"Neuer Besen", alte Probleme- 1860 unter gehörigem Druck

+

Nach der "Veränderung" auf der Trainerposition steht für den alleinigen Verantwortliche Patrik Peltram die erste Bewährungsprobe an. Wird dabei das Gastspiel in Landsberg zur ersehnten Wende?

"Neue Besen" sollen ja bekanntlich ganz gut kehren. So auch beim TSV 1860 Rosenheim? Am Montag hat der Verein die Trennung von Teamchef Thomas Siegmund bekanntgegeben (siehe hier). Nun hat also Patrik Peltram die alleinige Verantwortung für die abstiegsgefährdeten Sechziger und wird schon am Mittwochabend zur erste Feuertaufe geladen.

Die Innstädter gastieren beim TSV 1882 Landsberg und stehen dabei unter gehörigem Druck. Die Uhren beim TSV stehen längst schon auf der gefürchteten Zeit von 5 vor 12. Nach der neuerlichen Niederlage im Heimspiel gegen den TSV 1865 Dachau beträgt der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz bereits sieben Punkte.

Vielschichtige Gründe für den Misserfolg

Die Innstädter kommen aus der Abwärtsspirale einfach nicht raus. Auch wenn die Mannschaft eine ansprechende Leistung zeigt, wie über weite Strecken gegen Dachau, der lang ersehnte Befreiungsschlag will einfach nicht gelingen.

Die Gründe dafür sind vielschichtig. Zum einen sind die Sechziger nicht gerade vom Glück geküsst. Gegen Dachau beispielsweise traf Denis Knezevic nach wenigen Minuten nur den Pfosten, vielleicht hätte ein Torerfolg in dieser Situation dem Spiel eine andere Richtung verpasst.

Auch würde dem gesamten Team nicht nur aus physischer Sicht eine Pause gut zu Gesicht stehen. 1860 eilt von einer englischen Woche zur nächsten, in Anbetracht der sehr kurzen Vorbereitungszeit fällt das natürlich zusätzlich ins Gewicht.

Landsberg ist verwundbar

Von Selbstvertrauen ist rund um das Jahnstadion keine Spur. Gerät die Mannschaft in Rückstand, kann sie sich davon nicht erholen.

Es fehlen zudem echte Führungsspieler, die in solch schwierigen Phasen die Mannschaft mitnehmen und psychologische Ausrufeziechen setzen können. Das Team ist überdurchschnittlich jung, Routiniers aus der Vorsaison wie Robert Mayer (Karriereende), Michael Kokocinski (1860 München) oder Danijel Majdancevic (SV heimstetten) fehlen an allen Ecken und Enden.

Die Probleme sind bei den Verantwortlichen bekannt, entgegensteuern können sie der defizitären Lage bislang nicht. Gegen Landsberg (Mittwoch, 17:45 Uhr in Landsberg) soll nun also mit Peltram in alleiniger Verantwortung der erste Schritt in die richtige Richtung getan werden, nach den vielen Rückschlägen der vergangenen Wochen erscheint dies aber unrealistisch.

Dass Landsberg vor heimischem Publikum aber verwundaber ist, zeigt ein Blick auf die Tabelle. Zwei Heimsiegen und einem Remis stehen drei Niederlagen vor eigenem Pubklikum zu Buche, chancenlos ist 1860 also nicht.

 

Zurück zur Übersicht: Magazin

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare