SBR: Mit einem mulmigen Gefühl ins neue Jahr!

Der Sportbund Rosenheim überwintert auf einem direkten Abstiegsplatz - die Lage spitzt sich zu

Das Jahr 2014 neigt sich so langsam dem Ende entgegen, am vergangenen Wochenende verabschiedeten sich nahezu alle Amateurmannschaften der Region in die wohlverdiente Winterpause.

Des einen Freud ist des anderen Leid - während sich ein paar Mannschaften über einen positiven Jahresabschluss freuen durften und somit entspannt ins neue Jahr starten können, hat das ein oder andere Team weniger Grund zur Freude. Das beste Beispiel hierfür ist der Sportbund Rosenheim.

Die Pongratz-Mannen hatten bereits eine Woche frühe Pause als die restlichen Teams der Bayernliga Süd und sind deshalb noch am letzten Spieltag auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht. Die Tabellenkonstellation verspricht dennoch Spannung, den SBR trennen nur wenige Zähler von einem Nicht-Abstiegsplatz. Die derzeitige Situation ist zwar brenzlig aber bei weitem nicht aussichtslos.

Schwieriges Restprogramm

21 Punkte aus 23 Spielen und 36 erzielte sowie 53 kassierte Treffer, diese Bilanz spricht Bände und verdeutlicht die derzeitige Problematik der Sportbündler.

Der SBR muss in der Winterpause in erster Linie die Defensive stabilisieren, mit mehr als zwei Gegentoren pro Spiel ist es nahezu unmöglich in der Bayernliga zu bestehen. 

Im kommenden Jahr müssen die Pongratz-Mannen allerdings noch gegen den ein oder anderen Hochkaräter ran. Gegen die Spitzenteams der Liga, wie beispielsweise den Tabellenführer aus Pipinsried sowie dessen Verfolger aus Pullach, Unterföhring und Bogen, findet jeweils noch ein Rückspiel statt.

"Big Points" müssen endlich her

Wie man gegen die Top-Mannschaften der Liga bestehen kann, hat der SBR bereits in der Hinrunde unter Beweis gestellt. Das 2:2-Unentschieden gegen Rain und der 1:0-Auswärtserfolg in Unterföhring haben gezeigt, dass auch die vermeintlichen Aufstiegsaspiranten bei einer geschlossen Mannschaftsleistung zu knacken sind.

Entscheidend wird jedoch sein, ob man in der Rückrunde die sogenannten "Big-Points" gegen direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt einfahren kann. Vor allem hier hat der Sportbund Rosenheim in der Hinrunde viel zu viele Punkte liegen gelassen und sich dadurch immer wieder selber in Bedrängnis gebracht. 

Schwachstellen beseitigen

Neben den vielen Gegentreffern war das größte Problem bisher die fehlende Konstanz. Einer guten und erfolgreichen Leistung folgte zumeist eine Niederlage. Dieses Auf und Ab zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Jahr 2014 und muss im kommenden Jahr unbedingt relativiert werden, ansonsten wird der Abstieg kaum zu verhindern sein.

Diese Problematik hat auch Neu-Coach Matthias Pongratz bereits in seinen ersten Wochen erkannt und zu spüren bekommen. Dem Auftakterfolg gegen Dachau folgte ein sofortiger Rückschlag in Landsberg und eine äußerst unglückliche Niederlage zum Jahresabschluss gegen den direkten Konkurrenten aus Vilzing.

Dem neuen Trainergespann blieb bisher wenig Zeit, um der Mannschaft seine Spielphilosophie zu vermitteln. Wir dürfen gespannt sein, ob der Sportbund Rosenheim im kommenden Jahr zu alter Stärke zurückfindet und in der sechswöchigen Vorbereitung die aktuellen Schwachstellen beseitigen kann.

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