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Nach langer Verletzung: Voglsammer feiert Bundesliga-Debüt für Bielefeld

Andreas Voglsammer von Arminia Bielefeld.
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Steht kurz vor seinem Comeback bei Arminia Bielefeld: Stürmer Andreas Voglsammer.

Bielefeld - Aufgrund eines Haarriss im Mittelfuß, den sich Andreas Voglsammer in der Sommer-Vorbereitung zuzog, war der gebürtige Rosenheimer lange verletzt. Gegen Bayer 04 Leverkusen feierte der Stürmer nun sein Comeback für Arminia Bielefeld und sein Debüt in der Bundesliga.

Update, Montag (23. November), 15.50 Uhr:

Arminia Bielefeld verlor das Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen am Samstag durch ein spätes Gegentor mit 1:2. Doch es gab einen Grund zu Freude: Andreas Voglsammer feierte sein Comeback für den Aufsteiger. Im August zog sich der gebürtige Rosenheimer einen Haarriss im Mittelfuß zu.

In der 89. Minute war es dann soweit. Voglsammer kam für Hartel ins Spiel und stand damit erstmal in einem Bundesliga-Spiel auf dem Rasen. Zwar warf Bielefeld mit dem frischen Stürmer nochmal alles nach vorne, aber es blieb bei der knappen Heimniederlage. Doch die Rückkehr des 28-Jährigen schnürt Hoffnungen, dass das Offensivspiel der Arminia wieder an Fahrt aufnimmt.

Erstmeldung

Mit zwölf Toren und fünf Vorlagen war Andreas Voglsammer einer der Aufstiegshelden bei Arminia Bielefeld. Doch in der Vorbereitung auf die Bundesliga-Saison zog sich der gebürtige Rosenheimer in einem Vorbereitungsspiel gegen Preußen Eskelkamp Anfang August einen Haarriss im Mittelfuß zu.

Bielefelds Trainer Neuhaus: „Es geht nicht von heute auf morgen“

„Der erste Moment und die Diagnose waren schon ein Schock, anschließend aber hat das positive Denken alles überstrahlt“, sagte Voglsammer zuletzt gegenüber dem Kicker. Nach über 13 Wochen erhielt der 28-Jährige Anfang November von den Ärzten die Trainingsfreigabe. Seitdem befindet sich der Stürmer wieder im Mannschaftstraining und steht vor seinem Debüt im deutschen Oberhaus.

Eigentlich hätte Voglsammer, der in der Jugend beim TSV Haag und dem TSV 1860 Rosenheim spielte, am vergangenen Donnerstag zum ersten Mal wieder auf dem Platz stehen sollen. Doch das Testspiel gegen Eintracht Braunschweig musste kurzfristig abgesagt werden, sodass der Stürmer keine Spielpraxis sammeln konnte. Der 28-Jährige soll Schritt für Schritt über Kurzeinsätze wieder an die Startelf herangeführt werden. „Es geht nicht von heute auf morgen“, sagte Bielefelds Coach Uwe Neuhaus. Arminia sehnt sich nach der Rückkehr des Rosenheimers, denn der Aufsteiger erzielte erst vier Tore in dieser Spielzeit.

Voglsammer verbrachte die Reha in Edling: „Ziel war es, so früh wie möglich wieder dabei zu sein“

„Es geht alles, ich kann alles mitmachen. Ich kann in die Zweikämpfe gehen - mit Auge, aber nicht mit Respekt oder Vorsicht. Ich fühle mich gut und komplett beschwerdefrei“, sagt Voglsammer. „Ziel war es von Anfang an, so früh wie möglich wieder dabei zu sein. Aber ohne Risiko. Es gibt schließlich prominente Beispiele von Spielern, die mit ähnlichen Verletzungen zu schnell wieder zurück auf den Platz wollten.“

Die Reha verbrachte der gebürtige Rosenheimer in seiner Heimat und war dort im Therapiezentrum Hans Friedl in Edling. „Er war quasi mein täglicher Begleiter und musste mich, ehrlich gesagt, auch das eine oder andere Mal ein bisschen bremsen“, gibt Voglsammer zu.

Ob der Hoffnungsschimmer für die Offensive die Armina bereits am kommenden Samstag gegen Leverkusen sein Comeback feiern wird, wird spannend zu beobachten sein. Voglsammer: „Jetzt bin ich bald zwei Wochen im Mannschaftstraining, zum Leverkusen-Spiel werden es drei sein. Was dann passiert und ob und wie ich dann eine Rolle spiele, ist die Entscheidung des Trainers, mit dem ich sicherlich darüber sprechen werde.“

Die Karriere von gebürtigen Rosenheimers Andreas Voglsammer

Andreas Voglsammer startete seine Fußballkarriere beim TSV Haag. Danach ging es über den TSV Dorfen in die Jugendabteilung des TSV 1860 Rosenheim. 2007 ging es für den Stürmer dann in das Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern München. Nach drei Jahren zog es den gebürtigen Rosenheimer in die U19 zum Karlsruher SC. Im Jahr 2010 gelang dem damals 18-Jährigen beim KSC sein Debüt in der 2. Liga gegen Bochum.

Nur ein Jahr später ging es für ihn dennoch zurück zum TSV 1860 Rosenheim. Nach dem Aufstieg mit den 60ern in die Regionalliga Bayern lief Voglsammer ein Jahr später für die SpVgg Unterhaching auf und dort gelang ihm der Durchbruch. Nach 98 Spielen (23 Tore, 15 Vorlagen) wechselte er im Winter 2015 zum 1. FC Heidenheim. Dort kam er auf 25 Einsätze, blieb aber ohne eigenen Torerfolg. 2016 ging es für den Rosenheimer weiter zu Arminia Bielefeld, wo ihm im Sommer 2020 der Aufstieg in 1. Bundesliga gelang.

Bislang absolvierte Voglsammer 163 Zweiligaspiele, 95 Spiele in der 3. Liga und kommt auf elf Einsätze im DFB-Pokal. Zudem bestritt er fünf Spiele in den deutschen U-Nationalmannschaften.

An dieser Stelle nehmen wir Woche für Woche einen anderen Profi aus unserer Region unter die Lupe und schauen, wie es bei ihm derzeit bei seinem jeweiligen Verein läuft.

ma

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