Spiel der Woche: Vom Fluch und Segen der Winterpause

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beinschuss.de war beim Spiel der Woche in Edling zu Gast. Dort traf die heimische DJK-SV auf die SG Reichertsheim-Ramsau und verabschiedete sich mit einem Sieg in die Winterpause. Die kommt einerseits ganz recht, andererseits aber auch nicht.

Die Temepraturen gehen in den Keller, die Plätze sind tief, viele Kräfte neigen sich dem Ende entgegen. Es ist Mitte November im Spielkreis Inn/Salzach, viele Mannschaften stehen kurz vor der wohlverdienten Winterpause.

Wenn der Glühwein das Helle als beliebtestes Getränk auf den Sportplätzen der Region abgelöst hat und die Anzahl an Rückwechslungen auffällig zunimmt, sehnen sich viele Akteure und Zuschauer nach der wohlverdienten fußballfreien Zeit. Ob diese aber immer gelegen kommt und nicht doch noch ein paar Wochen auf sich warten könnte, das ist von Verein zu Verein unterschiedlich.

Die SG Reichertsheim-Ramsau beispielsweise hätte sich wohl schon vor dem abgelaufenen Wochenende in den Jahresabschluss verabschieden wollen. Das Team von Leo Wagenspöck war zehn Spiele ungeschlagen und hatte sich in der Kreisliga 1 bis auf den zweiten Tabellenplatz nach vorne gearbeitet.

"Eigentlich kommt das jetzt ungelegen"

Dort steht der letztjährige Aufstiegsrelegant auch nach der 0:1 Niederlage in Edling noch, die Chance, zum erstmals unterlegenen Tabellenführer aus Au aufzuschließen, hat die SG aber nicht genutzt. So bleibt noch das letzte Spiel des Jahres 2014 gegen Nußdorf, um eine starke Hinrunde auf dem zweiten Tabellenplatz zu beenden und trotz der Niederlage in Edling ein positives Fazit ziehen zu können.

Dies fällt der DJK-SV Edling nach dem zweiten Dreier innerhalb von einer Woche deutlich leichter, als es das noch nach dem elften Spieltag getan hätte. Die Mannschaft von Jürgen Zentgraf hat sich nach dem glücklichen 3:2 in Grünthal und dem verdienten 1:0 über die SGRR bereits in die Winterpause verabscheidet.

Ein Fluch, könnte man meinen. "Ja eigentlich kommt das jetzt ungelegen. Nach zwei Siegen in Serie hätten wir sicher noch das ein oder andere Spiel und Erfolgserlebnis draufpacken können", sagte Freddy Schramme nach der Partie gegenüber beinschuss.de.

Erst Party, dann Verona

Allerdings machte auch der einzige Torschütze des Tages einen leicht ermüdeten Eindruck, was angesichts seines persönlichen Pensums auch nicht verwunderlich ist. Der Goalgetter hatte bis Ende Augsut noch für den TSV 1860 Rosenheim in der Bayernliga gespielt, da war für Sommerpause und Regeneration bekanntlich nicht viel Spielraum.

Also doch ein Segen? Geht es nach Schrammes neuem Coach, auf jeden Fall. "Wir haben uns irgendwie durch die Saison schleppen müssen. Wenn dir ständig wichtige Spieler fehlen, ist das für einen Trainer natürlich nicht einfach. Aber jetzt haben wir alle einmal Zeit, uns auszuruhen und wieder Kraft zu tanken", sagte ein erleichterter "Zenga" im Gespräch mit beinschuss.de. "Jetzt wird noch ein bisschen gefeiert und dann gehts im Februar nächsten Jahres nach Verona ins Trainingslager", ergänzte Zentgraf.

Aus dem Segen wird ein Fluch

Na bei einer solchen Perspektive kann die Winterpause doch nur ein Segen sein. Aber wer Fußballer mit Leib und Seele ist, dem wird es schon nach wenigen Wochen wieder in den Füßen jucken und ganz schnell wird aus dem Segen wieder ein Fluch.

Aber es ist nunmal wie es ist, in allen unteren Klassen wird ab nächster Woche der Ball bis Anfang März zumindest im Ligabetrieb ruhen. Also bringt's es alle gut über die Runden, und wer schon in der Pause ist, danke für eine spannende und aufregende Hinserie!

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