Spitzenspiel hatte keinen Sieger verdient

Ein Hit war das Bayernliga-Gipfeltreffen gewiss nicht. Da auch die hohen Temperaturen (über 30 Grad) und die Taktik eine große Rolle spielten, endete die Partie zwischen Spitzenreiter 1860 Rosenheim und dem Zweiten SpVgg Bayern Hof fast schon logisch 0:0.


Mit diesem Ergebnis dürften die Gastgeber wesentlich besser leben können, da sie für die Endabrechnung das bessere Torverhältnis besitzen und außerdem am Dienstag in Unterhaching noch ein Nachholspiel in der Hinterhand haben.

Vor für Rosenheimer Verhältnisse doch sehr vielen Zuschauern (700 angesichts einer 2+1-Eintrittskarten-Aktion) begannen beide Teams sehr verhalten und neutralisierten sich auf durchschnittlichem Niveau. Es dauerte geschlagene 20 Minuten bis zum ersten Torschuss, doch Rosenheims Flügelflitzer Danijel Majdancevic rutschte der Ball 18 Meter vor dem Kasten über den Spann. Sein Schuss ging deutlich links vorbei. Aufregung dann auf der anderen Seite: 1860-Keeper Robert Mayer pflückte Angreifer Perparim Gashi die Kugel rigoros vom Fuß und brachte den Hofer dabei zu Fall. Schiedsrichter Thomas Berg zeigte zum Entsetzen der Gastgeber auf den Elfmeterpunkt, was sich aber gleich ausglich, denn Daniel Felgenhauer zeigte Nerven und konnte den Rosenheimer Torsteher mit einem eher schwach geschossenen Strafstoß nicht überwinden (25.). Der verschossene Elfmeter sollte das große Highlight der ersten Hälfte bleiben, auch weil Andi Voglsammer – vor dem Spiel als Bayernliga-Talent des Monats April geehrt – in einer Überzahlsituation nicht das Abspiel zu Sturmpartner Thomas Masberg suchte, sondern lieber selbst einen harmlosen Schuss produzierte. Damit war die beste Sechziger-Möglichkeit im Ansatz vertan (39.).

Im zweiten Abschnitt blieben die Gastgeber zunächst leicht feldüberlegen. Ein Durchkommen gegen die dichtgestaffelte Abwehr der Oberfranken gab es aber nur ganz selten. So blieb Majdancevic´ Solo über die linke Seite, der aus spitzem Winkel an SpVgg-Keeper Christian Berchthold scheiterte, für lange Zeit die einzige klare Rosenheimer Gelegenheit (54.). Nach rund einer Stunde und einem nicht ungefährlichen Distanzschuss von Felgenhauer (59./knapp drüber) hatten die Gäste sogar kurzzeitig leicht Oberwasser. Aber auch die Elf von Norbert Schlegel tat sich mit dem Chancen herausspielen sehr schwer. Ein vermeintliches Foul von Georg Lenz an Gashi im Strafraum „ahndete“ Berg wohl zurecht mit Weiterspielen (65.), auf der Gegenseite hätte er im Finish aber wohl mindestens einmal einen weiteren Elfmeter geben müssen. Erst stoppte Majdancevic einen hohen Ball klasse, wurde dann aber von Cosmin-Adrian Ichim durch Trikothalten entscheidend gestört (88.). Doch da blieb der Pfiff ebenso aus wie eine Minute später, als Majdancevic – wiederum nach einem langen Pass aus dem Mittelfeld - die Kugel über Berchthold (und auch den Kasten) löffelte, dann aber vom Hofer Torsteher rabiat abgeräumt wurde und verletzt am Boden liegen blieb (89.). Fairerweise muss man allerdings dazusagen, dass den Sieg an diesem Nachmittag keine Mannschaft verdient hatte.



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