Drittligist hofft auf einen neuen Geldgeber

Nach Kivran-Beben: Nun äußert sich Türkgücü München zum Rückzug des Investors

Präsident Hasan Kivran.
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Präsident Hasan Kivran.

München - In einer Pressemitteilung äußert sich Türkgücü München zum Rückzug ihres Präsidenten und Investors Hasan Kivran. „Um den Fortbestand des Vereins zu sichern, gilt es nun einen oder mehrere Investoren zu finden, die Kivrans Anteile übernehmen möchten“, teilt der Drittligist mit.

Der Rückzug von Präsident und Investor Hasan Kivran bei Türkgücü München sorgt weiter für Aufsehen. Der Drittligist steht zum Jahresende vor eine ungewissen Zukunft, da Kivran seine 89 Prozent Anteile an der Türkgücü Fußball GmbH verkaufen will. Türkgücü bestätigte zuletzt das Aus ihres Investors. „Es gab schon Gespräche mit neuen Interessenten und es laufen auch weiterhin Gespräche. Aktuell ist aber noch alles offen“, sagte Geschäftsführer Max Kothny zuletzt.

Türkgücü zum Kivran-Aus: „Es gilt nun einen oder mehrere Investoren zu finden“

Über die genauen Hintergründe des Austritts von Kivran ist nichts bekannt. Der Präsident und Investor schweigt weiterhin. Nun gab Türkgücü München eine Pressemitteilung heraus, in der sich der Drittligist zur Thematik äußert:

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Hasan Kivran möchte sein finanzielles Engagement bei Türkgücü München beenden und seine Anteile an der GmbH verkaufen. 

Seit 2016 war Kivran als Präsident und Wegbereiter bei Türkgücü tätig und hat dem Klub eine Zukunft gegeben. In dieser Zeit schaffte der Münchner Verein den großen Schritt in den Profifußball und stieg in drei Spielzeiten von der Landesliga bis in die 3. Liga auf. Kivran hatte einen enormen Anteil an diesen Erfolgen, weshalb Türkgücü München ihm zu großem Dank verpflichtet ist.

Um den Fortbestand des Vereins zu sichern, gilt es nun einen oder mehrere Investoren zu finden, die Kivrans Anteile übernehmen möchten. Aufgrund des rapiden Aufstiegs von Türkgücü München ist es dem Klub zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich, ohne einen Geldgeber komplett auf eigenen Beinen zu stehen. 

Wir bitten Medien und Presse sowie auch unsere Fans um Geduld und Nachsicht in dieser Sache. Der Verein arbeitet rund um die Uhr und mit vereinten Kräften an einer finanziell und sportlich erfolgreichen Zukunft für Türkgücü München.“

BFV-Präsident Koch äußert sich zum Kivran-Aus - Kothny kämpft um die Zukunft des Vereins

Zuletzt äußerte sich auch BFV-Präsident Rainer Koch zum Rückzug von Hasan Kivran. „Der plötzliche und unangekündigte Rückzug von Hasan Kivran ist für mich einmal mehr ein Beispiel dafür, was passiert, wenn sich Fußballvereine einzelnen, vorrangig Kapitalinteressen verfolgenden Investoren ausliefern“, teilte Koch in einem Facebook-Beitrag mit und richtet einen Appell an alle anderen Vereine: „Fußballvereine dürfen nicht zum Spielzeug von Investoren werden!“

Unterdessen ist die Zukunft von Türkgücü, der erst in diesem Sommer zum ersten Mal in den Profifußball aufgestiegen ist, auf der Kippe. „Die Nachricht kam überraschend. Ich habe die letzten Tage gebraucht, um mir erst mal einen Überblick zu verschaffen“, sagte Kothny. „Es ist eine schwierige Zeit und wird eine große Herausforderung. Es gehört jetzt zu meinen Aufgaben, den Verein so gut es geht zu retten.“

ma

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