SBR, Rechtmehring und Wasserburg - Leo Haas macht die Teams fit

Der Sportbund Rosenheim (links) und Leo Haas (rechts, kniend) mit den Wasserburgen (Dominik Haas) beim COROX Training in Edling

Was haben der Sportbund, Rechtmehring und Wasserburg gemeinsam? Alle drei Mannschaften haben das Trainingssystem COROX in ihren Trainingsalltag aufgenommen. Wir haben mit Ex-Profi Leo Haas über die neuartige Methode gesprochen.

Draußen ist es kalt, die Trainingsplätze sind gefroren und kaum bespielbar. Nur wenige Vereine können auf einen Kunstrasenplatz ausweichen und normale Trainingseinheiten absolvieren.

Wenn die Temperaturen im Winter sinken und die Fußballplätze allmählich unbespielbar werden, sind viele Vereine auf der Suche nach Alternativen. Nicht selten sind die Rasenplätze vier Monate oder sogar länger gesperrt, weshalb vor allem im Amateurbereich Kreativität gefragt ist.

Kein Bock auf Laufeinheiten? COROX als gute Alternative

Welcher Fußballverein kennt dieses Problem nicht? beinschuss.de hat sich bei einigen Vereinen aus der Region erkundigt und eine gute Alternative zu den unbeliebten Laufeinheiten ausfindig gemacht.

Mannschaften, wie der Sportbund Rosenheim, der SC 66 Rechtmehring oder auch der TSV 1880 Wasserburg wählten das Therapie- und Trainingszentrum Hans Friedl in Edling als Partner. Unter der Anleitung von Physiotherapeuten und Diplom-Sportlehrern wurde in den vergangenen Wochen an den typischen Schwachstellen gearbeitet und ein speziell auf Fußballer abgestimmtes Training absolviert.

Geballte Erfahrung in der zweiten Liga

Das eigens entwickelte Trainingssystem COROX spezialisiert sich auf die Optimierung der Schnellkraft, Stabilität, Koordination und Ausdauer. Ein Haupteffekt ist auch die Verletzungsprophylaxe, da sich die verletzungsbedingten Ausfälle insbesondere im Winter aufgrund der schwierigen Bedingungen häufen. 

Die Einheiten leitet auch Ex-Profi Leonhard Haas, der seit dem Sommer im Bereich Sport und Fitness für das Therapie- und Trainingszentrum Hans Friedl tätig ist. Der gebürtige Rosenheimer absolvierte mehr als 100 Zweitligaspiele (13 Tore) für den FC Augsburg, die Spielvereinigung Geruhter Fürth und den FC Ingolstadt.

Nach zwei Jahren in der dritten Liga bei Hansa Rostock beendete der 33-jährige im vergangenen Jahr seine Karriere und fungiert nun im Rahmen einer Ausbildung als Fußballexperte im Trainingszentrum Friedl. beinschuss.de hat mit dem Ex-Profi über seine neue Tätigkeit als Fitnesstrainer und die Bedeutung des „funktionellen Trainings“ im Amateurbereich gesprochen. 

Hallo Leo, du hast im vergangenen Jahr deine Karriere beendet, bist zurück nach Rosenheim gezogen und hast eine Ausbildung als Fitnesstrainer begonnen. Wie kam es zu diesem Schritt?

Haas: In der letzten Saison in Rostock gab es viele Höhen und Tiefen. Die Hinrunde verlief sehr gut, wir waren oben dran und haben um den Aufstieg in die zweite Liga mitgespielt. Mit ein bis zwei Neuzugängen hätten wir auch in der Rückrunde gute Chancen gehabt, doch der Verein hat keinen Handlungsbedarf gesehen und wir haben eine katastrophale Rückrunde absolviert. Wenn du als Spieler nicht voll und ganz von dem Vereinskonzept überzeugt bist, macht es wenig Sinn noch ein Jahr dranzuhängen. Aus diesem Grund habe ich meinen Vertrag nicht verlängert. Ich bin mittlerweile 33 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder. Noch einmal umzuziehen, das wollte ich meiner Familie nicht zumuten. Aus diesem Grund habe ich mich für die Ausbildung entschieden. Ich denke das war der richtige Schritt, es gibt schließlich auch ein Leben nach der Fußballkarriere.

Wie gefällt dir deine neue Arbeit?

Haas: Die Arbeit im Trainings- und Therapiezentrum gefällt mir super. Ich war in meiner aktiven Karriere oft verletzt und kann meine Erfahrungen optimal im Trainingsalltag mit einbringen. Mit der COROX Trainingsmethode setzten wir genau da an, womit die Profimannschaften schon vor einigen Jahren begonnen haben. Ich finde es super, dass Amateurmannschaften wie der Sportbund Rosenheim, der SC Rechtmehring und die Wasserburger Jungs das erkannt haben und mit uns zusammenarbeiten.

Was genau ist COROX und warum ist dieses Training besonders für Fußballer wichtig?

Haas: Neben der Rumpfstabilität, Schnellkraft, Sprungkraft, Kondition und Koordination ist die Verletzungsprophylaxe eine entscheidende Säule beim COROX Training. Sling-Trainer, Pezzibälle, Trampoline, Seile und die Blackroll sowie die klassischen Trainingsgeräte werden in den Trainingsalltag mit eingebunden. Es wird im Amateurbereich oft sehr einseitig trainiert, was auf Dauer zu muskulären Dysbalancen führt. Gerade im Fußball entsteht häufig ein Ungleichgewicht zwischen Oberschenkelbeuge- und Streckmuskulatur, was zu einer erhöhten Belastungen auf die Kniegelenke und deren Bandstrukturen führt. Knieschmerzen, Instabilitäten und im schlimmsten Fall Bänderrisse sind oftmals die Folge davon. COROX setzt genau hier an, prüft die muskuläre Stabilität der Beine und verringert die Dysbalancen. 

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