Entsetzliche Tat im Landkreis Bad Kissingen

U15-Jugendtrainer wegen Kindesmissbrauchs zu langer Haftstrafe verurteilt

Durch Lügen und Spiele soll der ehemalige Fußball-Jugendtrainer an intime Aufnahmen gelangt sein. Zudem soll sich der 21-Jährige an Kindern vergangen haben.
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Durch Lügen und Spiele soll der ehemalige Fußball-Jugendtrainer an intime Aufnahmen gelangt sein. Zudem soll sich der 21-Jährige an Kindern vergangen haben.

Schweinfurt - Das Landgericht Schweinfurt verurteilte einen ehemaliger Fußball-Trainer einer U15-Jugendmannschaft wegen Vergewaltigung, schwerer sexueller Missbrauch, Körperverletzung und die Herstellung kinderpornografischer Schriften zu einer mehrjährigen Haftstrafe.

Ein ehemaliger Fußball-Jugendtrainer wurde am Montag vom Landgericht Schweinfurt zu sechs Jahren und neun Monaten Jugendstrafe verurteilt. Der 21-Jährige hat Kinder sexuell schwer missbraucht und sich von ihnen Nacktaufnahmen beschafft.

Die Taten ereigneten sich zwischen Oktober 2017 und Februar 2020

Bereits am ersten Prozesstag hat der Angeklagte alle Taten gestanden, weshalb keines der neun Kinder aussagen musste. Laut der Richterin habe er die Taten mit Beharrlichkeit und Akribie ausgeführt und sei dabei komplett empathielos gewesen. Er nahm das Urteil ohne sichtbare Regung an.

Die Taten ereigneten sich zwischen Oktober 2017 und Februar 2020. Der Täter fordert damals als Trainer einer U15-Juniorenmannschaft von den Jungen Nacktfotos an, das berichtete der Bayerische Rundfunk. Dabei erfand der 21-Jährige Geschichten, um die Bilder zu erhalten.

Der Täter setzte die Kinder unter Druck und drohte ihnen

So erzählte er den Jugendlichen, dass er ein Mitglied einer Sondereinheit sei, der Kinder von einem russischen Kinderpornoring befreien wolle. Zudem erzählte er den Jugendlichen, dass ihre Handy von jenem besagten Ring gehackt wurde und ihre Bilder und Videos ins Internet gelangt seien. Er habe ein Programm entwickelt, so der Trainer gegenüber den Kindern weiter, mit dem er Nacktfotos aufspüren und löschen könne. Dazu bräuchte er aber selbst Nacktaufnahmen von den Jungen aus dem Verein.

Um die Bilder zu bekommen, setzte er die Kinder teilweise erheblich unter Druck passte sie vor der Schule ab und drohte ihnen. Zudem schickte er ihnen pornografische Bilder von Frauen. Weil die Misshandlungen für die Kinder mit körperlichen Schmerz verbunden waren, wertete das Gericht einige Fälle als Vergewaltigung und schweren sexuellen Missbrauch.

ma

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