Memmingen verzichtet auf Toto-Pokal-Halbfinale gegen die Löwen

Toto-Pokal Halbfinale: FC Memmingen erklärt Pokalverzicht!

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Memmingen/München - Am Freitag, 10.07, informierte der FC Memmingen und der TSV 1860 München den BFV darüber, dass der FC Memmingen aufgrund der für den Verein ungewissen Zukunft hinsichtlich einer Wiederaufnahme seines Spielbetriebs infolge der Corona-Pandemie auf die Austragung des Halbfinalspiels im Toto-Pokal-Halbfinale gegen die Löwen verzichtet. Nun erklärt der FC Memmingen in einer Pressemitteilung den Verzicht. 

Der FC Memmingen hatte den TSV 1860 München sehr frühzeitig in seine Überlegungen einbezogen und parallel dazu auch den BFV informiert. Der BFV zeigte daraufhin Verständnis für diese schwere Entscheidung, abrücken will der BFV von seinem eingeschlagenen Plan allerdings nicht.

Die Pressemitteilung des BFV über den Verzicht des FC Memmingen im Wortlaut:

„Wir respektieren und akzeptieren diese keinesfalls einfache Entscheidung des FC Memmingen in einer für uns alle sehr schwierigen Zeit. Natürlich war es unser Wunsch, dass wir den bayerischen Toto-Pokalsieger auf sportlichem Weg ermitteln. Auch wenn nun eines der beiden Halbfinalspiele nicht stattfinden kann, so halten wir an unserem Plan fest“, sagt der für den Spielbetrieb in Bayern verantwortliche BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher. 

Verbandsspielleiter Josef Janker ergänzt: „Nach der offiziellen Erklärung des Spielverzichts durch den FC Memmingen wird das Sportgericht Bayern des BFV nunmehr noch formal eine Spielwertung zu Gunsten des TSV 1860 München vorzunehmen haben“, betont Verbandsspielleiter Josef Janker.

Im zweiten Toto-Pokal-Halbfinale kommt es zur Auflage des rein unterfränkischen Vorjahresfinals zwischen Viktoria Aschaffenburg aus der Regionalliga Bayern und Titelverteidiger sowie Zweitliga-Aufsteiger FC Würzburger Kickers.

Für den Bayerischen Fußball-Verband ergibt sich für die Fortsetzung seines Toto-Pokalwettbewerbs die Sondersituation dahingehend, dass im Freistaat frühestens ab dem 1. September 2020 wieder Wettbewerbsspiele ausgetragen werden – und auch nur dann, wenn es die staatlichen Verfügungen zulassen. „Wir befinden uns mit den Halbfinalisten in einem engen Austausch hinsichtlich der terminlichen Umsetzung. Nach jetzigem Stand ist davon auszugehen, dass die noch zu absolvierenden Spiele gleich zu Beginn im September ausgetragen werden“, sagt Josef Janker.

Der Toto-Pokalsieger qualifiziert sich für die erste Hauptrunde im DFB-Pokalwettbewerb, die vom 11. bis 14. September 2020 ausgetragen wird. Der FC Würzburger Kickers hat sich als Zweitliga-Aufsteiger bereits qualifiziert. Für den Fall, dass sich die Rothosen im laufenden Toto-Pokal-Wettbewerb erneut den Titel sichern, würde der unterlegene Endspielteilnehmer das Hauptrunden-Ticket lösen."

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Pressemitteilung BFV

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Die Memminger, die eigentlich gegen die Münchner Löwen antreten sollten, erklären den für sie schwierigen Verzicht.

Die Pressemitteilung des FC Memmingen zum Verzicht im Wortlaut: 

Das noch ausstehende Halbfinale im Toto-Pokalwettbewerb des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) zwischen dem FC Memmingen und dem TSV 1860 München wird nicht ausgetragen. Angesichts der schwierigen und unklaren Situation wegen der Corona-Beschränkungen mit der weiteren Entwicklung haben sich beide Vereine darauf verständigt und dem BFV ihre Entscheidung mitgeteilt. 

Die „Löwen“ werden als Ersatz voraussichtlich im Sommer 2021 zu einem „Solidaritätsspiel“ in Memmingen antreten, dessen Einnahmen dann dem FCM zugutekommen. Hier gelten dann auch die gekauften Pokalkarten, wenn die Fans der insgesamt 3.500 bereits abgesetzten Tickets auf eine Rückerstattung verzichten. Für diejenigen, die ihr Geld dennoch wiederhaben wollen, wird es eine Rückabwicklung geben.

Der Verzicht auf das Pokal-Halbfinale fällt dem FCM-Vorsitzenden Armin Buchmann nicht leicht, aber es ist für ihn eine Entscheidung der Vernunft, angesichts der Unwägbarkeiten in Corona-Zeiten. Frühestens ab September kann in Bayern der Fußball unterhalb der Profiligen wieder rollen. In der Memminger Arena würde mit ziemlicher Sicherheit keine Austragung eines solchen Spieles mit einer größeren Zuschauerkulisse wegen der Beschränkungen und Auflagen möglich sein. 

Ein Ausweichen in die Löwen-Spielstätte kommt auch nicht in Frage, weil der FCM als Ausrichter die Miete und Organisation im Grünwalder Stadion in München organisatorisch und vor allem finanziell mit schultern müsste. „Unter diesen Gesichtspunkten ist es wirtschaftlich nicht darstellbar“, so Buchmann, der mit 1860-Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer nach sehr einvernehmlichen Gesprächen zu dieser Lösung gekommen ist.

Die nicht-sportliche Ermittlung des bayerischen Toto-Pokalsiegers, der bekanntlich an der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal teilnehmen darf, ist im Übrigen für den Bayerischen Fußball-Verband –im Gegensatz zu anderen Landesverbänden – keine Option. „In diesen Zeiten ist leider auch im Fußball nichts mehr normal“, hofft Buchmann auf eine gewisse Signalwirkung auf die Fans. 

Käufer von Pokalkarten werden mit einem attraktiven Freundschaftsspiel gegen 1860 voraussichtlich im nächsten Sommer entschädigt. Der FCM plant deshalb auch den Kartenvorverkauf wieder aufzunehmen, nur eben jetzt für das „Solidaritätsspiel“, mit dem nicht nur der Memminger Anhang den Verein unterstützen kann, aber im Gegensatz zu Aktionen mit fiktiven Spielen anderer Klubs, auch eine echte Gegenleistung erhalten wird.

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Pressemitteilung FC Memmingen



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