Enttäuschung in Oberaudorf vor Abschiedsspiel des Fußballprofis

Hat Bastian Schweinsteiger seinen Heimatverein vergessen?

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Bastian Schweinsteiger verabschiedet sich.
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Oberaudorf - Am Dienstagabend wird Bastian Schweinsteiger in seinem Abschiedsspiel gefeiert. In seiner Heimat Oberaudorf ist man stolz auf ihn, aber auch enttäuscht.

Am Dienstagabend gibt es ein Abschiedsspiel für Bastian Schweinsteiger. Der FC Bayern München verabschiedet den 34-Jährigen mit einem Spiel gegen seinen derzeitigen Verein Chicago Fire. Ob in seinem Heimatort Oberaudorf viele das Spiel anschauen werden, ist offen. Denn dort scheint der Profifußballer mit gemischten Gefühlen bedacht zu werden, wie der Bayerische Rundfunk berichtet.

Oft blicken lasse er sich nicht in der 5.000 Einwohner zählenden Gemeinde, obwohl seine Eltern dort noch immer wohnen, lautet der Tenor. Enttäuschung zeigt sich an vielen Stellen.

Angefangen hat alles vor knapp dreißig Jahren einst beim FV Oberaudorf. "Er kommt leider nicht vorbei, was wir alle sehr schade finden, weil wir sind sehr stolz auf ihn, auf das, was er geleistet hat. Das finde ich eigentlich traurig, dass er wenig für seine Heimat übrig hat", sagt zum Beispiel Florian Haidacher, der den Fußballprofi nur vom Sehen kennt, gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

Schweinsteiger nie zu Besuch beim FV Oberaudorf?

"Ich will jetzt nicht allzu viel sagen. Es wäre erfreulich, wenn er mal vorbeikommen könnte. Sein Vater - also seine Familie - wohnt 500 Meter weg von hier. Die hat er häufiger besucht und da wäre es schön gewesen, wenn er hin und wieder vorbeigekommen wäre, wenn die Kinder hier trainiert haben. Aber das hat er leider nicht gemacht", wird Alois Holzmaier, Vorstand des FV Oberaudorf, vom Bayerischen Rundfunk zitiert.

Ihm ist Bastian Schweinsteiger bereits als Bub aufgefallen. Zwar ist damals noch nicht abzusehen gewesen, dass er mal so ein begnadeter Fußballer wird, aber er hat bereits damals anders gespielt als andere Kinder - Effektiv und mit Überblick.

Was die Oberaudorfer Fußballkinder von ihm halten, zeige ein Blick auf die Trikots, die sie beim Training tragen, sagt Alois Holzmaier gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Der Name Schweinsteiger sei da auf keinem Rücken zu lesen. Was der Fußballer zu den Meinungen in seinem Heimatort sagt, ist offen.

Rührende Worte von Lukas Podolski

Unterdessen hat Lukas Podolski seinem langjährigen Fußball-Spezi zu dessen Abschiedsspiel in München einen emotionalen Brief geschrieben. "Als ich nach München gewechselt bin, da hast du mir viel geholfen. Das werde ich dir nicht vergessen", schreibt der 33-Jährige. "Auch unsere Familien kennen sich mittlerweile gut. Für mich war es sehr besonders, dass ich bei deiner Hochzeit vor einem Jahr dabei sein durfte."

Das Spiel zwischen dem FC Bayern München und Chicago Fire wird am 28. August ab 20.15 Uhr bei RTL live aus der Münchener Allianz-Arena übertragen.

ksl

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