Blitzumfrage unter Vereinsvertretern im Raum Rosenheim

Lockerungen im Amateursport: „Wir haben jetzt eine Perspektive erhalten“

Alexander Neiser (l.) vom TSV 1860 Rosenheim und Lukas Kunze vom TuS Bad Aibling.
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Alexander Neiser (l.) vom TSV 1860 Rosenheim und Lukas Kunze vom TuS Bad Aibling.

Der Stufenplan im Amateur- und Breitensport sieht eine schrittweise Öffnung anhand von Inzidenzwerten vor. beinschuss.de hat in einer Blitzumfrage bei einige Vereinsvertretern aus dem Raum Rosenheim nachgefragt, wie sie zu den Beschlüssen stehen.

Landkreis Rosenheim - Bei der Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch beschloss die Politik einen Stufenplan, der schrittweise Öffnungen vorsieht. Ab dem Montag, den 8. März, wird bei einer Inzidenz unter 50 kontaktfreier Sport unter freiem Himmel in Gruppen bis maximal zehn Personen wieder erlaubt sein. Bei Inzidenzen zwischen 50 und 100 wird Außensport mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten und „maximal von bis zu 20 Kindern bis 14 Jahren im Außenbereich“ kontaktfrei ermöglicht.

Die Meinungen von Vereinsvertretern in der Blitzumfrage

Bleibt der Inzidenzwert über 14 Tage stabil, erfolgen weitere Lockerungsschritte. Es ist also ein wenig wie Zuckerbrot und Peitsche. beinschuss.de hat in einer Blitzumfrage bei einige Vereinsvertretern aus der Region nachgefragt, wie sie die beschloßenen Maßnahmen einschätzen und ob sie damit zufrieden sind.

Alexander Neiser (Abteilungsleiter beim TSV 1860 Rosenheim):

„Wir müssen innerhalb des Vereins erst noch bereden, wie wir weiter machen wollen. Das steht derzeit noch in den Sternen. Zumindest wurde jetzt ein Weg aufgezeigt und es geht vorwärts. Vor allem bei den Kindern war das ein wichtiger Schritt, die brauchen wieder soziale Kontakte und Bewegung. Inwiefern wir das umsetzen werden und können, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Es bleibt dabei: Die Regierung gibt was vor und wir müssen das beste daraus machen.“

Kevin Klammer (Abteilungsleiter beim TSV 1880 Wasserburg):

„Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber für mich auch nicht super zufriedenstellend. Wir müssen einfach das Beste daraus machen. Es ist zumindest besser, als die vergangenen Wochen.“

Lukas Kunze (Abteilungsleiter TuS Bad Aibling):

„Ich sehe die Beschlüsse generell sehr positiv, weil dadurch endlich ein Licht am Ende des Tunnels zu erkennen ist. Wir haben jetzt eine Perspektive erhalten. Vor allem für die Kinder und Jugendliche ist es sehr erfreulich, bei den Herren herrschen gemischte Gefühle. Wie wir das aber alles handhaben werden, muss man sehen. Wir hoffen, dass unser Hygienekonzept genauso gut funktioniert, wie im vergangenen Jahr. Ab sofort werden wir immer schauen, wie die aktuellen Inzidenzzahlen sind (lacht).“

Manuel Sedlmaier (Abteilungsleiter TSV Emmering):

„Ich bin sehr gespalten bezüglich der Maßnahmen. Vor allem die Handhabung wird sehr schwierig sein und der Aufwand ist enorm. Für die Kinder aber freut es mich sehr, sie brauchen wieder Kontakte und Bewegung. Ob der Plan aber so aufgeht, vor allem mit Blick auf den Herrenbereich, da bin ich gespannt. Eine richtige Planungssicherheit haben wir nicht, aber ich bin froh, dass der Sport nicht wieder komplett vergessen wurde.“

Patrick Bonnetsmüller (Abteilungsleiter SV Tattenhausen):

„Ich muss gestehen, dass ich es sehr schwierig finde die ganze Schritte zu verstehen. Für mich hat der Stufenplan auch etwas von einer Hinhalte-Taktik. Ich vermisse konkrete Aussagen, denn so können wir als Verein nicht wirklich planen. Wir haben bereits für uns entschieden, dass wir kein Gruppentraining anbieten werden und erst frühestens ab dem 22. März einsteigen. Vor allem wie das alles mit den Schnelltest umzusetzen ist, da bin ich gespannt. Aber zumindest wurde der Sport nicht vergessen und ein Plan ist da.“

Donat Steindlmüller (Abteilungsleiter TSV Bernau):

„Grundsätzlich sehen wir das positiv. Es geht bergauf und es ist ein Licht am Ende des Tunnels zu erkennen. Dennoch weiß bislang noch keiner, wie es genau weitergeht und wie die Vorgaben genau umzusetzen sind. Zudem sind die einzelnen Schritte von der Umsetzung sehr kompliziert. Deshalb befinden wir uns jetzt noch in der Schwebe und die Trainer und Spieler bekommen noch kein Go, sodass wir wohl erst am 22. März starten. Aber wir sind dankbar für alles was wir bekommen.“

Flex Zeibe (Pressesprecher TSV Aßling):

„Wir begrüßen die Entscheidung, warten aber noch die Vorgaben vom Verband ab und passen dementsprechend unser Hygienekonzept an. Allgemein sind wir noch eher skeptisch und zurückhaltend, freuen uns aber auch, dass es bergauf geht. Grundsätzlich ist zu sagen, dass alle im Verein Lust darauf haben, wieder auf den Platz zurückzukehren.“

ma

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