Am Mittwochabend

Türkgücü Trainer Dayat vor dem Derby gegen Haching: „Es wird ein großer Kampf“

Serdar Dayat wird neuer Cheftrainer von Türkgücü München. Sein Vertrag läuft bis zum Ende der laufenden Saison.
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Serdar Dayat wird neuer Cheftrainer von Türkgücü München. Sein Vertrag läuft bis zum Ende der laufenden Saison.

Am 33. Spieltag der 3. Liga ist Türkgücü München bei der SpVgg Unterhaching zu Gast. Trainer Serdar Dayat hat im Vorfeld der Begegnung einige Fragen beantwortet.

München - Am Mittwochabend (Anpfiff 19 Uhr) steht für Türkgücü München das nächste Derby auf dem Programm. Nach der 0:2-Niederlage gegen den TSV 1860 München ist der Aufsteiger beim Tabellenschlusslicht SpVgg Unterhaching zu Gast. beinschuss.de berichtet am Mittwochabend live vom Spiel.

Vor dem Auswärtsspiel beantwortete Serdar Dayat die Fragen einiger Pressevertreter:

Was für ein Spiel erwarten Sie gegen die SpVgg Unterhaching? 
„Unterhaching ist auf dem letzten Tabellenplatz, aber wir dürfen Sie nicht unterschätzen. Sie brauchen die Siege unbedingt, deshalb werden Sie alles geben. Es wird ein großer Kampf, wir müssen sehr diszipliniert und kompakt stehen und vorne unsere Chancen nutzen. Wir sind motiviert und wollen gegen Haching die drei Punkte einfahren.“
Nach dem Derby gegen 1860 sind die Giftpfeile zwischen Geschäftsführer Kothny und den Löwen hin- und hergeflogen. 1860-Trainer Michael Köllner wirft Ihrem Verein schlechte Umgangsformen vor und eine „katastrophale“ Umsetzung des Projekts Türkgücü. Was ist Ihre Erklärung für die teils wenig diplomatischen Äußerungen? (Und: Wollen Sie dazu abschließend noch was sagen?)
„Ich habe keine Erklärung für solche Äußerungen, da müssen Sie bei 1860 München nachfragen. Auf die Aussagen möchte ich auch nicht antworten. Ich würde niemals die Arbeit eines anderen Vereines in der Öffentlichkeit so kritisieren.“
Wären Sie bei dieser Vorgeschichte vielleicht sogar froh, wenn man sich nächste Saison erst mal nicht wiedersieht?
„Wir schauen jetzt erstmal nur auf uns. Wenn nächstes Jahr das Derby stattfindet, dann kann man sich dann damit beschäftigen.“
Sind Sie überrascht, dass 1860 als Derby-Gewinner jetzt noch nachtritt?
„Natürlich bin ich etwas überrascht. Wenn 1860 meint, noch Tage später so nachtreten zu müssen, ist das ihre Sache. Als Sieger ist das immer einfach. Vor drei Wochen nach unserem Sieg im Toto-Pokal habe ich von 1860 solche Aussagen nicht gehört. Für uns ist dieses Derby und 1860 aber schon lange abgehakt, wir konzentrieren uns seit Sonntag auf das Spiel gegen Unterhaching.“
Welchen Einfluss haben diese Unruhen (auch der Fall Berzel) auf die Mannschaft?
„Sie haben keinen Einfluss, wir konzentrieren uns wie gesagt auf unsere Arbeit. Zu Aaron Berzel habe ich mich oft genug geäußert. Wir haben in den vergangenen Spielen unserer aktuellen Innenverteidigung vertraut.“
Wie steht es um Sararer und Sliskovic? Wie steht es generell um das Personal? 
„Für Petar reicht es gegen Unterhaching noch nicht. Er ist zwar wieder im Training, aber es kommt zu früh für ihn. Auch bei Sercan sieht es nicht gut aus für das Spiel. Maxime Awoudja hat muskuläre Probleme im Oberschenkel, er ist fraglich. Atakan Akkaynak hat sich im Training einen Innenbandanriss im Knie zugezogen, er wird leider länger ausfallen.“
Wie 1860 wird auch Unterhaching bis in die Haarspitzen motiviert sein, um den Abstieg zu vermeiden. Für Türkgücü geht es dagegen um nichts mehr. Wie motivieren Sie ihr Team für den Schlussspurt? Zuletzt wirkte es ein bisschen so, als sei sie Luft raus angesichts des gesicherten Platzes im Tabellenmittelfeld?
„Wer sagt denn, dass es für uns um nichts mehr geht? Wir haben unser Saisonziel, das ist der einstellige Tabellenplatz. Dieses Ziel wollen wir unbedingt erreichen. Ich habe nicht das Gefühl, irgendeinen der Spieler für die restlichen sechs Saisonspiele motivieren zu müssen. Ich glaube auch nicht, dass die Luft raus ist, aber wir hatten zuletzt mit einigen Verletzungen zu kämpfen, die ständigen Umstellungen haben unserem Spiel nicht gutgetan.“
In der Drittliga-Derbytabelle liegt 1860 mit 13 Punkten auf Platz eins, dahinter folgt Ihr Verein mit fünf Punkten. Ist es ein Ziel, wenn schon nicht die Nummer zwei in München, so doch wenigstens die Nummer zwei unter den hiesigen Drittligisten zu werden bzw. bleiben?
„Darüber mache ich mir keine Gedanken. Danach wird in ein paar Monaten keiner mehr Fragen. Wichtig ist einfach, dass wir die Saison noch bestmöglich zu Ende spielen.“
Ihre Zukunft ist ja nach wie vor ungeklärt. Was spricht aus Ihrer Sicht für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit und welche Erklärung haben Sie für Ihren Punkteschnitt von 1,11 pro Spiel, der ja deutlich schlechter ist als jener Ihrer beiden Vorgänger (Alexander Schmidt 1,43, Andreas Pummer 3,0)?
„Es ist schwierig, dafür eine Erklärung zu finden. Wir trainieren gut und gehen immer mit einem positiven Gefühl in die Spiele. Leider waren wir häufig in der Anfangsphase sehr unkonzentriert, hinzu kamen die vielen Verletzungen, die in den vergangenen Wochen immer mehr wurden. Ich möchte die Saison gut zu Ende bringen und werde mit den Verantwortlichen über eine mögliche Zukunft sprechen.“

Pressemitteilung Türkgücü München

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