Nachholspiel mit besonderem Charakter

Sportbund will Hinrunde mit Sieg abschließen

Die Halbzeitbilanz der Rosenheimer ist durchwachsen. Das vorige Woche ausgehändigte Zwischenzeugnis enthält den Vermerk „abstiegsgefährdet“. Mit 19 Zählern hält sich der SBR weiterhin in einer heiklen Tabellenregion auf. Verläuft die Rückrunde ähnlich holprig, müssen die Güttler-Mannen wahrscheinlich bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt zittern.

Eine Frage der Einstellung

„Ich mache das jetzt seit eineinhalb Jahren hier, letztendlich bringen wir uns immer wieder selbst unter Druck,“ so SBR-Coach Günter Güttler nach der Niederlage gegen Kötzting am vergangenen Wochenende. Am Mittwochabend findet im Josef-März-Stadion das Nachholspiel gegen den BCF Wolfratshausen statt. Aufgrund der erneuten Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten, steht dem SBR wieder einmal ein 6-Punkte-Spiel bevor. Das Hauptproblem der Rosenheimer ist nach Ansicht des Trainers die fehlende Konstanz seiner Mannschaft. Qualität ist ausreichend vorhanden, das hat der Sportbund bereits unter Beweis gestellt. Um dem Abstiegskampf aus dem Weg zu gehen, muss diese Qualität aber auch konstant abgerufen werden. Das ist bisher nicht der Fall gewesen, positiven Ergebnissen folgten in dieser Spielzeit zumeist Niederlagen. Der Tabellenstand ist bekannt und die Situation somit weiter brenzlig. “Es ist alles eine Frage der Einstellung und vor allem auch eine Kopfsache“, so Güttler weiter. 

Wolfratshausen voll im Soll

Mit 25 Zählern steht der BCF Wolfratshausen aktuell auf dem guten 9. Tabellenplatz und hat, entgegen aller Erwartungen zu Saisonbeginn, derzeit nichts mit dem Abstiegskampf zu tun. Die Leitl-Elf kann mit dem bisherigen Saisonverlauf somit sehr zufrieden sein. Trotz der guten Ergebnisse zuletzt, kann der SBR das nicht von sich behaupten. Die Güttler-Mannen müssen im Nachholspiel unbedingt punkten und das am besten dreifach. Mit einem Sieg könnten die Rosenheimer erstmals in dieser Saison die Abstiegsränge verlassen und bis auf Tabellenplatz 10 vorrücken. Gleich sechs Mannschaften würde man im Falle eines Dreiers hinter sich lassen. Das sollte für zusätzliche Motivation sorgen und Ansporn genug sein, um als Sieger vom Platz zu gehen.

SBR will seine Bilanz aufbessern

Die Bilanz spricht jedoch ganz klar für die Gäste aus Wolfratshausen. Achtmal trafen beide Teams in der Landesliga Süd und viermal in der Bayernliga Süd aufeinander. In der Landesliga gab es fünf Siege für Wolfratshausen, zwei SBR-Erfolge und ein Unentschieden. In der Bayernliga gewann der BCF bislang zweimal, die restlichen Begegnungen endeten unentschieden. Mit Reiner Leitl steht kein Unbekannter an der Seitenlinie der Farcheter. Als Spieler war der Mittelfeldstratege einer der herausragenden Kicker unterhalb der Bundesliga. Leitl stand unter anderem bei der SpVgg Unterhaching und dem TSV 1860 München unter Vertrag. Bisherige Trainerstationen des 54-Jährigen waren der 1. FC Miesbach und der TSV Eching - von dort wechselte er auch im Sommer 2013 nach Wolfratshausen.

Wir dürfen gespannt sein, welches seiner beiden Gesichter der Sportbund am morgigen Mittwoch an den Tag legt. Ein Aufwärtstrend war zuletzt erkennbar, nun heißt es diesen zu bestätigen und dadurch für einen versöhnlichen Vorrundenabschluss zu sorgen. Anpfiff ist um 19:30 Uhr im Josef-März-Stadion!

 

Zurück zur Übersicht: Magazin

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare