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973 Spiele wurden untersucht

Neue Studie: Das sind die häufigsten Gründe für Spielabbrüche im Amateurfußball

Schiedsrichter zeigt rote Karte.
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Rote Karte Fußball (Symbolbild)

Welche Gründe führen im Amateurfußball in Deutschland zu einem Spielabbruch und wann finden diese am häufigsten statt? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine Studie, die vom DFB in Auftrag gegeben wurde. Erste Ergebnisse wurden bereits präsentiert.

Frankfurt - Eine Studie im Auftrag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat sich zuletzt mit allen gewaltbedingten Spielabbrüchen der Spielzeiten 2018/2019 und 2019/2020 beschäftigt und diese genauer untersucht. Erste Ergebnisse wurden jetzt präsentiert.

Eine vermeintliche Fehlentscheidung führte häufig zu einem Spielabbruch

In der Saison 2018/19 wurden demnach von 1.497.385 Spiele 719 gewaltbedingt abgebrochen. In der Saison 2019/20 fanden wegen der Corona-Pandemie nur 852.591 Partien statt, ihr wurden 266 Spiele vorzeitig abgepfiffen. Damit waren es 973 Spiele, die in der Studie untersucht wurden, aus den beiden Jahren betrug demnach die Abbruchquote nur 0.041 Prozent. Basis waren die vorliegenden Urteile der Sportgerichte.

Mit Blick auf die Ursachen für einen gewaltbedingten Abbruch stellte sich heraus, dass in 29.8 Prozent der Fälle eine vermeintliche Fehlentscheidung die meisten Konflikte hervorrief. Auch der Streit über einen vermeintlich zu hart geführten Zweikampf führt häufig zu einer Eskalation (26.1 Prozent). In nur 4.7 Prozent der Fälle entstand ein Spielabbruch aus einem interkulturellen Konflikt und in 4.2 Prozent der Fälle durch einen Zuschauer.

Im Spätherbst finden am häufigsten Spielabbrüche statt

Auch der Zeitpunkt des Spielabbruchs wurde untersucht. Dabei wurden Partien am häufigsten in den letzten drei Minuten vor der Halbzeit abgebrochen. Zudem werden im Spätherbst die meisten Spiele abgebrochen und in 38.4 Prozent sah der Schiedsrichter eine Gefahr für sich selbst.

„Um zu verstehen, worüber wir bei den schlimmsten Fällen reden, muss man auch die sprachliche Gewalt benennen“, sagt Dr. Thaya Vester, die die Studie durchgeführt hat. In den Akten findet man übelste Beleidigungen, rassistische und misogyne Diskriminierungen und auch Morddrohungen. „Mir fehlt bisweilen das klare Durchgreifen“, sagt Dr. Vester. „Nur wenige Landesverbände ahnden Vergehen mit weitergehenden Auflagen wie Platzaufsicht oder Vereinssperre.“ Sie empfiehlt deshalb künftig Nachbesserungen in diesem Bereich. 

ma

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