"Sonst ist Tittmoning weg"

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Mit einem Sieg in Fridolfing kann der TSV Tittmoning einen großen Schritt in Richtung Kreisliga machen.

Knaller zum Auftakt: Fridolfing mit der großen Chance, an den Tabellenersten ranzukommen. Und auch sonst bleibt es spannend in der Kreisklasse 4. Unser Überblick: .

Ausgerechnet im Nachholspiel patzte der Zweite. Die Chance, für noch mehr Spannung in der Kreisklasse 4 zu sorgen, verpassten die Fridolfinger am Wochenende. Dennoch: Der Höhepunkt  der Rückrunde wartet gleich diesen Samstag.

Aufsteiger wieder ganz oben

Tittmoning, ein Neuling in dieser Spielklasse. Im vergangenen Mai erst wurde der Aufstieg bejubelt. Doch mit dem Wechsel in die höhere Klasse fand keineswegs ein Leistungseinbruch statt, der nicht gerade selten zu beobachten ist. Im Gegenteil: Der TSV zeigte auch in der Kreisklasse, wie guter Fußball gespielt wird. Die Konsequenz, Tittmoning grüßt von der Spitze der Tabelle.

35 Punkte, erst eine Niederlage – sehr beeindruckend die Ausbeute aus der Hinserie. Auch wenn es stets schwierig fällt eine Tendenz vorherzusagen, mindestens die Relegation ist für 1861 drin, wenn nicht sogar schon gebucht.

Fridolfing kann rankommen - gleich zum Auftakt

Streitig machen will den Platz an der Sonne sicher noch der TSV Fridolfing. Fünf Punkte fehlen noch auf den ersten Rang. Gegen Surheim konnte man am Wochenende im Nachholspiel auf zwei Zähler rankommen, das sollte aber nicht gelingen. Bestechend beim Verfolger ist die Abwehr: 14 Mal klingelte es erst im Kasten – weiterhin der Topwert der Liga.

Zwar wäre ein Duell der beiden besten Mannschaften am Ende der Serie besonders reizvoll, doch so will es der Spielplan nicht. Dafür könnte die Kreisklasse 4 mit dieser Partie am Samstag kaum einen besseren Auftakt finden. Im Hinspiel behielt Tittmoning mit 1:0 die Oberhand.

Wohl letzte Chance für den Zweiten

„Wir sind schon etwas unter Zugzwang, bei einer Niederlage ist Tittmong wohl weg“, erläuterte Fridolfings Trainer Berni Zeif im Gespräch mit dem Beinschuss. Deshalb möchte man den Tabellenführer mit einem Heimsieg unter Druck setzen. Aber auch eine Pleite wäre kein Beinbruch: „Zielvorgaben vor der Saison waren anderen“, so Zeif, der auf die 60 Gegentore in der abgelaufenen Spielzeit verwies.

Es ist also fast schon mehr als eine kleine Vorentscheidung. Wenn Christopher Laufke das Spitzenspiel am Samstag kurz vor 17 Uhr abpfeift und Tittmoning alle drei Punkte entführt: Dann steht der Erste schon mit einem Bein in der Kreisliga.

Berchtesgaden erster Verfolger

Danach folgt im Klassement gleich ein ganzes Bündel an Teams, das nur auf einen Ausrutscher wartet: Berchtesgaden und Anger sammelten 24 Zähler in der Herbstrunde. Gerade der TSV legte im August keinen Traumstart hin: Die Pleiten gegen Vachendorf, Surheim und Otting sicher nicht eingeplant.

Gerade Berchtesgaden ist zuzutrauen, dass es spannend bleibt vorne. Dafür muss der TSV aber erstmal selber liefern. Drei Punkte gegen Laufen dürften aber nicht das größte Problem sein.

Torjäger ohne Konkurrenz

Aber auch Anger hat mindestens noch einen Trumpf im Ärmel: Der Anführer der Torschützenliste trägt nämlich die Farben des SCA: Stefan Plößl trifft wie er will, schon 15 Mal netzte er in der Hinserie. So einen Goalgetter hat keines der anderen Teams in den Reihen, der Zweitbeste Akteur (Grassaus Diokhane) traf gleich sechs Mal weniger.

Aber auch Surheim ist wieder da: Nach dem Sieg daheim im Nachholspiel steht der BSC auf Rang fünf, 24 Punkte. Damit ist wieder alles drin, auch abhängig davon, wie sich die Topmannschaften die Punkte aufteilen.

Geht noch was für die Verfolger?

Zwei Punkte hinter dem Trio rangieren die zweite Mannschaft des SV Kirchanschöring (22 Punkte) und Vachendorf (21). Auch der SCV wusste sich in der neuen Spielklasse schnell zu etablieren und klaute überraschend bei der ein oder anderen - eigentlich favorisierten - Mannschaft ein oder auch mehrere Zähler.

Kirchanschöring startete nach dem ersten Spieltag gleich mit einem 6:1 gegen Traunwalchen, die Bayernliga-Reserve also der erste Tabellenführer in der Spielzeit 2015/2016. Gleich am Samstag geht es um 14 Uhr 30 gegen Inzell wieder um Punkte. Ein Auswärtssieg nicht unwahrscheinlich. Auch wenn sich der SC mit aller Macht befreien möchte.

Die Abstiegszone

Spätestens jetzt beginnt in der Rangliste allmählich der Abstiegskampf. Während Piding mit 19 Punkten noch einigermaßen Luft nach unten hat, steht Inzell (16), der TSV Traunwalchen (15) und die DJK aus Otting nur knapp über dem Strich.

Der TSV startete mäßig in die neue Runde: Oft gingen nur knapp Spiele verloren, gegen Tittmoning holte man immerhin einen Zähler. Traunwalchen hat aber viel Potential, im letzten Jahr spielte die Truppe relativ lange vorne mit. Es ist nicht damit zu rechnen, dass der TSV sich ernsthaft Sorgen um den Klassenerhalt machen muss. Hier dürfte es bald wieder deutlich nach oben gehen.

Die Sorgen muss sich aber der ASV Grassau machen. Nur dreimal gingen die Achentaler als Gewinner vom Platz – viel zu wenig. Während im letzten Juni in der Relegation gegen Kay noch die Kreisliga möglich war, muss jetzt nach unten geblickt werden.

Vom Aufstiegs- zum Abstiegskandidaten

Nach dem Abgang vom Trainerduo Gruber und Torjäger Pajic steht Grassau auf einem Abstiegsrelegationsplatz. Mit Sam Diokhane hat man jedoch einen Spieler in den Reihen, der mit seinen Toren noch schlimmeres verhindern konnte.

Punkten ist also angesagt im Achental. Zum Auftakt kommt der SC Anger, der jedoch ganz mitmischt. Der ASV hätte sich mit Sicherheit einen anderen Gegner am Samstag gewünscht.

Letzte Chance für Laufen und den FCB

Auf den beiden Plätzen, die sofort in Richtung A-Klasse weisen, stehen Laufen und der FC Bischofswiesen. Hier hapert es mit jeweils nur 15 geschossenen Tore nicht nur in der Offensive, der SVL ist nämlich zudem die Schießbude der Liga und kassierte bereits 39 Buden. Das muss anders werden.

Der Abstand auf das rettende Ufer ist schon groß. Laufen mit erst acht Punkten, der FCB mit nochmal drei Zählern weniger. Bischofswiesen steht am Ende des Tabelle, doch noch keineswegs schon am Abgrund. Die Rettung ist nicht unmöglich: Dafür braucht es aber gleich zum Auftakt gleich mehrere (!) Erfolgserlebnisse. Sonst ist der bittere Gang in die A-Klasse nicht mehr zu vermeiden.

 

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