Rummenigge bei PK in Höchstform *Voting*

Nach Sticheleien gegen Dortmund: Wer ist der beste Deutsche Innenverteidiger?

+
  • schließen

München - Bei der Vorstellung von Lucas Hernandez lief Karl-Heinz Rummenigge zur Höchstform auf. Er reagierte auf die Kritik des Beraters von Neuer, kündigt weitere Einkäufe an und stichelte gegen Dortmund.

Seit Montagnachmittag rollt an der Säbener Straße wieder der Ball. Neben der offiziellen Vorstellung von Luca Hernandez wollte vor allem Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge noch einiges loswerden. Der Pressesaal der Münchner Allianz Arena war prall gefüllt, als der neue Hoffnungsträger Hernandez und Rummenigge Platz nahmen. 

Die bisher überschaubaren Transferaktivitäten bestimmten den Großteil der Pressekonferenz, bei der Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge vor allem eines tun musste - beschwichtigen. "Wir sind noch nicht am Ende", versicherte der Vorstandsvorsitzende. Man sei "grundsätzlich bereit", nach Hernández und dessen Landsmann und Weltmeisterkollegen Benjamin Pavard (35 Mio Euro) vom VfB Stuttgart weitere "Topspieler" zu holen. "Wir arbeiten mit Hochdampf an dem Transfermarkt", erklärte Rummenigge.

Das Zauberwort Geduld

Auch bei Nationalspieler Leroy Sané von Manchester City sei man am Ball. "Wir sind bereit!" Die Bayern-Führung erwartet nach dem Urlaub des Außenangreifers zeitnah ein Signal über dessen Zukunftsplanung. "Wir müssen abwarten, ob sich in der Richtung etwas bewegt."

Rummenigge verwies mehrfach auf die erst Anfang September endende Transferfrist. Man habe schon häufiger große Transfers erst spät im Sommer realisiert, etwa bei den Verpflichtungen der Topspieler Mark van Bommel, Arjen Robben, Javi Martínez oder auch Xabi Alonso.

"Es muss ein Dominostein fallen"

Im globalen Markt müssen die Münchner abwarten, was noch größere Vereine mit noch mehr Geld tun. "Es muss ein Dominostein fallen. Auf den wartet man in Fußball-Europa. Wenn es den gibt, dann werden viele Transfers folgen", glaubt Rummenigge. Beim "Domino-Effekt" könnte auch der FC Bayern zum Zuge kommen, aber zu veränderten Preisen.

"Wir sprechen bei dreistelligen Millionenbeträgen fast schon von Normalität", bemerkte Rummenigge. Den Fans - über 1000 kamen zum ersten Training - versprach er: "Wir werden eine Mannschaft haben, die in allen drei Wettbewerben sehr wettbewerbsfähig antreten wird."

Die Münchner Bosse halten nach einer internen Situationsanalyse vor allem eine quantitative Anpassung des Kaders für notwendig - plus eine Qualitätssteigerung auf der offensiven Außenbahn. In der Abwehr sieht Rummenigge den Kader dagegen "top aufgestellt" mit Hernández und Pavard sowie Niklas Süle in einer möglichen Dreierkette und Joshua Kimmich sowie David Alaba als offensiven Außenverteidigern.

Süle für Rummenigge der Beste

Rummenigge garnierte seine Einschätzung mit einer Stichelei in Richtung Borussia Dortmund, das Mats Hummels zurückgeholt hat. "Ich habe gelesen, der beste deutsche Innenverteidiger würde nicht mehr beim FC Bayern spielen. Ich bin der Meinung, der beste deutsche Innenverteidiger spielt bei Bayern München und im übrigen auch in der Nationalmannschaft dort." Gemeint war damit natürlich Süle.

Bei Rummenigges Aufzählung der Abwehrkräfte kam Jérôme Boateng gar nicht mehr vor. "Der Trainer plant primär mit Niklas, Lucas und Benjamin", bemerkte Rummenigge. Darum ging schon Hummels, darum ist auch Boateng ein Wechselanwärter. Dass der Weltmeister von 2014 den Verein vorzeitig verlasse, sei aber "nicht klar", sagte Rummenigge. Fest stehe nur: "Es wird uns kein Stammspieler mehr verlassen."

Sowohl Hummels als auch Boanteng wurden im Frühjahr aus dem Kader der Nationalmannschaft gestrichen. 

Wer ist für Sie der beste Deutsche Innenverteidiger?

Zurück zur Übersicht: Magazin

Kommentare