"Aus sportlicher Sicht tut diese Entscheidung weh"

Entscheidung gefallen: Die Saison in Schleswig-Holstein wird nicht verlängert

Der Schleswig-Holsteinische Fußball-Verband (SHFV) hat eine Entscheidung getroffen. Die Saison 2019/20 wird nicht über den 30. Juni hinaus verlängert. Wie die Spielzeit gewertet werden soll, will der Verband am 9. Mai bei einer ordentlichen Sitzung entscheiden.

In zahlreichen Fußball-Landesverbänden steht eine Entscheidung, wie es mit der Saison weitergeht, noch aus. In Bayern entschied der BFV, dass die Spielzeit 2019/20 ab dem 1. September wieder fortgesetzt werden soll. Der Schleswig-Holsteinischen Fußballverband hat nun Nägel mit Köpfen gemacht und wird die Saison nicht über den 30. Juni hinaus verlängern. Damit wird die Spielzeit ohne weiteren Spielbetrieb auslaufen. Das entschied das Präsidium in einer außerordentlichen Sitzung, die am Montagabend, 27. April, als Videokonferenz durchgeführt wurde. 


„Vor allem unter den Kreisvorsitzenden, die die Interessen ihrer jeweiligen Vereine im SHFV-Präsidium vertreten, hat sich ein einstimmiges Votum für eine Beendigung der Saison am 30. Juni ergeben" sagt SHFV-Präsident Uwe Döring über die Entscheidung. "Wir hatten zwar stets den Wunsch geäußert, dass wir eine Fortführung der Saison 2019/20 anstreben, aber unter Berücksichtigung der aktuellen Gesamtlage verschafft die Entscheidung, die Saison am 30. Juni auslaufen zu lassen, unseren Vereinen die bestmögliche Planungssicherheit.“


Die Regelung gilt für alle Alters- und Spielklassen im Bereich des SHFV und der Kreisfußballverbände. Wie nun allerdings die bisherigen Ergebnisse aus der angefangenen Saison gewertet, wie mit dem Auf- und Abstieg umgegangen wird und wie mit den Pokalwettberweben verfahren werden soll, will das Präsidium in seiner nächsten ordentlichen Sitzung entscheiden. Außerdem sollen dann die Rahmenbedingungen für die Spielserie 2020/21 ausgearbeitet werden. "Aus sportlicher Sicht tut uns und sicher auch unseren Vereinen, die in der laufenden Saison Ziele verfolgt haben, diese Entscheidung weh. Wir müssen aber akzeptieren, dass eine Fortsetzung der Saison zu einem aktuell noch nicht absehbaren Zeitpunkt mit zu großen Unsicherheiten verknüpft wäre. Wir wollen unsere Vereine nicht auf Dauer in einem Schwebezustand verharren lassen“, sagt  Sabine Mammitzsch, SHFV-Vizepräsidentin Spielbetrieb, und begrüßt damit die Entscheidung. 

Neben dem Saison-Abbruch gab es zudem die Möglichkeit, die Saison zu einem späteren Zeitpunkt mit den aktuellen Tabellenständen fortzuführen. Mit großer Mehrheit (114 von 115 anwesenden Stimmen, eine Enthaltung) entschieden die Präsidiumsmitglieder, die Saison 2019/20 Ende Juni enden zu lassen. Die neue Spielzeit 2020/21 soll nach Möglichkeit am 1. September beginnen. „Wir haben nun zunächst Planbarkeit für den Spielbetrieb der aktuellen Serie, müssen aber auch für die kommende Saison 2020/21 ein Modell vorbereiten für den Fall, dass wir zum 1. September nicht wie gewünscht mit dem Spielbetrieb starten können“, so Mammitzsch weiter.

ma

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