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Training beim DJK Nußdorf unter Corona-Bedingungen

Gar kein Fußball ist auch keine Lösung

Die Nachwuchs-Kickerinnen der DJK Nußdorf machen ihre Übungen auf dem Sportgelände in Nußdorf in abgeteilten Feldern in Fünfergruppen.
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Die Nachwuchs-Kickerinnen der DJK Nußdorf machen ihre Übungen auf dem Sportgelände in Nußdorf in abgeteilten Feldern in Fünfergruppen - und sind heilfroh darüber.

Nußdorf - Die Pandemie hat den Amateurfußball seit einem Jahr nahezu lahmgelegt. Darunter leiden vor allem die fußballbegeisterten Kinder und Jugendlichen.

Gar kein Fußball ist auch keine Lösung, dachten sich die Jugendtrainer der DJK Nußdorf und tüftelten ein Konzept aus, wie es funktionieren könnte, den rund 25 jungen Kickerinnen der „U 13“ des Vereins wieder regelmäßiges Fußballtraining zu ermöglichen. Der Rasenplatz auf dem Sportgelände in Nußdorf bietet wieder einen - inzwischen ungewohnten - Anblick. In 4-5 abgetrennten Feldern bewegen sich je fünf Kinder: Manche passen sich den Ball in Staffelform zu, nebenan markieren bunte Hütchen einen Dribbelparcours. Weiter hinten spielen sie zwei gegen zwei mit Torabschluss; den können die Verteidiger nur durch geschicktes Stellungsspiel unterbinden – den Gegner berühren ist derzeit nicht erlaubt: Fußballtraining unter Corona-Bedingungen.

Ständig geänderte Regeln durch die Regierung waren das Hauptproblem 

Seit zwei Wochen rollt der Ball wieder am Sportplatz. Zuvor hatten sich Jugendtrainer Markus Putze, Jugendleiter Stefan Zimmermann, Abteilungsleiter Josef Kaiser sowie Vorstand Franz Aigner die Köpfe zerbrochen, wie sich ein Training trotz der Einschränkungen realisieren ließe. „Das größte Problem war, dass sich die Regeln ständig geändert haben“, sagt Putze. Seit dem letzten Spiel im Oktober waren fast fünf Monate Pause, weil alle Hallenturniere gestrichen worden waren. „Aber wir wollten im Verein etwas für die Kinder machen.“

Jugendtrainer Putze: „Wir wollten im Verein etwas für die Kinder machen.“

„Das Ziel war, dass jedes Kind einmal in der Woche trainieren kann“, sagt Putze. Deshalb sei die Anzahl der Trainer mehr als verdoppelt worden - bis zu 5 statt 1-2. Das hat funktioniert. Seit vergangener Woche bekommt jedes Kind wieder zwei Trainingseinheiten pro Woche, weil mit fünf Spielern in einer Gruppe trainiert werden kann. Allerdings müssen sich die Kinder derzeit zum Training anmelden - und umgezogen zum Platz kommen - damit ein Corona-konformer Ablauf gewährleistet ist. „Wir haben die Eltern bei den Überlegungen von Anfang an abgeholt“, erläutert Putze. Dann wurden die Trainer ins Boot geholt. Denn mit der Bundesnotbremse kam auch die Testpflicht für die Trainer, die zu jeder Einheit einen negativen Corona-Test, nicht älter als 24 Stunden, vorlegen müssen. Schön war es für die Verantwortlichen zu sehen wie froh und dankbar sich die Eltern zeigten, dass ihre Kinder wieder ins Training dürfen.

Weil nicht jeder die Möglichkeit hat, sich daheim selbst zu testen oder passend zum Training eine der öffentlichen Stellen aufzusuchen, wurde kurzerhand die Parkbank vorm Gerätehütterl zu einer Teststation umfunktioniert. Dort kann jeder Übungsleiter vor Trainingsbeginn einen Selbsttest machen. Das Betreten des Vereinsheims (Duschen und Kabinen sind gesperrt) sowie der Toiletten ist nur mit Mund-Nase-Schutz erlaubt.

Den Trainern sei es freigestellt, ob sie trainieren wollen. „Es wird keiner gezwungen, und wir sind niemandem böse, der nicht trainiert“, betont der Abteilungsleiter Kaiser. Manchen ist es schlichtweg zu viel, zwei Mal in der Woche einen Test zu machen. „Für die Trainer bedeutet das derzeitige Konzept einen erheblichen Mehraufwand“, weiß Kaiser. Sie müssen mehr planen, für die inhaltliche Gestaltung seiner Übungseinheiten ist jeder selbst verantwortlich. „Aber die Kinder profitieren von den kleinen Gruppen. Du kannst dich individuell auf jeden besser einstellen“, hebt der Abteilungsleiter einen positiven Aspekt des Corona-Trainings hervor.

Im Argen liege derzeit nur, „dass die Großen nichts machen können“, meint Kaiser. Dabei schwingt die Sorge mit, dass die fußballlose Zeit bei dem einen oder anderen Teenager womöglich andere Interessen wecken könne.

Pressemitteilung DJK Nußdorf

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