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Gewalt-Exzess im Amateurfußball

Brutale Attacke in der Bezirksliga: Männer prügeln Schiedsrichter ins Krankenhaus

Auf der linken Seite ein Fußball. Rechts ein Polizeiauto mit Blaulicht.
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Fußball (Symbolbild)

In einer Bezirksligapartie in Bochum kam es am vergangenen Wochenende zu einem brutalen Angriff. Nach dem Schlusspfiff prügelten mehrere Personen einen 27-jährigen Unparteiischen krankenhausreif. Dabei befindet sich ein Täter weiter auf der Flucht.

Bochum - Immer wieder kommt es zu Gewaltausbrüchen auf den Amateurfußballplätzen in Deutschland. Ein Vorfall vom vergangenen Wochenende sorgt dabei für besonderes Aufsehen. Denn in einer Bezirksliga-Partie wurde ein 27-jähriger Schiedsrichter krankenhausreif geprügelt.

„Idioten, die auf einem Fußballplatz nichts zu suchen haben“

Am 11. Spieltag der Bezirksliga-Westfalen empfing Phönix Bochum den CF Kurdistan Bochum. Das Spiel endete mit einem 1:1-Remis. Nach dem Schlusspfiff eskalierte die Situation komplett.

Nach Spielende schlugen ein 60-jähriger Trainer, ein Betreuer und ein bislang unbekannter Anhänger der Gästemannschaft dem Schiedsrichter die Pfeife aus dem Mund und traten anschließend auf ihn ein. Das teilte die Polizei mit. Dabei verletzten die Angreifer den Unparteiischen so schwer, dass dieser mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

Gegenüber der WAZ widersprach CF-Kurdistan Geschäftsführer Diyar Hago dem Bericht der Polizei: „Unser Torwart und unser Trainer haben nach Abpfiff Platzverweise erhalten, vermeintlich wegen Meckerns, daraufhin ist dann eine Rudelbildung entstanden. In dieser Situation hat wohl ein Zuschauer den Schiedsrichter umgestoßen.“ Auch der Vorsitzende des SV Phönix Bochum, Franz Peterkort, sprach von „außenstehenden Idioten, die auf dem Fußballplatz nichts zu suchen haben.“ 

Dritter Schläger flüchtete nach der Attacke - Zeugenaufruf wurde gestartet

Für den 27-jährigen Schiedsrichter ist es dabei nicht das erste Mal, dass er auf dem Fußballplatz attackiert wurde. Laut bild.de wurde der Referee bereits vor zwei Jahren von einem Spieler mit einem Tritt in den Bauch und Schlägen an die Schläfe angeriffen.

Während der Trainer der Gäste am nächsten Tag suspendiert wurde, ist der dritte Schläger im Bunde immer noch nicht gefasst worden. Nach der Attacke sei der Täter, ein 30- bis 40-jährige Mann, geflüchtet. Das Bochumer Kriminalkommissariat hat bereits einen Aufruf gestartet, um die Vorkommnisse zu klären.

Abschreckende Wirkung auf den Schiedsrichter-Nachwuchs

Gewalt im Amateurfußball ist schon längst keine Seltenheit mehr und es kommt immer öfter zu solchen Meldungen. Das Problem dabei ist, dass Aktionen wie diese vor allem auf den Schiedsrichter-Nachwuchs abschreckend wirken. Das Ausmaß des Mangels an Unparteiischen ist aktuell präsenter denn je. Und das, obwohl ohne sie gar nichts geht.

Zudem teilte der Deutsche Fußball-Bund zuletzt mit, dass es bundesweit immer mehr Spielabbrüche gibt. So wurden in der vergangenen Saison 911 Partien abgebrochen. Besonders auffällig dabei: Fast ausnahmslos sind die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter als Geschädigte von Gewalthandlungen und Diskriminierungen betroffen.

gz

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