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„Meinungsbild steht auf festen und breiten Fundament“

Abbruch mit Auf- und Absteigern: BFV-Vorstand folgt dem Meinungsbild der Vereine

Dr. Rainer Koch hält eine Rede auf dem Verbandstag
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BFV-Präsident Rainer Koch bittet Vereine um wechselseitiges Verständnis.

Die Entscheidung ist gefallen: 71,14 Prozent der bayerischen Amateurvereine sprechen sich für den Paragrafen 93 aus. Damit gibt es beim Saison-Abbruch direkte Auf- und Absteiger. Nun ist der BFV-Vorstand dem Meinungsbild der Klubs gefolgt. „Dieses Meinungsbild steht auf einem ganz festen und breiten Fundament“, betont Präsident Rainer Koch.

Bayern - Eindeutiges Votum der bayerischen Vereine, einstimmiger Vorstands-Beschluss: Eine klare Mehrheit von 71,14 Prozent (2.115 Stimmen) hat sich in einem vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) eingeholten Meinungsbild dafür ausgesprochen, die bis zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochene Spielzeit 2019/21 bei den Frauen und Herren jetzt unter der Maßgabe abzubrechen, dass es durch Anwendung der in §93 der Spielordnung verankerten Quotienten-Regelung direkte Auf- und Absteiger in den einzelnen Spielklassen gibt und die Relegation ersatzlos entfällt.

Die Wahlbeteiligung lag bei 80,46 Prozent

Das zur Abstimmung stehende Alternativmodell, wonach alle Vereine, die unter Berücksichtigung der Quotienten-Regel in der Tabelle auf einem Aufstiegs- und Relegationsplatz stehen, aufsteigen können und der Abstieg nicht zum Tragen gekommen wäre, erhielt eine Zustimmung von 28,86 Prozent (858 Stimmen).

Die Wahlbeteiligung lag bei 80,46 Prozent. Aufgerufen, ihr Votum abzugeben, waren insgesamt 3.695 Vereine im gesamten Freistaat, die am Erwachsenenspielbetrieb teilnehmen. Dabei hatte jeder Verein eine Stimme. Von ihrem Wahlrecht machten letztlich 2.973 Klubs Gebrauch. Selbst unter Miteinbeziehung der Vereine, die nicht an der Abstimmung teilgenommen haben, übertrifft das jetzt getroffene Votum bei weitem die absolute Mehrheit von 1.848 Stimmen um 267 Stimmen. In allen 22 bayerischen Fußball-Kreisen gab es durchweg klare Zustimmung für die Anwendung des bestehenden §93 der Spielordnung. Mit der technischen Durchführung der Abstimmung und der Feststellung des Ergebnisses hatte der BFV mit der Nürnberger SLC Management GmbH einen externen Dienstleister beauftragt.

BFV-Präsident Rainer Koch bittet Vereine um wechselseitiges Verständnis

„Unser großes Dankeschön geht an alle Vereine in ganz Bayern, die in solch überragender Mehrheit von über 80 Prozent mit ihrer Stimmabgabe dazu beigetragen haben, dass dieses Meinungsbild auf einem ganz festen und breiten Fundament steht. Völlig losgelöst davon, wie jeder Verein abgestimmt hat, lebt Demokratie vom Mitmachen – und unsere Vereine haben das auch in dieser für uns alle äußerst schwierigen Lage eindrucksvoll getan. Umso wichtiger ist es jetzt, dass wir alle auch schnell wieder zusammenfinden und das Ergebnis wechselseitig respektieren – egal, wer wie gestimmt hat“, sagt BFV-Präsident Rainer Koch. „Der Vorstand hat immer betont, dass er jeden Weg, den die Vereine mehrheitlich wählen, auch konsequent mitgehen wird. Entsprechend sind die Beschlüsse im Vorstand auch jetzt so gefasst worden“, betont BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, der für den Spielbetrieb in Bayern verantwortlich ist.

BFV-Vizepräsident Schraudner: „Die Wucht der Pandemie hat uns letztlich keine andere Wahl gelassen“

Dem fünftägigen Wahlzeitraum waren am vergangenen Freitag und Samstag insgesamt acht virtuelle Informations-Veranstaltungen mit nahezu 2500 Teilnehmern aus Vereinen im gesamten Freistaat vorausgegangen.

„Es war wichtig und richtig, diesen Weg jetzt so offen zu gehen und allen Beteiligten die Zeit zu geben, um das Votum für den Verein abzugeben. Unabhängig vom Ausgang des Meinungsbildes dürfte die Erleichterung überall um sich greifen, dass diese Saison jetzt Geschichte ist. Wir wissen um die zutage tretenden Härtefälle, die es auch jetzt gibt. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass diese Härtefälle mit keiner Lösung zu vermeiden gewesen wären. Es ging letztlich darum, die beste unter allen schlechten Lösungen zu finden und auch in die Tat umzusetzen“, sagt BFV-Vizepräsident Robert Schraudner, der die sechsköpfige Arbeitsgruppe zu den Modalitäten des unvermeidbaren Saison-Abbruchs geleitet hatte: „Wir alle wollten uns eine Entscheidung am Grünen Tisch ersparen. Deshalb war es auch der richtige Weg, die Saison 2019/20 zunächst zu verlängern. Dass wir zu keinem sportlichen Ende finden, war in dieser Form nicht absehbar. Aber die Wucht der Pandemie hat uns letztlich keine andere Wahl gelassen. Wir blicken jetzt positiv der neuen, hoffentlich weitgehend störungsfreien Saison entgegen.“

Sechs-Monat-Frist wieder aktiviert

Neben dem Beschluss zum Abbruch der verlängerten Saison 2019/20 bei Frauen und Herren (ausgenommen Play-off-Spiele der Regionalliga Bayern und Ligapokal-Wettbewerb der Regionalliga Bayern) sowie dem Verbandspokal-Wettbewerb der Frauen 2020/21 hat der BFV-Vorstand die zuletzt aufgrund der Pandemie ausgesetzte Sechs-Monats-Frist bei Vereinswechseln aktiviert und auch die persönlichen Spieler*innen-Strafen wieder in Gang gesetzt.

Aufgrund der staatlichen Corona-Verfügungslagen bleiben bei Spieler*innen-Wechsel aufgrund von Inaktivität die Zeiträume vom 13. März bis 29. Juli 2020 (Lockdown I) sowie vom 2. bis 30. November 2020 (Lockdown II) und vom 1. Februar bis 18. Mai 2021 (Lockdown III) unberücksichtigt.

Pressemitteilung Bayerischer Fußball-Verband

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