Nichts zu verlieren - "5.000 Zuschauer können auch zur Belastung werden"

Der TSV 1860 Rosenheim fährt mit schlechter Ausgangslage in die "Hölle" von Schweinfurt. Dennoch herrscht bei den Verantwortlichen Zuversicht.

Der TSV 1860 Rosenheim fährt zwar mit schlechter Ausgangslage in die "Hölle" von Schweinfurt. Dennoch herrscht bei den Verantwortlichen Zuversicht.

Denn die Innstädter haben das Hinspiel nur mit 0:1 verloren und gehen mit einen klaren Auftrag in das letzte Relegationsspiel des Jahres: Gewinnen!

Ein Sieg mit mindestens zwei Toren würde für den TSV den Klassenerhalt bedeuten, bei einem 1:0 ginge es in die Verlängerung.

Rosenheim gar mit psychologischem Vorteil?

"Das Taktieren hat nun ein Ende. Wir müssen in Schweinfurt gewinnen, das ist Fakt. Aber warum soll uns dies nicht gelingen? Wir haben außer in Hof auswärts immer mindestens ein Tor erzielt, das stimmt mich zuversichtlich", sagte Teamchef Thomas Siegmund gegenüber beinschuss.de.

Dass im Schweinfurter Willy-Sachs-Stadion knapp 5.000 Zuschauer warten, sieht Siegmund nicht unbedingt als Nachteil. "Wir haben nichts zu verlieren, Schweinfurt ist der Favorit. Sollte uns ein frühes Tor gelingen, kann der Druck der Massen für Schweinfurt auch ganz schnell zur Belastung werden", führte der 49-Jährige fort.

Dabei spricht der Schwabe einen interessanten Punkt an. Denn die Unterfranken, die noch vor wenigen Wochen wie ein sicherer Direktabsteiger aussahen, sind plötzlich in der Favoritenrolle und müssen mit der entsprechend hohen psychologischen Belastung leben.

Kococinski und Kunze mit klarem Signal

Die Vermutung, dass der TSV einen mentalen Knacks angesichts der Ereignisse der letzten Wochen haben könnte, dementiert Patrik Peltram. "Die Jungs werden wieder alles in die Waagschale werfen und sind weiter fokussiert", betonte der Trainer mit Nachdruck.

Aus personeller Sicht gibt es gute Nachrichten. Moustapha Salifou steht dem Trainergespann nach auskurierter Verletzung wieder zur Verfügung, Kapitän Thomas Kokocinski und Charly Kunze haben ihren Urlaub um einen Tag verschoben und sind gegen den FC dabei.

Auch wenn die Ausgangslage günstiger sein könnte, 1860 hat den Klassenerhalt noch immer selbst in der Hand. Und sollte das Glück endlich einmal wieder auf Rosenheimer Seite sein und die Mannschaft ihre Leistung abrufen, steht dem Wunder von Schweinfurt nichts im Wege.

Beinschuss ist hautnah dabei

Beinschuss.de wird den TSV nach Schweinfurt begleiten und Euch neben dem Spielbericht auch Eindrücke aus dem Mannschaftsbus und von einer möglichen Nicht-Abstiegs-Party liefern.

1860 schaltet Fanbusse nach Schweinfurt. Wer noch kurzfristig mitfahren will, kann sich über die Facebook-Seite des TSV 1860 anmelden.

 

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