Start der Rückrunde: Endlich wieder Fußball in der Region!

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Das lange Warten hat ein Ende. Am kommenden Wochenende starten die Teams endlich in die Rückrunde. Wer spielt um den Aufstieg? Wer steckt unten drin? Wir geben euch einen Überblick!

Das lange Warten hat ein Ende. Am kommenden Wochenende starten die Teams endlich in die Rückrunde. Nur für den SV Wacker Burghausen und den Sportbund Rosenheim begann die Punktejagd 2016 bereits vergangene Woche, da beide Mannschaften je ein Nachholspiel bestritten.

Welche Teams spielen um den Aufstieg mit? Wer landet voraussichtlich im sicheren Mittelfeld? Und welche Mannschaften zittern sich durch den Abstiegskampf? beinschuss.de gibt euch einen Überblick!

SV Wacker Burghausen

Drei Auswärtspunkte im Nachholspiel und drei weitere Spieler längerfristig an den Verein gebunden: Für den Tabellenführer der Regionalliga Bayern sieht es im Augenblick richtig gut aus. Die Kicker unter der Leitung von Trainer Uwe Wolf sind hochmotiviert und haben sich als Ziel ganz klar den Aufstieg in die dritte Liga gesetzt. Die Vorzeichen dafür stehen nicht schlecht: Die Verfolger Illertissen und Unterhaching haben keinen Lizenzantrag für die dritte Liga gestellt und somit quasi beim Kampf um die Krone schon aufgegeben. Einzig Jahn Regensburg, mit nur einem Zähler Rückstand, könnte dem SV noch richtig gefährlich werden. Spätestens das Aufeinandertreffen am 16. April in der Wacker Arena, wird demnach richtungsweisend sein.

Am kommenden Samstag heißt der Gegner allerdings erst einmal FC Bayern München 2. Die Reserve des Bundesligatabellenführers gewann vor einer Woche beim Nachholspiel gegen den TSV Rain/Lech mit 3:1, hat als Tabellenfünfter, mit neun Punkten Rückstand auf Burghausen, am Samstag die Chance, den Abstand sichtbar zu verringern. Wacker wird das Spiel jedoch sicherlich nicht auf die leichte Schulter nehmen und im heimischen Stadion zielstrebig auf Sieg spielen.

TSV Buchbach

Mit 27 Punkten steht der Tabellenzehnte der Regionalliga Bayern aktuell im (relativ) sicheren Mittelfeld. Zwar hat Buchbach nur sechs Punkte Abstand auf einen Abstiegsplatz - das Team von Anton Bobenstetter muss allerdings Ende März noch ein Nachholspiel beim FC Memmingen bestreiten. Die Vorbereitung der Buchbacher hatte Höhen und Tiefen. Gewann das Team im spanischen Trainingslager souverän alle Spiele, setzte es in der Vorbereitung gegen die Ligakonkurrenten Schalding und 1860 München 2 schmerzhafte Niederlagen. Auch bei der Generalprobe am vergangenen Wochenende beim FC Töging war, trotz eines 3:0 Siegs, noch sichtbar Sand im Getriebe.

Beim Punktspielauftakt am Sonntag zu Hause gegen die zweite Mannschaft der SpVgg Greuther Fürth wird sich zeigen, wie fit die Elf von Anton Bobenstetter wirklich ist. Im Hinspiel trennten sich beide Teams 1:1. Fürth steht in der Tabelle auf Platz 13, nur drei Punkte hinter dem TSV. Um nicht verunsichert in die Rückrunde zu starten, sollte eine Niederlage also definitiv vermieden werden.

TSV 1860 Rosenheim

Mit einem Knallerspiel startet der TSV 1860 Rosenheim am Samstag in die Rückrunde! Der Tabellenfünfte der Bayernliga gastiert beim punktgleichen Tabellennachbarn in Landsberg - definitiv ein richtungsweisendes Spiel, gerade wenn der TSV noch um den Aufstieg mitspielen will. Das Team von Klaus Seidel liegt aktuell sechs Punkte hinter dem zweitplatzierten 1. FC Sonthofen, auf den Tabellenführer aus Garching sind es sogar neun Zähler Abstand. Auch Dominik Süßmeier betonte im beinschuss-Interview ganz klar, wie wichtig das erste Spiel sein wird: "Meiner Meinung nach ist mit unserer jungen Mannschaft nach vorne hin alles möglich. Für mich persönlich ist das erste Spiel der Rückrunde ganz klar das wichtigste und wird meiner Meinung nach ein Wegweiser für die restliche Saison. Wenn wir es schaffen, einen guten Start hinzulegen, können wir nach vorne hin alles schaffen."

Gut trainiert hat die Mannschaft im türkischen Trainingslager. Bis auf eine unverdiente 0:2 Niederlage gegen den bosnischen Erstligisten FK Mladost Doboj Kakanj erzielte 1860 durchweg gute Trainingsleistungen. Auch nach dem Trainingslager verlor die Seidel-Truppe kein einziges Spiel. Beim Abschlusstest vergangene Woche in Traunstein trennten sich beide Teams 0:0. Rückblickend auf die Hinrunde ist für Süßmeier die Zielsetzung aber klar: "Wir haben viele Punkte in den letzten Minuten liegen lassen und könnten in der Tabelle zwei oder drei Plätze höher stehen, wenn wir das in der Hinrunde verhindern hätten können. Aber das ist Vergangenheit, wir werden versuchen das ab dem ersten Spieltag der Rückrunde besser zu machen!"

SV Kirchanschöring

Mit einer Partie weniger auf dem Konto belegt der SV Kirchanschöring aktuell einen sehr gefährlichen dreizehnten Tabellenplatz. Dem Team von Patrick Mölzl fehlte in der Hinrunde besonders im Angriff die Durchschlagskraft. 27 Treffer = drittschlechteste Offensive der Bayernliga Süd. Doch Kirchanschöring reagierte in der Winterpause glänzend. Mit einem Paukenschlag präsentierte der SV kurz vor der Transferperiode den Wechsel von Marc Bruche, der überraschend vom Ligakonkurrenten SV Erlbach kam. Mit dem Neuzugang werden die Gelb-Schwarzen in der Offensive „variabler und unberechenbarer“, so Spielertrainer Mölzl, der sich sichtlich erfreut zeigte, „dass Bruche sich für den SVK entschieden hat“. Beim SV Erlbach erzielte Bruche in der letzten Landesliga Saison 15 Tore und zwei zusätzlich in den wichtigen Aufstiegs-Relegations-Spielen und könnte somit in der Offensive für Kirchanschöring ein wichtiger Faktor sein, um sich ins sichere Tabellenmittelfeld abzusetzen.

Die Schwarz-Gelben starten ebenfalls mit einem Kracher in den Punktspielauftakt. Mit der SpVgg Hankofen-Hailing kommt ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf zur Sportanlage Kirchanschöring. Nur einen Punkt getrennt steht Hailing auf Platz 14 und wird wie der SV alles daran setzen, aus dem unteren Tabellendrittel rauszukommen. Mut für die Rückrunde machen vor allen Dingen die positiv gestalteten Testspiele. Beim Sieg über den SB Rosenheim unmittelbar nach dem Trainingslager zeigte sich besonders die offensive Kaltschnäuzigkeit der Gelb-Schwarzen, die auch in den Ligaspielen Gold wert sein könnte. Die Generalprobe am letzten Wochenende entschied die Mölzl-Truppe mit 6:1 für sich.

SV Erlbach

Sucht man den SV Erlbach nach der Hinrunde in der Tabelle, muss man schon sehr weit nach unten schauen. Mit 22 Punkten befindet sich das Team von Robert Berg aktuell auf dem 16. Tabellenplatz und steckt somit ganz tief mit drin im Abstiegskampf. Zwar hat der SV ein Spiel weniger auf dem Konto als die direkten Nachbarn - das Nachholspiel in Dachau, welches aufgrund von schlechten Platzverhältnissen vergangene Woche abgesagt wurde, wird aber sicherlich kein Selbstläufer. Trotzdem zeigt sich der Trainer für die Rückrunde optimistisch: "Die Jungs sind total motiviert und haben richtig Lust auf die Saisonspiele. In der Vorbereitung konnten wir ja auch noch nicht auf alle Leistungsträger zurückgreifen - das ändert sich natürlich jetzt."

Perfekt also, um im ersten Punktspiel 2016 gleich die richtigen Akzente zu setzen, besonders, da es gegen den Tabellennachbarn TSV Schwabmünchen geht. "Wir müssen mindestens noch zwei Gänge hochschalten, wenn wir gut in die Rückrunde starten wollen", so Berg im Gespräch mit beinschuss.de. Besonders interessant wird sein, wie sich der SV Erlbach ohne Marc Bruche schlägt, der in der Winterpause überraschend zum Konkurrenten nach Kirchanschöring wechselte. In den Testspielen zeigte sich der SV allerdings wenig beeindruckt. Im letzten Spiel schlug Erlbach den TSV Ampfing, der zuvor ein beachtliches 2:2 gegen Kirchanschöring errungen hatte.

SB DJK Rosenheim

Wie man den perfekten Einstieg nach der Winterpause schafft, hat der SB Rosenheim vergangenes Wochenende beim Tabellenzweiten in Ismaning bravourös gezeigt. Das Team von Matthias Pongratz zelebrierte beim Nachholspiel auf fremden Rasen eine eine absolut überzeugende Leistung und ging letztendlich als 2:0-Sieger vom Platz. Defensiv kompakt - vor dem Tor eiskalt: Dass der inzwischen Tabellenachte den Sieg unbedingt wollte, war zu jedem Zeitpunkt erkennbar. Auch in den Testspielen hat man den unbedingten Willen der Mannschaft schon deutlich spüren können. Gegen Kirchanschöring war das Pongratz-Team lange Zeit die bessere Mannschaft, verpasste nur vorne die Chancen zu nutzen.

Auf heimischen Rasen trifft der Sportbund dann zum ersten "richtigen" Rückrundenspiel auf den FC Gerolfing, der nur zwei Zähler hinter Rosenheim auf dem elften Tabellenplatz liegt, dabei aber noch ein Nachholspiel zu absolvieren hat. Mut macht dabei das Hinspiel, das der SB souverän mit 3.1 gewinnen konnte. Damals traf Slaven Jokic, der noch immer verletzt ist, auf fremden Platz doppelt.

SB Chiemgau Traunstein

Mit 28 Punkten, trotz einer gespielten Partie weniger, hat der SB Chiemagu Traunstein durchaus eine starke Hinrunde gespielt. Vier Punkte Abstand hat das Team um Trainer Jochen Reil aktuell auf einen Abstiegsplatz - die Teams im unteren Tabellendrittel haben allerdings allesamt eine Partie mehr absolviert. Ein guter Grund also, total entspannt am Samstag in die Rückrunde zu starten? Wohl kaum! Den mit dem VfB Halbergmoos kommt kein geringerer als der Tabellendritte nach Traunstein, der zudem mit 46 Toren die zweitstärkste Offensive der Liga aufweist. Zudem wird das Nachholspiel beim Tabellenfünften TuS Holzkirchen Ende April sicherlich auch kein Zuckerschlecken.

Dass die Reil-Kicker nach der Hinrunde nicht weiter oben in der Tabelle stehen, liegt eventuell auch an der mangelnden Durchschlagskraft in der Offensive, was auch die zahlreichen Testspiele in der Winterpause zeigen. 0:3 gegen Burghausen, 0:1 gegen den FC Trogen, 0:0 gegen 1860 Rosenheim: Zugegeben, alles starke Teams, doch ohne Tore gewinnt man auch in der Landesliga Südost keinen Blumentopf. Deshalb muss das Team am Samstag definitiv die Leistung aus dem Hinspiel auf dem Platz zeigen, durch die die Traunsteiner in Halbergmoos 2:1 gewinnen konnten.

FC Töging

Das beste Beispiel, wie hart es in der Landesliga zugehen kann, ist wohl der FC Töging. 30 Tore geschossen, 34 Gegentore kassiert, Tordifferenz: Minus vier. Und wo steht man? Auf einem Abstiegsplatz! In der Hinrunde verschenkte das Team von Adam Gawron nicht nur einmal völlig unnötig Punkte und muss sich nun zurecht fragen, warum man trotz guter Leistungen soweit unten in der Tabelle steht. Da ist es auch keine große Hilfe, dass der wichtige Leistungsträger Yunus Karayün, den FC Töging in der Winterpause verlassen hat. Der 30-jährige, in Kufstein geborene Österreicher, verstärkt ab sofort die Gelb-Schwarzen aus Kirchanschöring.

Trotzdem will Töging in der Rückrunde nur nach vorne schauen. Damit anfangen können sie gleich am Samstag vor heimischen Publikum gegen den Tabellennachbarn TuS Geretsried, der punktgleich auf Tabellenplatz 15 liegt. Das Hinspiel gewann der FC knapp mit 3:2. Die letzten Testspiele vor dem Punktspiel am Wochenende gegen Buchbach und Vilsbiburg gingen allerdings verloren.

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