen mit Trainer Alexander Schmidt auf den Jahresauftakt in der 3. Liga vor. Am Montag empfängt Türkgücü zu Hause Dynamo Dresden. Die Gehälter können weiter bezahlt werden und die neue Vermarktungsagentur kümmere sich um neue Sponsoren. „Ich habe ihr beim Trainingsauftakt mit auf den Weg gegeben: Ich kümmert euch ums Sportliche, ich und mein Team kümmern uns darum, dass es hier bestmöglich weitergeht“, so Kothny gegenüber dem BR weiter.

Einen Abgang musste der Aufsteiger in der Winterpause verzeichnen. Der im Sommer als Top-Transfer gefeierte Tom Boere verließ die Münchner und schloss sich dem Ligakonkurrenten SV Meppen an. Aktuell belegt Türkgücü den achten Tabellenplatz und will auch im neuen Jahr sportlich weiter für Furore in der 3. Liga sorgen.

ma

Kommentare