Skandalspiel - Iliria-Prozess wird neu aufgerollt

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Zwei Jahre nach dem Skandalspiel des FC Iliria Rosenheim mit einem schwer verletzten Schiedsrichter wird der Fall noch einmal aufgerollt. Es kommt jetzt zum Berufungsprozess.

Über ein halbes Jahr nach dem Ersturteil gibt es am Mittwoch eine Neuauflage des Prozesses um die Ausschreitungen beim Skandalspiel des FC Iliria Rosenheim gegen den ESV Rosenheim. Hier waren im Herbst 2012 ein Schiedsrichter und der Trainer des ESV von Spielern des FC Iliria zum Teil massiv verletzt worden.

Der 37-jährige Hauptangeklagte war im ersten Prozess am Amtsgericht in Rosenheim zu 14 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden – ein Urteil gegen das sowohl Verteidigung als auch Staatsanwaltschaft in Berufung gingen. Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Jahre Gefängnis gefordert, da der Schiedsrichter noch heute an den Folgen seiner schweren Verletzungen leidet. Der Berufungsprozess am Landgericht in Traunstein beginnt am Mittwoch. Es sind zwei Verhandlungstage angesetzt. Die beiden Schläger sind vom Bayerischen Fußball-Verband übrigens lebenslang gesperrt worden.

Was war passiert?

Im Oktober 2012 kam es nach dem Abpfiff im Spiel des FC Iliria gegen den ESV Rosenheim auf dem Sportplatz an der Innflutmulde zu einem Handgemenge aus dem der Schiedsrichter der Partie schwere Verletzungen davongetragen hatte. Zwei Spieler werden erneut angeklagt, den Schiedsrichter mit den Fäusten ins Gesicht geschlagen zu haben. Auch heute noch, zwei Jahre nach dem Vorfall, leidet der Unparteiische an den Spätfolgen der Schlägerei. Eine sogenannte "psychogene Sehstörung" beeinträchtigt das Sehvermögen des Mannes noch immer.

Auch der Trainer des ESV Rosenheim soll im Gerangel in der Menschentraube verletzt worden sein. Als er dem Schiedsrichter zur Hilfe eilen wollte, wurde er von einer dritten Person mit dem Fußballschuh im Bauchbereich verletzt. Er zog sich eine Rippen- und Leberprellung zu. Bereits zu Beginn der Verhandlung vor dem Amtsgericht in Rosenheim gestand der Angeklagte den Sachverhalt. In einem geschlossenen Vergleich verpflichtete er sich damals insgesamt 2000 Euro in monatlichen Raten als Schmerzensgeld zu zahlen.

In einem abgetrennten Verfahren wurde dieser Angeklagte dann anschließend zu einer Bewährungsstrafe von sieben Monaten verurteilt. Der dritte Spieler sitzt am Mittwoch daher nicht mehr auf der Anklagebank. Verhandlungsbeginn ist um 8.30 Uhr vor dem Landgericht in Traunstein.

Wieder Ärger bei Iliria-Spiel?

Jetzt soll es übrigens zu einem weiteren Zwischenfall unter Beteiligung des FC Iliria gekommen sein: Ende Oktober musste beim Auswärtsspiel des albanischen Klubs bei der FT Rosenheim die Polizei anrücken, weil die Stimmung nach zwei Platzverweisen gegen die Gäste hochgekocht war und die Ordner am Sportplatz an der Klepperstraße eine Eskalation befürchteten, so die OVB-Heimatzeitung in ihrer Dienstagausgabe. Angeblich sollen Medizinkoffer durch die Gegend geflogen und Kabinentüren zu Bruch gegangen sein, so das OVB weiter.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf OVB online oder in der gedruckten Heimatzeitung!

Quelle: rosenheim24.de

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