Pokal-Hammer: 1860 wirft Heimstetten raus

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1860 Rosenheim ist in der zweiten runde des BFV-Pokals eine dicke Überraschung gelungen. Der TSV schlug nach einer starken Leistung den Regionalligisten aus Heimstetten und steht damit in der nächsten Runde.

Riesenjubel im Rosenheimer Jahnstadion. Der TSV 1860 Rosenheim hat die Überraschung perfektgemacht und den höherklassigen SV Heimstetten mit 2:1 (1:0) aus dem BFV-Pokal geworfen.

"Einfach nur der Wahnsinn. Wir waren so geil auf dieses Spiel und haben genau das auf den Platz gebracht", sagte ein überglücklicher Besart Murtezi nach dem Spiel gegenüber beinschuss.de.

Die vom überragenden Mittelfeldspieler zitierte "Geilheit" war den Innstädtern von Beginn an anzumerken. 1860 ließ die favorisierten Gäste zunächst kommen, gewann dadurch Sicherheit und kam mit fortlaufender Zeit immer besser ins Spiel. Nach einer guten halben Stunde hatte Murtezi per Kopf die Chance zur Führung, wenige Augenblicke später vergab Markus Einsiedler die nächste gute Einschussmöglichkeit.

Zwei Tore, nur eines zählt

In der 37. Minute wurden die Hausherren für ihre engagierte und von spielerischer Leichtigkeit geprägten Leistung belohnt. Murtezi stand nach einem Freistoß von der halbrechten Seite goldrichtig und schob aus knapp zehn Metern zur Rosenheimer Führung ein.

Kurz vor der Halbzeit drückte Marinus Weber einen präzisen Pass von Kapitän Chris Wallner über die Linie, Weber stand dabei aber im Abseits.

Die Gäste um den ehemaligen Rosenheimer Danijel Majdancevic blieben über weite Strecken erschreckend harmlos. Der vor dem Spiel vollzogene Trainerwechsel schien die Mannschaft zu beschäftigen, Heimstetten wirkte auch in der zweiten Hälfte blockiert und legte mangelnde taktische Abstimmung vor allem im Defensivverbund an den Tag.

Helmbrecht macht den Tiefflieger

Nach der Pause hatte der SV zwar mehr Spielanteile, blieb aber vor dem Tor des souveränen Patrick Schorpp ohne Durchschlagskraft  und ließ den Hausherren Platz zum Kontern. Einen eben solchen Gegenstoß verwertete der eingewechselte Nichaolas Helmbrecht (62.) mit einem spektakulären Flugkopfball zum 2:0, 1860 schien ohne Schweirigkeiten in die nächste Runde einzuziehen.

Doch Sammy Ammari drückte nur zwei Minuten später eine Unachtsamkeit in der Rosenheimer Hintermannschaft aus wenigen Metern über die Linie und machte den Pokalfight so noch einmal richtig spannend. Heimstetten machte fortan Druck auf das Rosenheimer Gehäuse, doch der TSV stand gut sortiert und kam durch schnelle Tempogegenstöße selbst zu guten Möglichkeiten.

Murtezi schob knapp 15 Minuten vor Spielende zum 3:1 ein, wieder ging die Fahne des Schiedsrichterassistenten hoch. Doch auch von dieser Fehlentscheidung ließ sich 1860 nicht aus dem Konzept bringen und traf durch Einsiedler kurz vor Schluß noch den Pfosten.

Die Geilheit mitnehmen

Als der Heimstettener Clemens Kubina kurz vor dem Abpfiff im Rosenheimer Strafraum zu Boden ging, wurde es noch einmal brenzlig. Doch die Pfeife des Referees blieb stumm und wenige Augenblicke später lagen sich die Hausherren in den Armen.

"Endlich haben wir unser Potenzial abgerufen. Das gibt Selbstvertrauen und tut einfach nur gut", sagte ein sichtlich erleichteter Chris Wallner mit dem Siegerscheck über 300 Euro in der Hand nach der Partie.

Nicht nur das Preisgeld, auch der gesamte Auftritt sollte den Rosenheimern für die kommenden Aufgaben in der Bayernliga Mut machen und eine Geilheit entfachen, die in dieser Saison nicht immer zu sehen war, den Innstädtern aber gut zu Gesicht steht.

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