In einem Freundschaftsspiel in Mönchengladbach

„Wir sind schockiert“: Jugendlicher (15) stirbt nach einem Kopfballduell

Ein Fußballtor hebt sich auf dem Sportplatz vor dem wolkenlosem Himmel ab.
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Fußballtor (Symbolbild)

Mönchengladbach - Fassungslosigkeit beim SV Rot-Weiß Hockstein. Nach einem Kopfballduell in einem Testspiel prallten zwei Jugendspieler zusammen. Wenige Tage später verstirbt ein 15-Jähriger an den Folgen seiner Verletzungen. „Wir sind schockiert, sprachlos und traurig“, teilt der Verein mit.

Große Trauer herrscht beim SV Rot-Weiß Hockstein, einem Kreisligisten aus Mönchengladbach. Bei einem U17-Freundschaftsspiel kam es zu einem fatalen Zwischenfall, der einem 15-jährigen Nachwuchsspieler das Leben kostete. „Wir sind schockiert, sprachlos und traurig! Da wird der Fußball zur Nebensache“, schreibt der SV auf seiner Facebook-Seite. „Uns macht sein Tod total fassungslos und unsere Gedanken sind bei der Familie.

Beim Testspiel gegen die Sportfreunden Neersbroich prallten während eines Luftzweikampfes um den Ball zwei Spieler mit ihren Köpfen zusammen. Beide konnten von alleine wieder aufstehen, der Jugendspieler des SV Rot-Weiß Hockstein ließ sich in der Folge aufgrund von leichten Kopfschmerzen ausgewechseln. Zunächst gab es keine Anzeichen auf eine schwere äußerliche Verletzung.

„Das beschäftigt nicht nur die Spieler und Eltern, die das am Platz miterlebt haben“

Doch nach seiner Auswechslung klagte der Teenager über starke Schmerzen und brach kurz darauf zusammen. Sofort wurde noch vor Ort erste Hilfe geleistet. Die Rettungskräfte entschieden schließlich, den 15-Jährigen mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus zu fliegen. Dort wurde er operiert, doch die Ärzten konnten nichts mehr für ihn tun. Wenige Tage nach dem tragischen Zwischenfall verstarb der jungen Mann im Krankenhaus an den Folgen seiner Verletzungen am Kopf.

Im Verein herrscht großer Bestürzung: „Jeder ist fassungslos, dass eine derartige Szene einen solch tragischen Verlauf genommen hat. Das beschäftigt nicht nur die Spieler und Eltern, die das am Platz miterlebt haben“, sagte der Vorstand des Rot-Weiß Hockstein gegenüber rp-online.de.

„Wir fangen die Jungs bestmöglich auf“

Der Verein bietet zwar Training an, die Spieler können aber freiwillig entscheiden, ob sie trainieren wollen oder nicht. „Wir fangen die Jungs bestmöglich auf. Und auch der Spielbetrieb soll und muss weitergehen. Aber natürlich geht jeder anders mit dieser schwierigen Situation um“, teilt der Verein weiter mit.

ma



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