"Wir wollen die Vereine nicht länger im Unklaren lassen"

Klares Votum: In Mecklenburg-Vorpommern stehen die Zeichen auf Abbruch

Rostock - Eine deutliche Mehrheit von 81 Prozent der Amateurvereine des Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern (LFV) stimmte für einen Saison-Abbruch. Eine endgültige Entscheidung des Verbandes steht aber noch aus.

Wie geht es mit der Saison 2019/20 weiter? Diese Frage beschäftigt aktuell alle Fußball-Landesverbände in Deutschland. Während beispielsweise im Rheinland und in Berlin die Vereine mehrheitlich für einen Saison-Abbruch stimmten, soll in Bayern die Saison am 1. September wieder fortgesetzt und beendet werden. Das beschloss der BFV-Vorstand vergangener Woche mit Berücksichtigung des eingeholten Meinungsbildes. In Schleswig-Holstein dagegen entschied der Verband am Montag, dass die Saison nicht verlängert wird. Eine Übersicht, wie der Stand in den anderen Landesverbänden ist, findet ihr hier.


81 Prozent für Saison-Abbruch - 19 Prozent für Fortsetzung

Auch der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern (LFV) hat seine Amateurvereine gefragt, wie es weitergehen soll. Dabei erhielt der Verband ein klares Votum. 279 von 371 Vereine (72 Prozent) haben an der Umfrage teilgenommen. Dabei stimmte eine deutliche Mehrheit von 81 Prozent für eine vorzeitige Beendigung der Spielzeit im laufenden Spieljahr. Als zweite Option stand die Fortsetzung der Saison mit aktuellen Tabellenständen zum nächstmöglichen Zeitpunkt zur Wahl, wofür 19 Prozent stimmten. "Uns ist sehr wohl bewusst, dass es auch in den Vereinen selbst durchaus verschiedene Meinungen gab, die letztlich zu einer Stimme gebündelt werden mussten. Daher gilt den Klubs an dieser Stelle erst einmal unser Dank, dass wir innerhalb dieses kurzen Zeitraums der Online-Umfrage ein repräsentatives Ergebnis erreichen konnten", lobt LFV-Präsident Joachim Masuch.

Endgültige Entscheidung soll am 7. Mai fallen

"Wir wollen die Vereine nicht länger im Unklaren lassen", erklärt Masuch. Die endgültige Entscheidung über den weiteren Verlauf der Spielzeit 2019/20 wird am 7. Mai bei einer erweiterten Vorstandssitzung fallen. Zwar ist das eingeholte Meinungsbild nicht bindend, gleichwohl wird es angesichts der Klarheit des Ergebnisses Einfluss auf die weitere Vorgehensweise des Verbandes nehmen. Der LFV-Präsident macht zudem deutlich: "Unabhängig vom eingeschlagenen Weg werden die weiteren notwendigen Entscheidungen hinsichtlich des Umgangs mit den Spielklassen durch die zuständigen Verbandsvorstände getroffen."

ma

Rubriklistenbild: © picture alliance / Jan Woitas/dp (Symbolbild)



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