Transfercoup: Pflüger zum TSV Buchbach

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Florian Pflügler bei seinem bislang letzten Auftritt in der SMR-Arena mit dem TSV 1860 Rosenheim beim Regionalliga-Spiel im August 2012, das die Buchbacher durch zwei Treffer von Stefan Lex mit 2:0 für sich entscheiden konnten.

Scott und Petrik gehen

Transfercoup für den TSV Buchbach: Der Fußball-Regionalligist verpflichtet Florian Pflügler vom SV 07 Elversberg und bindet den 23-Jährigen für dreieinhalb Jahre. Der Abwehrspieler wohnt künftig wieder im Raum Erding, beendet seine Profi-Karriere und wird ab September eine Berufsausbildung beginnen.

Die Rot-Weißen hatten nach dem Abgang von Stefan Alschinger (TV Geiselhöring) den Markt sondiert, um die Abwehr zu verstärken. Trainer Anton Bobenstetter wollte Plügler bereits nach seiner Ausbildung beim FC Bayern München nach Buchbach lotsen, doch der 1,85 Meter große Defensivspezialist, der vorwiegend in der Innenverteidigung spielt, entschied sich damals für einen Wechsel zum TSV 1860 Rosenheim, mit dem er Bayernligameister wurde und in die Regionalliga aufstieg.

Über Burghausen nach Elversberg

Nach dem Rosenheimer Abstieg klopfte Bobenstetter erneut an, der damals 21-Jährige wollte jedoch unbedingt Profi werden und wechselte zum SV Wacker Burghausen, bei dem er in der Saison 2013/14 29 Drittligaspiele bestritt und dabei zwei Treffer erzielte. Den Abstieg konnte Pflügler jedoch nicht verhindern.

Um weiterhin im Profigeschäft zu bleiben, ging es im Sommer 2014 zum Südwest-Regionalligisten Elversberg, bei dem sich der gebürtige Freisinger, der übrigens nicht mit Weltmeister Hansi Pflügler verwandt ist, aber nicht so recht etablieren konnte. In eineinhalb Spielzeiten kam der beidfüßige Defensivspieler nur 14 Mal in der Regionalliga zum Einsatz.

Bobenstetter bleibt hartnäckig

„Anton Bobenstetter hat den Kontakt nie abreißen lassen und wusste, dass Florian in Elversberg nicht zufrieden war. Nachdem klar war, dass Elversberg ihm keine Steine in den Weg legen wird, haben wir uns getroffen und am Montagabend hat Florian dann einen Dreieinhalb-Jahresvertrag unterschrieben“, so Sportlicher Leiter Sepp Kupper, der Pfügler als „sehr robusten Spieler und vernünftigen Typen“ beschreibt, der seiner Ansicht nach „gut nach Buchbach passt.“

Beim Tabellenneunten trifft Pflügler auch auf seine ehemaligen Burghauser Mannschaftskollegen Thomas Leberfinger und Maximilian Drum und bringt auf jeden Fall schon mal „Länge“ ins kleinste Team der Regionalliga Bayern. Kupper: „Seine Größe tut uns auf jeden Fall gut. Jetzt müssen wir nur schauen, dass er möglichst schnell seine Form bekommt, da er ja in Elversberg wenig gespielt hat.“ Seit Montag befinden sich die Buchbacher im individuellen Lauftraining, das erste Mannschaftstraining steigt am 27. Januar, ehe die Buchbacher am 14. Februar ins Trainingslager nach Spanien aufbrechen.

Scott und Petrik verlassen TSV

Nicht mehr dabei sein werden dann Christopher Scott und Johannes Petrik, die beide um Auflösung ihrer Verträge gebeten haben. Scott (21) war 2013 aus Burghausen nach Buchbach gekommen, Petrik (20) ist erst im Sommer letzten Jahres vom FC Erding zu den Rot-Weißen gewechselt.

Wo es die beiden Defensivspieler jetzt hinzieht, steht noch nicht fest. „Wir hatten in diesem Jahr nur wenig Verletzungsausfälle und kaum Sperren, deswegen ist Scotti auch wenig zum Einsatz gekommen. Da kann man nachvollziehen, dass der Junge spielen will“, sagt Kupper, der den Wechsel von Petrik nicht nachvollziehen kann: „Er ist im Sommer als Perspektivspieler zu uns gekommen, da muss man halt schon etwas mehr als nur ein halbes Jahr Geduld mitbringen.“

Mit dünnem Kader in die Frühjahrsrunde

Nach den Abgängen von Alschinger, Scott und Petrik umfasst der Buchbacher Kader mit Pflügler 17 Feldspieler. „Das ist nicht allzu üppig, sollte aber reichen. Auch wenn gerade im April mit dem Pokalspiel gegen Memmingen die Belastung hoch sein wird“, sagt Kupper.

Das Viertelfinale im Totopokal bestreiten die Rot-Weißen am 6. April vor eigenem Publikum, drei Tage vorher schaut ganz Fußball-Deutschland nach Buchbach, wenn „Sport1“ das Regionalligaspiel gegen Jahn Regensburg (Sonntag, 3. April, 15 Uhr) live aus der SMR-Arena überträgt. Kupper: „Da sollten wir uns dann schon einigermaßen gut verkaufen.“

MB

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