Team trat nur mit sieben Spielern an

Weil sie sich an Corona-Abstand hielten: Kreisklassist verliert 0:37!

Screenshot von Fußball.de des Spiels Ripdorf - Holdenstett
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Die Spieler der SG Ripdorf/Molzen II protestierten während des Spiels gegen die Austragung und bekamen eine heftige Packung.

Uelzen-Ripdorf - Eine Kuriosität ereignete sich am vergangenen Wochenende in Niedersachsen. Weil der SV Holdenstett II ein Kreisklassenspiel nicht verlegen wollte, protestierten die Spieler der SG Ripdorf/Molzen II während der Partie - und verloren 0:37!

Der Auslöser für die ganze Geschichte war laut az-online.de eine vorausgehende Partie des SV Holdenstett II, bei dem einige Spieler wohl in Kontakt zu einem Corona-Infizierten kamen. Die Ripdorfer fragten daraufhin - trotz durchgehend negativer Tests - eine Spielverlegung an, welche die Holdenstetter ausschlugen. Daraufhin protestierten die Gastgeber auf dem Platz: Sie traten nur mit sieben Spielern an und hielten über 90 Minuten den „Corona-Sicherheitsabstand" von 1,50 Metern.

„Es gab keine Grundlage, dieses Spiel nicht anzupfeifen“

Der SV Holdenstett nahm diese Einladung dann gerne an und erzielte - ohne Gegenwehr - ein Tor nach dem anderen. Beim 37:0-Endstand konnten einige Spieler ihr Torkonto aufstocken, allen voran Rick-Matthis Müller, welcher gleich acht Mal ins Tor traf.

Ripdorfs 2. Vorsitzender Patrick Ristow erklärte gegenüber az-online.de das Verhalten seiner Mannschaft: „Der Mannschaft ist die Vorsorge für sich und andere Menschen wichtiger als ein Fußballspiel.“ Bei den Gegnern hingegen hatte man wenig Verständnis für das Vorgehen: „„Es gab keine Grundlage, dieses Spiel nicht anzupfeifen.“

dg

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